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 Betreff des Beitrags: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Samstag, 17. Juli 2010 11:43 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 31. Januar 2010 19:20
Beiträge: 10
Hallo Pilzfans

Nachdem ich mich über die langen Wintermonate hier im Forum so richtig fest gelesen habe, musste ich natürlich gleich ein paar Eigenversuche starten.

So habe ich unter anderen Strohpelettes und Buchenholzbrikettes mit Wasser überbrüht und mit Austern- Rosen und Limonenseitling geimpft, alles in allen sind das 8Säcke geworden und Dank der Anleitung hier aus dem Forum haben alle schon Pilze gebracht. Der Rosenseitling schon das 2 mal, nur die Bio Limone hat sich als Auster entpuppt, habe natürlich gleich beim Hesteller angerufen und gemailt aber da gab es keine Reaktion nur abwimmeln!
Nun habe ich aber gleichzeitig dort auch noch Shiitake Körnerbrut mit Bestellt und mit der Bohrlochmethode Eichenstämme beimpft und das was sich da jetzt zeigt sieht genau wie Austernmyzel aus. Meine Frage ist sieht das Myzel von Auster und Shiitake gleich aus.

Möchte aber gleich noch eine Frage los werden da die Limone eine Auster war hätte das überhaupt mit dem Substrat geklappt und Funktioniert das Gemisch auch mit Kräuterseitling und Ulmenseitling.
Ich freue mich schon auf eure Antworten
Viele Grüße Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Samstag, 17. Juli 2010 12:19 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 25. Oktober 2009 13:38
Beiträge: 148
Wohnort: Schweiz
Hallo Matthias

erst einmal gratuliere ich dir zum Erfolg! Meistens züchtet man am Anfang vorwiegend Schimmel! Bei dir scheints ja optimal zu klappen!

Also zu deiner ersten Frage: Mycel nach dem Aussehen einer Art zuzuordnen ist eine heikle Sache und ich würde es höchstens als Anhaltspunkt heranziehen. Mycel sieht je nach Bedingungen schon total verschieden aus für dieselbe Spezies! Das hängt von der Sauerstoffversorgung, dem Zugang zu Substrat, der Art des Substrats und vielem weiterem ab. Aber was beim Shiitake zu beobachten ist / sein wird ist, dass sich das Mycel braun verfärbt. Seitlingsmycel macht das nicht wenn es gesund ist und nicht fault. Also ich würd auf die Pilze warten, da lassen sich ja Shi und Seitling einfach auseinanderhalten :D

Ich bin mir nicht sicher ob ich deine zweite Frage richtig verstehe. Geht es um geeignetes Substrat für die einzelnen Pilzarten?

Also grundsätzlich wächst fast jeder Zuchtpilz auf den meisten Substraten, nur ist die Frage, wie gross die Ernte ist, wie schnell das Mycel wächst und so weiter. Kennst du das Buch von Stamets (Growing Gourmet and medicinal mushrooms)?

Muss kurz weg, ich kann dir später kurz die geeignetsten Substrate rausschreiben. Aber Stroh und Hartholz kommt eigentlich bei allen Seitlingen gut an :-)

Bis später, gruss

Rino


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Samstag, 17. Juli 2010 15:15 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 25. Oktober 2009 13:38
Beiträge: 148
Wohnort: Schweiz
So, weiter im Text:

Ulmenseitling: Kommt natürlich vor auf sterbenden / totem Holz von Ulme (wen wunderts?), Pappel, Buche, Ahorn, Weiden, Eiche und hin und wieder auf anderen Harthölzern. Gezüchtet wird bevorzugt auf: Eichen-, Erlen- oder Pappelsägemehl angereichert mit Roggenkörner, Reis oder Weizenkleie.

Zitronenseitling: Kommt natürlich vor auf sterbenden / totem Holz von asiatischen Harthölzern, speziell auf Eichen, Ulme, Buche und Pappel. Gezüchtet wird aber bevorzugt auf pasteurisiertem Stroh, Baumwollsamenhüllen, gehackte Maiskolben, Hartholzsägemehl. Aber auch Zuckerrohrbagasse, Papiernebenprodukte, Bananenblätter und Erdnussschalen sind möglich wie auch alle Teile des Kaffeestrauchs.

Rosenseitling (Pl. djamor): Natürlich wächst er auf tropischen und subtropischen Harthölzern, Palmen, Gummibäumen und Bambus. Gezüchtet wird auf Hartholzsägemehl, Getreidestroh, Maisabfälle (Stauden gehackt), Kaffeeabfälle, Baumwollabfälle, Bananendstauden, Palmbestandteile.

Kräuterseitling: Auf / aus dem Boden wachsend an Stellen mit Hartholzwurzeln. Gezzüchtet wird auf den meisten Harthölzern, Weizenstroh. Dieser Pilz ist wählerischer als die anderen Seitlinge!!!

Shiitake: Wächst natürlich auf sterbendem oder totem Holz von "Breitblatt-Bäumen" speziell Shii-Baum...... Gezüchtet wird meist auf hartholzbasierten Substraten angereichert mit stickstoffreichen Produkten wie Kleie von Reis, Weizen, Roggen, Hafer oder Sojamehl. Aber auch Hartholzstücke können direkt beimpft werden.

Also, Du siehst, die Seitlinge wachsen alle etwa auf denselben Substraten. Stroh und Hartholz ist immer gut. Ich habe jetzt nur ein kleiner Auszug frei übersetzt. Wenn Du Englisch kannst und wieter Pilze züchten willst kauf dir doch obenstehendes Buch, das ist sowas wie die Pilzzucht-Bibel.

Hast Du spezifischere Fragen, melde dich wieder.

Gruss Rino


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Sonntag, 18. Juli 2010 09:42 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 31. Januar 2010 19:20
Beiträge: 10
Hallo Rino
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, auch Danke für den Buch Tipp hatte hier im Forum schon davon gelesen doch leider kann ich kein englich wir im Osten mußten früher russich lernen und selbst das habe ich fast vergessen.
Das die Säcke so gut geklappt haben verdanke ich dem Forum hier ist schon einiges sehr gut erklärt. Mich hatte nur mal so Interressiert ob das Gemisch (50% Strohpelletes und 50% Buchenspähne aus Holzbrikettes) und nur mit kochenden Wasser überbrüht sterriel genug ist um einen Versuch mit Limone, Ulmen und Kräuterseitling zu wagen?
Im Übrigen nicht alles hat Funktioniert, hatte probiert Brut von Auster und Rosenseitling weiter zu vermehren. Dazu habe ich Roggenkörner im Dampfkochtopf 45min gekocht besser gesagt gedämpft (3 Gläser mit Auster 2mit Rosenseitling) der Rosenseitling ging schief der war schön grün.
Ein Sack mit Rosenseitling zeigte etwa nach 3 Wochen einen grünen Schimmelfleck, hätte ihn dann von den anderen Säcken getrennt und vergessen wollte den Sack noch ein paar Tage Beobachet und stehlte ihn deshalb ins Gewächshaus hinter der Heizung also schattig.
Etwa 14 Tage spähter wollte ich das Teil entlich mal entsorgen und das Ding war zu meinen Erstaunen voller rosa Pusteln und gerade dieser Sack brachte den besten ersten Ertrag.
Also geschehen auch im Pilzanbau Wunder oder sehe ich das verkehrt?
Viele Grüße Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Sonntag, 18. Juli 2010 13:53 
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Ehren - Member

Registriert: Mittwoch, 15. Juli 2009 11:30
Beiträge: 369
Waaahhhh deine Austern sehen ja toll aus! Jetzt haste was zu essen!

Hm... Es ist schon nicht gerade optimal, die grünen Flecken im Substrat, und je aufgebrauchter das Substrat ist, desto grüner wird es. Da das Myzel des Rosenseitlings schwächer wird und der Schimmel stärker.
Ich würde den Block (oder Wurst oder so) spätestens nach der nächsten Welle entsorgen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Dienstag, 20. Juli 2010 14:06 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 31. Januar 2010 19:20
Beiträge: 10
Hallo blubb0211
Danke deiner lobenden Worte war selber erstaunt wie die Austern abgehen, hebe einen großen Teil verschenkt und eine Ladung eingefrohren.

Mit den Rosenseitling würde mich schon Interressieren wie viel Wellen der trotz des Schimmels bringt. Auf jedenfall werde ich mir für nächstes Jahr einen anderen Brut Hersteller suchen. Die Endteuchung über die Limonenbrut die sich als Auster entpuppt hat war zu groß vor allen dingen keine Reaktion auf meine Mail finde ich Traurig.
Viele Grüße Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Sonntag, 25. Juli 2010 11:46 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 04. Mai 2008 13:11
Beiträge: 163
Hallo

also entsorgen würde ich die noch nicht. ich grabe die immer ein und meistens bringen sie dann im folgenden jahr nochmal 1-3 wellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Sonntag, 25. Juli 2010 18:36 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 31. Januar 2010 19:20
Beiträge: 10
Hallo Zotti
Danke für den Tipp mit den eingraben, werde ich auch so machen.
Viele Grüße Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Sonntag, 22. August 2010 02:25 
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Neuling

Registriert: Samstag, 21. August 2010 21:00
Beiträge: 7
Zotti hat geschrieben:
Hallo

also entsorgen würde ich die noch nicht. ich grabe die immer ein und meistens bringen sie dann im folgenden jahr nochmal 1-3 wellen.



hi,
sry, wo gräbst du sie ein?
In ein Casing oder in die Erde oder in den Garten?

_________________
Erfahrungen sammelt man wie Pilze: einzeln und mit dem Gefühl, dass die Sache nicht ganz geheuer ist.

Erskine Caldwell, 17.12.1903 - 11.04.1987
US-amerik. Schriftsteller


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Sonntag, 22. August 2010 18:56 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 04. Mai 2008 13:11
Beiträge: 163
ich hab da so ein nettes schattiges plätzchen hinterm hühnerhaus. und da grab ich die einfach so zu 2/3 ohne folie ein. in ganz normale gartenerde. zum teil deck ich dann alles noch ab mit Zeugs was so anfällt im garten Heckenschnitt oder so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen eines Anfängers
BeitragVerfasst: Mittwoch, 25. August 2010 00:04 
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Neuling

Registriert: Samstag, 21. August 2010 21:00
Beiträge: 7
OK, danke

_________________
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Erskine Caldwell, 17.12.1903 - 11.04.1987
US-amerik. Schriftsteller


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