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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Sonntag, 03. März 2019 09:17 
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Pilzfreund

Registriert: Mittwoch, 22. November 2017 19:09
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Um nochmal zur giftlorchel zu kommen die fruchtkörper die im mulch wachsen sind immer winzig im Gegensatz zu denen die ich vor 2-3 Jahren in einem nadelwald (hauptsächlich Fichten, aber immer wieder waren auch Birken, lärchen und Kiefern mit eingestreut) gefunden habe in diesem Wald war alles voll mit den Giftlorcheln ob die da schon kommen kann ich nicht sagen. In dem Wald wachsen im Herbst Steinpilze, Birkenpilze, Lärchen-/Kuh rörlinge, div. Täublinge, Kuhmaul,...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Sonntag, 03. März 2019 09:25 
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Pilzfreund

Registriert: Mittwoch, 22. November 2017 19:09
Beiträge: 95
Die Wege in diesem Wald bestehen übrigens aus kalksplitt, die lorcheln sind nie direkt am wegrand gewachsen meistens ein paar Meter entfernt von den wegen.
Zur Vegetation: Torfmoose, normale Moose, Heidekraut, Heidelbeeren, angeritten, Fingerhut, div. Gräser, Binsen,...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Sonntag, 03. März 2019 09:28 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 25. Februar 2018 17:56
Beiträge: 180
Nun ja, Ich denke was das "auswaschen" der Nährstoffe und das "reinwachsen" betrifft, ist das eine sowohl als auch Sache. Und dass man aus Körnen Nährstoffe waschen kann, sieht man ja an der Einweichbrühe, wenn man Körner einweicht.

Ich denk mir halt, dass die Morcheln einen großen Vorteil haben im Frühjahr Sporen zu produzieren, wenn die neue Streuschicht aus dem Vorjahr durch den Frost im Winter von Konkurrenz befreit ist. Deswegen tippe ich auf die Signalkaskade aus Nährstoff Depletion -> Kälte (Frost) -> Wärme -> Nässe -> neue Nährstoffe.

Aber ich kann es wie gesagt nicht testen, deswegen kann ich mir die Hirnw......ei eigentlich sparen.

Das mit der Seneszenz ist ein interessanter Hinweis. Das heißt ich kann mir ein Erneuern meiner Morchelpetries im Herbst sparen. Habe die eben zusammen mit meinen anderen Petries erneuert, weil es mein erstes Wildisolat und viel Arbeit Arbeit war die sauber zu bekommen. Noch wächst es aber wie verrückt.


Zur Giftlorchel:
Hatten auch eine Stelle wo viele Jahre verlässlich die Lorcheln kamen. Da war weder Mulch noch Kalk noch sonstwas, sondern einfach nur Gras und Stauden. Denke die haben ganz andere Bedürfnisse als die Morcheln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 09:09 
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Pilzfreund

Registriert: Dienstag, 08. Mai 2018 07:58
Beiträge: 90
mariapilz hat geschrieben:
Ich bin jetzt wieder heiß und muss mir das Ausgedruckte hervorholen.
Und täglich ... ähh jährlich grüßt das Murmeltier ... kaum wachsen die ersten Morcheln, kann man wieder in allen Pilzforen die Threads lesen von Leuten, die es wieder versuchen ... zum Ende des Jahres hin wirds dann wieder immer weniger, weil ehh keiner Erfolg hat, Anfang des Jahres im Winter ist's ganz stumm um dieses Thema herum und pünklich zum März/April kommt wieder Schwung in die Diskussion :-)

ohkw hat geschrieben:
Ich denk mir halt, dass die Morcheln einen großen Vorteil haben im Frühjahr Sporen zu produzieren, wenn die neue Streuschicht aus dem Vorjahr durch den Frost im Winter von Konkurrenz befreit ist.
Befreit höchstens von anderen Pilzen, aber Sporen generell sind Frostresistenz ... wenn da also im Letzten Jahr irgendwelche Sporen von anderen Pilzen hingefallen sind, sind die immer noch da, so'n bisserl Frost interessiert die überhaupt nicht ... Sporen sind resistenter, als man glaubt wie hier berichtet wird

_________________
Pilzzucht-DAU ... hat ganz viel Meinung bei wenig Ahnung :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 12:07 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 25. Februar 2018 17:56
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GrafDracula hat geschrieben:
ohkw hat geschrieben:
Ich denk mir halt, dass die Morcheln einen großen Vorteil haben im Frühjahr Sporen zu produzieren, wenn die neue Streuschicht aus dem Vorjahr durch den Frost im Winter von Konkurrenz befreit ist.
Befreit höchstens von anderen Pilzen, aber Sporen generell sind Frostresistenz ... wenn da also im Letzten Jahr irgendwelche Sporen von anderen Pilzen hingefallen sind, sind die immer noch da, so'n bisserl Frost interessiert die überhaupt nicht ... Sporen sind resistenter, als man glaubt wie hier berichtet wird



Sicher. Trotzdem ist das Groß der Pilzsporen im Spätsommer und Herbst auf die Reise geschickt wordne und längst gekeimt. Dass die Mrochel durch die Fruchtkörperbildung im Frühjahr einen Konkurenzvorteil hat ist natürlch nur mal Spekulation. Aber vorstellbar, oder?

Trotzdem sehe ich diverse halbherzige indoor Morchelversuche als relativ sinnbefreit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 18:19 
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Pilzfreund

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Also die Myzelien von heimischen Pilzarten sind Frostresistent, nur die fruchtkörper bei vielen Arten nicht.
Ich hatte dieses Jahr einen Block Limonenseitling bei -10 Grad draußen stehen und er hat es überlebt (Das Myzel).


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 20:34 
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Frühjahrslorcheln enthalten Gyromitrin, chemisch sehr ähnlich dem Raketentreibstoff Methylhydrazin.
Gyromitrin ist sehr flüchtig und wird von den Lorcheln an die Luft abgegeben. Es ist hochgiftig.
Es soll bereits gefährlich sein, sich in einem geschlossenen Raum mit gesammelten Fruchtkörpern aufzuhalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 20:45 
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Pilzfreund

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Deswegen lasse ich die lieber draußen stehen, hatte das schon mal gelesen dass die etwas an die Luft abgeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 21:05 
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ohkw hat geschrieben:
Trotzdem sehe ich diverse halbherzige indoor Morchelversuche als relativ sinnbefreit.

Die Arbeiter die für den Morchelbauern die Brut Säcke auf den Karren laden hätten sollen, haben auch eher halbherzig gearbeitet... :wink:

ohkw hat geschrieben:
Dass die Mrochel durch die Fruchtkörperbildung im Frühjahr einen Konkurenzvorteil hat ist natürlch nur mal Spekulation. Aber vorstellbar, oder?

Vorstellbar ist so einiges :mrgreen:
auch daß das schnelle Wachstum vorteilhaft ist... Aber gut... lassma das...jeder hat so seine Pilz Präferenzen :lol: ...Und wir haben Toms thread ziemlich verunstaltet.... tschuldigung


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 21:13 
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Pilzfreund

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Beiträge: 95
Das Thema Morcheln finde ich auch sehr interessant, nur momentan finde ich nur die Giftlorcheln aber einige potentielle Fundstellen für Morcheln habe ich schon die ich mal unter Beobachtung halten werde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Mittwoch, 06. März 2019 21:29 
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Pilzfreund

Registriert: Mittwoch, 22. November 2017 19:09
Beiträge: 95
Hir mal Bilder von meinen letzten Morcheln gefunden im April 2016, und sogar 2 Fingerhutverpeln ließen sich finden, allesamt auf Rindenmulch gewachsen.


Dateianhänge:
Dateikommentar: Spitzmorchel (diese war sogar bei mir im Beet gewachsen) und mairitterlinge gefunden im April 2016
20190306_211818.jpg
20190306_211818.jpg [ 763.97 KiB | 539-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Spitzmorcheln und Fingerhutverpeln, gefunden im April 2016 im Rindenmulch.
20190306_211826.jpg
20190306_211826.jpg [ 246.63 KiB | 539-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Giftlorcheln kommen.
BeitragVerfasst: Freitag, 08. März 2019 15:49 
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Pilzfreund

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Bei den Giftlorcheln kommen immer mehr neue dazu momenta ca. 30-40 Stück.


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