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 Betreff des Beitrags: Re: Mit niedrigem Druck sterilisieren ?
BeitragVerfasst: Freitag, 03. August 2018 22:49 
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Und dann mehrmals auf 100° erhitzen? Oder nur 1x lange?


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit niedrigem Druck sterilisieren ?
BeitragVerfasst: Samstag, 04. August 2018 22:26 
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Ständerpilz hat geschrieben:
Oder nur 1x lange?

ja. 1 mal für 10 bis 12 Stunden.

Der wtf Typ hat so einen eckigen PP Behälter. Als Deckel verwendet er so eine PPS Platte... Glaube ich (also so eine feste Isolierplatte die man normalerweise an Hauswände klebt) die schnallt er mit Befestigungsgurte drauf.

Ständerpilz hat geschrieben:
Kannst du mir mal kurz das Prinzip dahinter kurz erklären? Ich werde da auf die Schnelle nicht schlau draus. Soll da nun Druck drauf sein oder nicht? Wie soll das funktionieren?

kornpilz hat geschrieben:
Das Thema war ja auch ohne Druck zu arbeiten .

ich möchte ja auch ohne (viel) Druck arbeiten. Aber jetzt habe ich zu Hause diese Milchkühlung herumstehen bei der man den Deckel so gut verschließen kann ... Und wenn da dann ein Ventil drauf ist, das zb bei 0,3 bar Überdruck aufmacht, dann weiß man wenigstens was da drinnen los ist. Der wtf Typ hat diesen Deckel rundherum mit Handtücher abgedichtet... Das ist ja viel unkontrollierbarer. Ich könnte natürlich auch nur ein Loch im Deckel lassen, das mindestens so groß wie der Einlass ist... Aber ein Ventil finde ich dann schon besser.

Ständerpilz hat geschrieben:
Was spricht gegen simples, mehrfaches Aufkochen?

Dauert zu lange :|


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit niedrigem Druck sterilisieren ?
BeitragVerfasst: Montag, 06. August 2018 09:53 
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Einen geringen Druck herzustellen ist nicht schwer. Schon ein einigermaßen dicht schließender Deckel erhöht geringfügig den Druck. Ältere Dampfdrucktöpfe haben oft ein Loch mit definiertem Durchmesser und ein darauf sitzendes Gewicht als Sicherheitsventil. Das ist recht leicht umzusetzen und kann auf einfache Weise berechnet werden. Auch verschiedene Drücke sind möglich, wenn man verschiedene Gewichte hat. Natürlich ist es von Vorteil, wenn das Gewicht unter dem Ansprechdruck einigermaßen dicht schließt. Daher bietet sich da eine konische Form an. Das Loch sollte allerdings groß genug sein, so dass sich auch bei andauernd laufender Heizung kein extremer Überdruck aufbauen kann! 1-2 mm - wie bei einem alten Dampfdrucktopf - reichen da vermutlich nicht aus


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit niedrigem Druck sterilisieren ?
BeitragVerfasst: Freitag, 10. August 2018 23:40 
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Habe auch schon bei Normaldruck erfolgreich sterilisiert.

5h Aufheizen bis Kerntemperatur >90°C
24h >90°C halten
abkühlen lassen.

Mit Überdruck würde ich in solchen Fässern nicht arbeiten, viel zu gefährlich. Und es sollte Edelstahl sein, die Korrosion bei heißem Dampf ist extrem und eine riesen Sauerei. Ich würde auch keinen externen Dampferzeuger mit Gas oder sonstigem Brenngut verwenden, ist umständlich (Platz, Kamin, Sicherheit). Ein elektrisches Heizelement scheint mir am einfachsten und man ist damit flexibel. Auch solche Polypropylen Tanks wie auf YT würde ich nicht nehmen, der WTF Typ hat zwar ein Händchen für Pilze, aber von Technik versteht er leider nix :P

Zufällig bin ich gerade dabei, so ein Ding zu entwerfen und möchte es mir dann zusammenschweißen lassen. Handelt sich um einen Edelstahltank auf Rollen, 2 oder 3mm Blechdickedicke, 60x80cm, H=80cm, unten kommt ein 3-4 kW Heizstab rein, welcher das Wasser erhitzt und die Substratbeutel, welche auf einem rausnehmbaren Rost liegen, dämpft. Fassungsvermögen 24 Beutel a 4,5 kg bzw. 10l (Unicorn XLS bags). Der Deckel wird dann lose aufgelegt. Isolierung(PU alukaschiert) mache ich an zwei Seiten abnehmbar, damit die Abkühlzeit verringert wird. Soweit ich das durchgerechnet habe, komme ich auf 5h Aufheizheit, dann 24h STerilisationszeit und 16h ABkühlzeit (30°C). So sollte ein 48h Zyklus machbar sein. Einzig das Gewicht macht mir Sorgen, Leergewicht 100kg und beladen 250kg.

Wenn es dann soweit ist kommen natürlich Fotos und Erfahrungsberichte ;)

Dateianhang:
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit niedrigem Druck sterilisieren ?
BeitragVerfasst: Sonntag, 12. August 2018 11:08 
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Beiträge: 724
Palladrium hat geschrieben:
Habe auch schon bei Normaldruck erfolgreich sterilisiert.

5h Aufheizen bis Kerntemperatur >90°C
24h >90°C halten
abkühlen lassen.

24 Stunden ist echt lange. Hast du es denn kürzer auch probiert? Erfahrungsberichte von Anderen (finde ihn leider nicht mehr auf shroomery. ..) berichten von 10 - 12 Stunden. Dieser Typ hat eine Blechwanne (Größe und Abmessungen einer Badewanne) lässt Dampf mittels Dampfgenerator rein. Der Deckel ist eine ca 2 cm Dicke Gummimatte, die mit Spanngurte festgemacht ist.

Palladrium hat geschrieben:
Ich würde auch keinen externen Dampferzeuger mit Gas oder sonstigem Brenngut verwenden, ist umständlich (Platz, Kamin, Sicherheit)

So einen Sauna-dampfgenerator finde ich sicherer als einen Heizstab direkt im Behälter. Der läuft auch mit Strom und man sieht das Gerät wenigstens wenn irgendetwas schief geht. Darüberhinaus produziert er sofort Dampf, man braucht sich keine Sorgen machen, daß der Wasserstand zu niedrig ist, da das Ding einen Wasseranschluss hat.

Ständerpilz hat geschrieben:
Einen geringen Druck herzustellen ist nicht schwer. Schon ein einigermaßen dicht schließender Deckel erhöht geringfügig den Druck.

ja eben. Da ist mir aber lieber ich habe ein (zur Sicherheit 2ventile) Ventil(-e) das sehr früh aufmacht. Sagen wir mal so 5 psi Überdruck) ....und ein Manometer drauf... Als daß der Deckel auf dem Topf "tanzt"

Irgendwie finde ich aber kein passenses Ventil - wohl weil ich keine Ahnung davon habe - die meisten fangen bei einem bar an... Offenbar gibt es auch Ventile bei denen man den Ablassdruck manuell einstellen kann...

Aber ich brauche sowieso den Richtigen (!) der mir das macht. :|


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit niedrigem Druck sterilisieren ?
BeitragVerfasst: Sonntag, 12. August 2018 16:16 
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mariapilz hat geschrieben:
Ständerpilz hat geschrieben:
Einen geringen Druck herzustellen ist nicht schwer. Schon ein einigermaßen dicht schließender Deckel erhöht geringfügig den Druck.

ja eben. Da ist mir aber lieber ich habe ein (zur Sicherheit 2ventile) Ventil(-e) das sehr früh aufmacht. Sagen wir mal so 5 psi Überdruck) ....und ein Manometer drauf... Als daß der Deckel auf dem Topf "tanzt"

Irgendwie finde ich aber kein passenses Ventil - wohl weil ich keine Ahnung davon habe - die meisten fangen bei einem bar an... Offenbar gibt es auch Ventile bei denen man den Ablassdruck manuell einstellen kann...

Aber ich brauche sowieso den Richtigen (!) der mir das macht. :|

Wie schon gesagt: Es würde ein Pinöppel mit Öffnung reichen, auf die man ein Gewicht setzt. Die Öffnung sollte im freien Querschnitt so bemessen sein, dass sich ohne Gewicht drauf gar kein Druck anstauen kann. Ferner wäre es sinnvoll, das Rohr bzw Röhrchen bzw. den Pinöppel maschinell schräg anzuschleifen um die Dichtfläche zu erhöhen (am besten im Winkel des Bohrers). Das Gewicht darauf braucht natürlich eine passende Bohrung, so dass es auf dem Pinöppel sitzen kann. Ist der Druck so hoch, dass er das Gewicht hoch heben kann, dann kann der Druck auch entweichen. Sehr einfaches Prinzip und wurde auch früher bei Dampfdrucktöpfen angewandt. Es sollte durchgehend so viel geheizt werden, dass permanent etwas über das Gewicht-Ventil entweicht. Das muss nicht viel sein, einfach so, dass man es hört. Die Berechnung vom Gewicht kann ich dir zeigen, das ist nicht das Problem. Den Rest dürfte dir jeder Schlosser oder andere im metallverarbeitenden Bereich Tätige machen können.

Manometer ist imho überflüssig. Bei sehr geringen Drücken könntest du auch Wassersäule verwenden. Ein bar Überdruck entspricht 10 m Wassersäule. Wenn du aber das Gewicht verwendest, dann weißt du ja sowieso, wie hoch der Druck ist. Manometer sind außerdem fehleranfällig. Da könnte man IMHO besser die Temperatur messen, zumal das ja sowieso die Größe ist, die dich interessiert.


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