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 Betreff des Beitrags: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Sonntag, 18. Februar 2018 18:27 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 18. Februar 2018 17:31
Beiträge: 3
Hallo zusammen

Ich habe mich heute erst registriert, das ist jetzt mein erster Beitrag. Ich denke der Austausch hier wird mich bereichern in meiner Arbeit.
Seit ca. 3 Monaten bin ich jetzt schon fleissig am Pilze kultivieren und habe viel Freude daran gewonnen.
Als erstes möchte ich doch schon gleich ein für mich zweckmässiges Thema eröffnen und zwar die Herstellung von Gläsern.
Wie macht man das genau?

Bis jetzt habe ich immer mit verschlossenen gläsern gearbeitet. Es ging recht lange bis diese durchgewachsen waren. Dann habe ich, wenn ich gemerkt habe, dass der Sauerstoff knapp ist, den Deckel nur aufgeschraubt ohne anzuheben, das klappt eigentlich auch ganz gut bis zu 2-3 Wochen, dann schleicht sich doch noch irgendeine Kontamination rein :roll:
Meistens immer das gleiche Bakterium :lol:

Ich beimpfe die Gläser immer mit einem Stückchen Myzel von einer Agarplatte.

Wie kann ich denn den Gasaustausch gewährleisten?
Reicht da ein Loch mit filterwatte im Deckel aus? Denn da bin ich skeptisch. Und ist doch auch sehr Arbeitsaufwendig.
Ich habe mal mit Tyvek gearbeitet, doch da sind mir immer alle Gläser kontaminiert.

Habt ihr Tipps, vT. alte Beiträge oder kleine Anleitungen und Erfahrungen für mich?
Was für Materialien und "Konstruktionen" von Gläsern könnt ihr empfehlen?

Ich hoffe dass ich nicht gleich zu beginn zu doof war die Suchfunktion richtig zu nutzen^^ :D

Mit freudlichen Grüssen
Der Waldläufer


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Sonntag, 18. Februar 2018 18:50 
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Beiträge: 749
Wohnort: Nordhessen, bei Wolfhagen
Hallo Waldläufer, willkommen im Forum!

Zitat:
Wie kann ich denn den Gasaustausch gewährleisten?
Reicht da ein Loch mit filterwatte im Deckel aus? Denn da bin ich skeptisch.

Loch und Filterwatte geht sehr gut. Alternativ gehen auch Zigaretten-Eindrehfilter.
Zitat:
Ich hoffe dass ich nicht gleich zu beginn zu doof war die Suchfunktion richtig zu nutzen^^ :D

Doch, warst Du. :mrgreen:
Aber kein Problem, hier ein Thread zum Thema:
Luftfilter: Küchenschwamm und Zigarettenfilter
Zitat:
Und ist doch auch sehr Arbeitsaufwendig.

Nicht wirklich - Loch bohren, Watte oder Zigarettenfilter reinstopfen, fertig. Ich mache das vor dem Autoklavieren, das erlaubt Druckausgleich durch den Filter, und ich brauche die Deckel nicht lose aufzulegen, sondern kann gleich zumachen.

Was für Pilze züchtest Du denn?

Viele Grüße, Martin

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Sonntag, 18. Februar 2018 19:27 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 18. Februar 2018 17:31
Beiträge: 3
Danke vielmals für die schnelle Antwort.
Das mit den Zigarettenfiltern klingt für mich recht vernünftig, günstig und einfach :D

Muss ich das loch viel kleiner machen als der Zigarettenfilter, damit der "gequetscht" ist oder etwas lockerer damit noch gut Luft durch kann?


Hauptsächlich züchte ich Zitronen- und Rosensaitlinge. Angefangen habe ich vor ca. einem Jahr mit dem unsterilen klonen von Kräutersaitlingen und Lungensaitlingen aus dem Supermarkt.

Nebenbei habe ich noch beimpfte Baumstämme mit Igelstachelbart(ob der noch lebt weiss ich nicht), Shiitake, Lungensaitlingen, Schwefelköpfchen und Nameko, in Zukunft möchte ich aber meine Brut immer selber machen.

Mit freundlichen Grüssen
Der Waldläufer


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Montag, 19. Februar 2018 09:57 
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So präpariere ich meine Deckel: mit einem Teppichmesser schneide ich das Loch aus ca.5x5 mm. Dann stecke ich einen halben wattepad fest durch. An der Unterseite wird die watte etwas zerzaust und dann abgeschnitten, sodass der "wattezipfel" die Oberfläche der getreidekörner nicht berühren kann. Meine watte ist echt fest drin. Also ziemlich dicht.

Wenn du zigarettenfilter verwenden willst musst du sicher ein schöneres/rundes Loch machen..Mit der fest eingestopften watte werden auch die Ecken gut geschlossen.

Waldläufer hat geschrieben:
Muss ich das loch viel kleiner machen als der Zigarettenfilter, damit der "gequetscht" ist oder etwas lockerer damit noch gut Luft durch kann?

.Ich schätze der zigarettenfilter könnte schon etwas "gequetscht" im loch sein. Bei meinem "wattepadstöpsel" kommt nicht viel Luft durch.

Waldläufer hat geschrieben:
Dann habe ich, wenn ich gemerkt habe, dass der Sauerstoff knapp ist, den Deckel nur aufgeschraubt ohne anzuheben, das klappt eigentlich auch ganz gut bis zu 2-3 Wochen, dann schleicht sich doch noch irgendeine Kontamination rein :roll:
Meistens immer das gleiche Bakterium :lol: r

Vielleicht solltest du mehrere agarstücke reinschmeissen. 3 Wochen kommt mir lang vor bis das Glas ganz durchgewachsen ist. Welches bakterium? Wie erkennst du es?

maria
...Das foto vergessen. ..


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Dienstag, 20. Februar 2018 11:16 
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Ehren - Member
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Ich mache meine Deckel genauso wie mariapilz !

Nur bohre ich sie und wenn ich gut drauf bin Lackierer ich die Bohrlöcher mit Nagellack.

Aufmachen wenn keine Luft mehr drin ist ... Öffnen kein e gute Idee !

_________________
Alle Pilze sind essbar , manche nur einmal ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Dienstag, 20. Februar 2018 22:20 
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Ich benutze immer etwas spitz zulaufendes mit rundem Querschnitt, z. B. einen Dorn. Damit mache ich das Loch genau so weit, dass der Zigarettenfilter einerseits nicht durch fällt, aber andererseits auch nicht zu stark gequetscht wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Mittwoch, 21. Februar 2018 04:39 
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schööön zu sehen und zu lesen

ich mache es aber so
ich kann leider keine Watte anfasen
ich benutze lieber Topf-Schwämme aber sauber aus die Tüte

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die Roggen oder Weizenkörner die ich nutze werden immer 24-48 Stunden in kalten Wasser eingeweicht danach gut gespült bis nur noch klares Wasser im Topf ist meist 3-4 Liter gehen da schon mal weg aber ist wichtig darf kein trübes Wasser mehr sein sonst gibt es Konti

1-2 Stunden im Sieb abtropfen lassen und rein in die Gläser mit 1 Ess- Löffel Vermiculit
das Vermiculit als erstes ins Glas

danach alles in den DDKT für 1h und am nächsten Tag wieder 1h

bei mir immer nur 4 Gläser mehr passt nicht rein

aber 1 von 12 Gläsern hat immer mal nen Konti damit muss man aber leben

Pilzfreund _Hatti_ hat auch gute Rezepte für Gläser oder Körner behandlung


viel spass weiter

grüsse Benny :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Dienstag, 27. Februar 2018 21:45 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 18. Februar 2018 17:31
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Ihr seit ja fleissig :D

Ich probiere jetzt erstmals die Methode mit den Zigarettenfiltern, da hab ich auch gleichsahen ein passenden Schraubenzieher gefunden um die Löcher zu machen.

Ist es denn nötig zweimal zu Sterilisieren?


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Mittwoch, 28. Februar 2018 05:35 
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Ehren - Member

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Beiträge: 291
Wohnort: Dessau Sachsen- Anhalt
guten morgen...

unsere DDKT egal ob teuer oder billig haben meist nur 1 PSi ( Höchst temperatur )also rund 0,07 Bar also rund 115C- 117C Temp. reicht aus aber ich mach es dann lieber zweimal

so ein All American

ich besitze leider ( noch ) keinen...( ich glaube meine Frau würde mich erschlagen 250€- 500€ wenn nicht noch mehr )... der baut viel mehr druck auf und es passt viel rein ... aber ist scheiße Teuer und leider in Deutschland schwer zu bekommen... kommt meist aus der USA übern großen Teich

aber egal 1h am 1. Tag und noch mal 1h am 2. da kann man sagen das Körnerzeug ist jetzt steril
mit ein normalen 6L-10L DDkt


grüsse Benny :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Freitag, 02. März 2018 10:09 
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Ehren - Member
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So ein all American ist schon was feines ! Aber wie du schon schreibst der Preis .....
Ich habe einen Alu 35 Liter Topf der tut sein Ding sehr gut .

Ob einmal sterilisieren reicht ... Normal schon .
Wichtig ist dass, man Korn vorher einweicht, denn dann fangen die meisten Sporen an zu keimen.
Sonst lass doch einfach Mal ein Glass eine Woche stehen
Wenn nichts zu sehen ist .....gut !

Ich bilde mir ein das der Faktor abkühlen auch sehr wichtig ist.
Es kommt mir so vor als hätte ich weniger kontis wenn ich den Topf 12 Stunden abkühlen lassen. Wenn ich so nach 3-4 Stunden das Ventil langsam öffne hab ich mehr kontis.
Warscheinlich funktioniert das nur gut vor dem hepa Filter da keine Sporen eingesaugt werden .

_________________
Alle Pilze sind essbar , manche nur einmal ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen über die Herstellung von Gläsern...
BeitragVerfasst: Freitag, 02. März 2018 14:52 
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Ehren - Member
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Registriert: Donnerstag, 18. August 2016 22:03
Beiträge: 813
kornpilz hat geschrieben:
:arrow: Ich bilde mir ein das der Faktor abkühlen auch sehr wichtig ist.
Es kommt mir so vor als hätte ich weniger kontis wenn ich den Topf 12 Stunden abkühlen lassen. Wenn ich so nach 3-4 Stunden das Ventil langsam öffne hab ich mehr kontis.
Warscheinlich funktioniert das nur gut vor dem hepa Filter da keine Sporen eingesaugt werden .

vor kurzem habe ich in 4 Tagen 10 Säcke a 3,5 kg im ddkt für 3 Stunden sterilisiert. An einem Tag mit 3 säcken habe ich beinhart das Ventil geöffnet und den Sack brennheiß herausgehieft. im Wohnzimmer abgekühlt. gleich den nächsten Sack rein... ich stelle meine Säcke zum abkühlen immer erhöht hin. Also nie auf dem Boden. Ich glaube hab mal gelesen.. Die meisten sporen/kontis liegen am Boden.

Gläser braucht man nicht 3 Stunden sterilisieren. ..2 reichen auch

was vergessen... Alle Säcke sind so gut wie durchgewachsen. Sie wurden mit 10% Brut beimpft. dh. 350 g brut auf 3500 g korn.


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