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 Betreff des Beitrags: Warum machen wir unsere brut meist aus Getreide?
BeitragVerfasst: Dienstag, 28. August 2018 07:50 
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Ehren - Member
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Moin moin,

Mal ne doofe Frage . Aber warum nutzten wir meist Weizen oder ähnliche grosse Körner als Brut.

Wäre es nicht besser ein kleines Getreide zu nutzen. Sowas wie Hirse oder vielleicht sogar Sägemehl sollte funktionieren.
Das durchwachsene Sägemehl dürfte nicht so konti anfällig sein und das mycelium ist gut verteilt.

_________________
Alle Pilze sind essbar , manche nur einmal ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum machen wir unsere brut meist aus Getreide?
BeitragVerfasst: Dienstag, 28. August 2018 12:20 
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Pilzfreund

Registriert: Montag, 28. Mai 2018 21:46
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Ich kann nur für mich selber mit meiner bescheidenen Erfahrung sprechen:

Hauptgrund ist wohl, es ist praktisch. Ich kann die Körner, wenn sie übrig bleiben, auch essen. Ich kann sie einfach im Supermarkt kaufen. Ich kann sie besser trennen (durch schütteln) und sehen (ohne Brille) wenn sie durchwachsen weil sie größer/schwerer sind. Und sie enthalten für den späteren Pilz schon eine Menge Energie.

Ich hatte allerdings im "Pilzpaket" beim Vereinzeln auf Töpfe schon den Eindruck, dass da Hirse benutzt wurde (ws ja auch Getreide ist) - also so ganz kleine Körnchen, und natürlich Kaffeesatz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum machen wir unsere brut meist aus Getreide?
BeitragVerfasst: Dienstag, 28. August 2018 15:52 
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Ehren - Member
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Roggen ist doch hervorragend. In einem Pflanzenembryo ist zudem alles drin an Nährstoffen. In Sägemehl ist kaum was drin, außer Lignin und Cellulose. Roggen kann man recht gut schütteln. Mach das mal mit Reis! Roggen ist überall verfügbar. Hafer kann man auch nehmen, klumpt aber auch stark. Also ich finde Roggen wirklich ideal und er ist gut verfügbar.

Glaube aber nicht, dass in den gekauften Pilzkulturen Kaffeesatz drin ist. Das ist bestimmt was anderes.

Wenn man eine tolle Idee hat, warum die nicht ausprobieren? Ich für meinen Teil sehe aber überhaupt gar keinen Anlasse etwas anderes zu nehmen als Roggen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum machen wir unsere brut meist aus Getreide?
BeitragVerfasst: Dienstag, 28. August 2018 19:39 
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kornpilz hat geschrieben:
Wäre es nicht besser ein kleines Getreide zu nutzen. Sowas wie Hirse oder vielleicht sogar Sägemehl sollte funktionieren.

ich habe mal bei - Pilzjäger Pilzbauer in Graz/Ö - Brut bestellt. Der verwendet eine "Vogelfuttermischung" als "Trägermaterial". Hirse war auf jeden Fall drin.. Und ich glaube auch Leinsamen.

Ich glaube daß man bei der Körnermischung nur darauf achten soll, daß der Größenunterschied nicht markant ist. Wenn man Hirse mit Roggen mischt ist die Hirse sicher gleich durchwachsen (ist Hirse nicht hohl?), während der Roggen noch braucht.

Ich habe mal über Gras samen nachgedacht... es ist aber beim denken geblieben. Bedenken hatte ich wegen der Spelzen .. Wenn das "patzig" wird? Vielleicht hat ja jemand von euch noch eine Handvoll Grassamen. ..Und Bock es zu probieren? Sind Grassamen auch so nährstoffreich wie Getreide?

Sägemehl. .. Pilzmännchen gibt der Körnerbrut Sägemehl bei. Vielleicht als Vermiculite Ersatz. Sie Preisen es an eben weil mehrere Impfherde aber auch weil der Pilz dann schon einen Vorgeschmack zum Substrat bekommt.

Ich habe auch schon Anstatt Vermiculite Stroh (das ganz feine was durch das gehexeltes durchfällt) genommen. Mit Roggen/Weizen 50:50. Hat gut funktioniert. Kalkulierbarer/komfortabler ist aber für mich Vermiculite.

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum machen wir unsere brut meist aus Getreide?
BeitragVerfasst: Dienstag, 28. August 2018 21:16 
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Registriert: Donnerstag, 21. April 2016 14:15
Beiträge: 891
Wohnort: Rheinkreis Neuss
Der große Vorteil bei Getreide ist: damit macht man nichts falsch, unabhängig von der Pilzart. Sägespäne würde ich vielleicht für das spätere Substrat nehmen bzw diesem beimischen. Vermiculite ist was Feines, aber hat ja keine Nährstoffe und verbessert "nur" die Belüftung, ist wasserregulierend und sorgt für bessere Rieselfähigkeit. Reis zum Beispiel ohne Vermiculite ist einfach nur ein fester Klumpen, selbst mit Vermiculite noch, wenn es nicht genug war. Dadurch steigt aber natürlich auch das Volumen ohne dass mehr Nährstoffe ins Substrat kommen. Hafer klebt auch gut aneinander. Nennenswerte Unterschiede in der Qualität der späteren Pilze sind da eigentlich nicht zu erwarten. Eventuelle Unterschiede in der Wachstumsgeschwindigkeit kommen sehr wahrscheinlich von anderen Faktoren.


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