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 Betreff des Beitrags: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Mittwoch, 04. März 2009 14:11 
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Neuling

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Beiträge: 21
hey leute,
mir ist da sowas blödes passiert, und hab immernoch nicht ganz den durchblick warum wieso weshalb :S

ich hatte in meiner brutkammer (25-27°C bei 95% luftfeuchtigkeit) nen paar gläser mit mycel und einige petris... eigentlich ist alles super gewachsen, innerhalb von 3-4 tagen konnte ich mit nen teelöfel grossen stück mycel nen marmeladenglass mit samen/körnern komplett bewachsen.... naja, jedenfalls bin ich dann etwas über nen monat weg gewesen meine eltern im ausland besuchen... und als ich wieder zurück kam war alle meine gläser schrott :S übrig von allem waren nur noch 2 petris, von denen ich was retten wollte, aber das mycel hatte einfach keine vitalität mehr... ist nicht mehr gewachsen... so nen mm in einer woche vielleicht :S:S:S.... in der zeit wo ich weg war hatte meine freundin aus alles aufgepasst, sie meint aber sie hätte nix weiter dran gemacht.... wisst ihr wie dass kommen konnte? 3 gläser waren gläser mit reismehl und vermikulit und auch schon 2 monate alt... keine kontis... aber wie gesagt, alles weg, auf einem schlag... mycel wurde inaktiv und dann kontaminiert...


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 04. März 2009 23:31 
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Zitat:
3 gläser waren gläser mit reismehl und vermikulit und auch schon 2 monate alt.

... und dann nochmal einen Monat bei ~26° weiterbebrütet = überlagert - wenn man das noch so nennen kann. :wink:
Durchwachsenes (ob Petri oder Brutgläser) sollte eigentlich kühl gelagert werden wenn es denn nicht gleich benötigt wird.


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 18. November 2009 14:28 
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Pilzfreak

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Irgendwann erstickt das Mycel durch seine eigenen Abbauprodukte und am Sauerstoffmangel, wenn Petrischalen hermetisch verschlossen sind. Auch die Nahrung wird aufgebraucht. Ein halb ersticktes und ausgehungertes Mycel bekommt natürlich einen Schaden. Bei tieferen Temperaturen kann man den Stoffwechsel reduzieren, wobei der Schaden später auftritt. Fälschlicherweise wurde dieser Schaden oft mit Mycelalterung gleichgesetzt, wobei ein Mycel eigentlich nicht altert, sofern die Lebensbedingungen optimal sind, d.h. Zufuhr neuer Nahrungsstoffe und Abfuhr der Stoffwechselendprodukte gewährleistet sind. Das ist in einer Petrischale kaum zu realisieren.

MfG Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Mittwoch, 25. Januar 2012 23:52 
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Pilzfreak
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Hallo,

bedeutet das, eigentlich könnte ich meine Austernbrut unendlich lange vermehren, vorausgesetzt ich ändere regelmäßig seine Nahrung.
Beispiel: Roggen --> Weizen-->Gerste---> Roggen


bwg Dirk


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Donnerstag, 26. Januar 2012 16:27 
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Nein, so leicht ist das auch nicht
Pilze leben ja auch nicht unendlich lang, wie bei jedem mehrzelligem Organismus is auch bei ihnen
eine natürliche Grenze eingebaut (recht kompliziert, wenns dich interessiert: Telomere)
ein "frischer" Strain is in der Lage circa eine LKW-Ladung Substrat zu besiedeln, bevor er diese Grenze erreicht,
also für einen Hobbyzüchter fast unendlich ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Donnerstag, 26. Januar 2012 22:05 
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Pilzfreak
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Wohnort: 48485 Neuenkirchen
LKW-da kann meine Auster noch lange wachsen

LKW-ca. 1.400m lang

Dateianhang:
TitanTrain.jpg
TitanTrain.jpg [ 71.12 KiB | 3428-mal betrachtet ]



ist schon wahnsinn, wie groß Pilze werden können.

bwg Dirk


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Donnerstag, 26. Januar 2012 23:03 
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Neuling

Registriert: Sonntag, 08. Januar 2012 19:03
Beiträge: 39
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Aylindirk hat geschrieben:
LKW-da kann meine Auster noch lange wachsen

LKW-ca. 1.400m lang

Dateianhang:
TitanTrain.jpg



ist schon wahnsinn, wie groß Pilze werden können.

bwg Dirk


Zitat Wikipedia:

Zitat:
Wachstum, Alter und Größe von Hallimaschen [Bearbeiten]

Das im Jahr 2000 aufgrund eines zunächst rätselhaften Waldsterbens entdeckte Myzel einer Hallimaschart (A. ostoyae) im Malheur National Forest (Oregon, USA) wurde wegen seiner Ausdehnung von über 880 Hektar, des errechneten Alters von mindestens 2400 Jahren und seiner Masse von etwa 600 Tonnen als das größte bekannte Lebewesen der Erde bezeichnet.[13] Es gibt aber wahrscheinlich noch ausgedehntere Bestände klonal wachsender Pflanzen wie Schilf, Heidelbeere, Bambus und ähnliches, die ein größeres Gesamtgewicht aufweisen. Der größte Hallimaschklon Europas – ebenfalls A. ostoyae – wurde 2004 in der Schweiz beim Ofenpass entdeckt. Er ist im Durchmesser 500 bis 800 Meter groß, bedeckt eine Fläche von 35 Hektar und ist etwa 1000 Jahre alt.[14]


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Freitag, 27. Januar 2012 00:22 
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Pilzfreak
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Beiträge: 145
Wohnort: 48485 Neuenkirchen
Genau, das meinte ich mit Größe und dann noch das Alter und man sieht nur die kleinen Fruchtkörper.

bwg


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Freitag, 27. Januar 2012 12:19 
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Pilzfreak

Registriert: Donnerstag, 28. Januar 2010 17:45
Beiträge: 158
ich würde auch coissek zustimmen, schädliche stoffwechselprodukte, nährstoffmangel führen zur schädigung und damit zum vitalitätsverlust (sauerstoff wird nur sehr wenig benötigt, bei einem mangel fährt der pilz den stoffwechsel runter das ist sogar erwünscht um kulturen lange bei raumtemp. zu lagern) - bei pilzen ist das mit dem altern recht kompliziert und sicherlich nicht auf eine sondern auf viele eigenschaften zurückzuführen - das mit dem 2400 jahre altem halimasch ist ein gutes beispiel der ist auch nicht degeneriert.. pilze verfügen über mehrere mechanismen die auch ohne geschlechtliche vermehrung genetische rekombination ermöglichen etc. aber zum einen weiß ich selbst nicht sonderlich gut darüber bescheid und zum anderen ist dass bei pilzen auch noch nicht gut erforscht. außerdem gibt es bei den geschätzten 1.5 mio arten natürlich auch große unterschiede zwischen den einzelnen arten.

@ E.coli: ein "frischer" Strain is in der Lage circa eine LKW-Ladung Substrat zu besiedeln, bevor er diese Grenze erreicht
woher hast du die info? glaube ich nicht.. mycelia, somycel und wie sie alle heißen produzieren über jahre Brut von den selben strains - mit sicherheit mehr als einen lkw pro sorte - aber auch die verlieren trotz aller technik ab und zu einen strain, dann aber eigentlich eher weil dieser eine seine positiven eigenschaften einbüßt hat und nicht weil der strain überhaupt nicht mehr wächst - wobei so was auch nicht auszuschließen ist.


gruß hauke


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 Betreff des Beitrags: Re: vitalitätsverlust :S:S:S
BeitragVerfasst: Montag, 30. Januar 2012 10:35 
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Registriert: Montag, 21. November 2011 17:05
Beiträge: 73
das war natürlich nur ein kleiner Anhaltswert für Hobbyzüchter, pauschalisieren kann man bei Lebewesen natürlich nie
Ich hab ausserdem mal von nem (halb-)kommerziellen Züchter gehört, dass man in dem Geschäft die Strains immmer
wieder auswechseln muss, bzw wird wenn ein neuer eingeführt wird schon am nächsten "gebastelt" der den dann absetzen wird,
aber das macht auch sicher jede Frima anders und von Spezies zu Spezies gibts da sicher auch wieder riesige Unterschiede


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