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Guerillia Growing beim Reishi?
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Autor:  Trüffel [ Mittwoch, 11. März 2015 10:10 ]
Betreff des Beitrags:  Guerillia Growing beim Reishi?

Wärs beim Reishi nicht eine gute Idee den irgendwo im Wald an lebenden und toten eichen zu züchten? Anstatt den mühsam auf Chipsies zu züchten müsste das doch auch anders gehen. Angeblich soll der ja auch auf lebenden Eichen wachsen, auf toten sowieso.

Autor:  anbrodi [ Dienstag, 31. Januar 2017 11:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guerillia Growing beim Reishi?

Funzt einwandfrei an Ästen oder Stämmen die man nach dem durchwachsen wieder auswildert... Thema : natürliches Habitat! Ernte dann im Sept/Okt.
Länger schon rumliegendes Holz ist wahrscheinlich schon von anderen Pilzen besetzt... Aber Versuch macht kluch...!!

Autor:  Dontmesswiththeoyster [ Dienstag, 31. Januar 2017 11:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guerillia Growing beim Reishi?

Hallo,

ich hab mal genau das Gegenteil gemacht: Ich habe in eine malten Birkenhain Totholz mit Birkenporlingsmyzel gesammelt und in den Garten ins Farnbeet sowie in einen Müllsack in den Keller gestellt. Die im Keller sind nix geworden, die im Garten schon.

Ich stimme anbrodi zu:
Prinzipiell müsste das gehen, daheim einfach einen Stamm beimpfen kurz anwachsen lassen und dann ab in den Wald. Die Klimasteuerung erledigt dann der Wald für dich :D Direkt lebende Eichen im Wald zu beimpfen halte ich für unmoralisch zumal es auch illegal ist und der Forstwirt sich bestimmt nicht freut. Außerdem kann der Reishi wahrscheinlich eh nur besonders schwache und alte Bäumen erfolgreich befallen. Bei Totholz hast du das Problem mit den Konkurrenzpilzen wie anbrodi bereits erwähnt hat, aber probiere es ruhig mal, wen nes klappt wäre es natürlich super. Am besten schaust du dass das Habitat auch einigermaßen passt.

Btw.: Bei uns im Wald haben wir eine Stelle, an einem Quellgebiet mit massig Totholz, an der Lackporlinge aller Arten massenhaft wachsen u.a. auch Reishis. Habe mir auch schon welche gepflückt und getrocknet.

vG
Julius

Autor:  Ständerpilz [ Dienstag, 31. Januar 2017 14:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guerillia Growing beim Reishi?

Hallo,

das kann man machen, aber wozu? Und ob der Förster oder Waldeigentümer davon begeistert ist, ist eine andere Frage. Ein Freund von mir hatte auch diese Idee und wusste auch, wo regelmäßig Bäume geschlagen werden, die Stumpen also nicht zu alt sind. Herumliegende Stämme sollte man nicht verarbeiten, die werden abgeholt.

Imho kann man da besser mit einem Nachbarn oder Bauern oder auch Waldeigentümer, sofern man welche kennt, quatschen und ggf was vereinbaren. Ich dachte z.B. mal daran Baumstümpfe in Privatgärten mit Austernpilz etc zu entfernen. Das geht garantiert und viele wollen ihre Baumstümpfe im Garten ja auch los werden.

Was nicht einheimische Arten angeht: diese bitte nicht einfach im Freien anbauen, inbesondere keine Holzschädlinge. Nicht alle sind so begeistert von Pilzen, wie wir ;)

Grüße

Oliver

Autor:  anbrodi [ Dienstag, 31. Januar 2017 15:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guerillia Growing beim Reishi?

Natürlich möchte ich nicht dazu aufrufen lebende, gesunde Bäume mit Pilzen zu infizieren !! Ist eh sinnlos da die Bäume normalerweise mit dem Pilz locker fertig werden...
Was ich oben beschrieben habe ist lediglich die Möglichkeit im natürlichen Habitat die Pilze ohne weiteres Zutun besser wachsen zu lassen , höhere Erträge zu erhalten als wir zuhause im normalen Garten mit viel Technik und drum kümmern je erreichen können da wir den natürlichen Lebensraum nie vollständig ersetzen können. Gilt zumindest für die Holzbewohner...
Apropos Holzbewohner... Ich suche Maitakebrut (Klapperschwamm) !!

Autor:  Dontmesswiththeoyster [ Dienstag, 31. Januar 2017 16:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guerillia Growing beim Reishi?

Zitat:
Natürlich möchte ich nicht dazu aufrufen lebende, gesunde Bäume mit Pilzen zu infizieren !!

Hat dir glaube ich auch keiner unterstellt :wink:.

Zitat:
Was ich oben beschrieben habe ist lediglich die Möglichkeit im natürlichen Habitat die Pilze ohne weiteres Zutun besser wachsen zu lassen

da stimme ich dir zu, ich hab wie schon gesagt ein paar kleiner Stämme zwischen die Farne in einem kühlen feuchten Eck in den Garten (ist mehr ein Wald als Gartengrundstück, da angrenzend an Wald) gestellt und die haben sich da pudelwohl gefühlt.

Zitat:
höhere Erträge zu erhalten als wir zuhause im normalen Garten

Da stimme ich dir nicht zu. Der Ertrag pro eingesetztes Substrat ist bei kontrollierten Bedingungen i.d.R. höher. Außerdem kann man so dass ganze Jahr Pilze ernten, in der Natur geht das nur zu der jeweiligen Saison.

Zitat:
mit viel Technik und drum kümmern je erreichen können

da stimm ich teilweise zu. Um das Holz in der Natur beimpfen zu können muss man ja auch erstmal Brut zum impfen herstellen oder kaufen. Die Herstellung der Amimpfbrut ist eig der energie- und technikaufwändigste Teil (z.B. brauch mein Autoklav 2000W und der läuft dann je 2h). Das Anwachsen und Fruchten bedarf weniger Energie und Technik, da man das ja meist in einem kühlen Raum, z.B. im Keller, oder im Garten macht, außer man ist so verrückt wie Oliver und ich und will auch das Indoor in einem kontrolliertem System, z.B Gewächshaus oder Aquarium, bewerkstelligen :mrgreen: . Aber auch hier brauch man nur einen Bruchteil der Energie, va. wenn man mit energiesparenden Komponenten, z.B. LED anstatt Leuchtstoffröhren oder Perlit und Sprühflasche anstatt Terrarien-vernebler, arbeitet.

Zitat:
da wir den natürlichen Lebensraum nie vollständig ersetzen können.

stimmt, aber wir können teilweise die Bedingungen sogar verbessern, z.B. den Konkurrenzdruck (Schimmel etc) durch sauberes arbeiten minimieren oder die Wachstums und Fruchtungsbedingungen optimieren. In der Natur ist das natürlich alles abhängig von den Umweltbedingungen, wie z.B. Wetter.

Aber dennoch ist es ein schöner Gedanke, zu wissen wo man im Herbst nach seinen Leckerbissen gucken muss. Aber solche Stellen findet man beim Pilze sammeln ja generell und m.M.n muss man da nicht extra Stellen anlegen. Aber wie schon gesagt, das ist nur meine Meinung dazu.

vG
Julius

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