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 Betreff des Beitrags: Bokashi und Pilze
BeitragVerfasst: Samstag, 23. September 2017 21:35 
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Hallo zusammen!

Ich habe mich gefragt, ob die fermentierten Küchenabfälle aus dem Bokashi-Eimer einen guten Zuschlag für Pilzkulturen abgeben könnten. Das hat doch bestimmt schon mal jemand probiert? :)
Das Prinzip ist ja sauere Fermentation. Das Zeug ist dann also mit Lactobacillus besiedelt und dürfte daher recht unanfällig für Kontaminationen sein. Ist bei der Fermentation von Stroh ja nicht viel anders. Bei mir würde vor allem viel Kaffeesatz drin landen, aber auch andere Küchenabfälle (Zwiebelenden, Lauchblätter, Eierschalen etc.pp).

Grüße

Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Bokashi und Pilze
BeitragVerfasst: Sonntag, 24. September 2017 10:05 
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Ständerpilz hat geschrieben:
Das Zeug ist dann also mit Lactobacillus besiedelt und dürfte daher recht unanfällig für Kontaminationen sein.

Wenn es unauffällig für kontis ist.... Dann fängt wahrscheinlich das pasteurisierte substrat nachträglich zu gären an. Und bokashi hat einen ph von 3 - 4 wenn ich mich recht erinnere.

Wenn man jedoch alles autoklaviert ...Und ph wert einstellt. .. Könnte das eine tolle und günstige zuschlag-Idee sein.

Ich habe mal an wurmkot/wurmkiste gedacht (hab mal wo gelesen dass der Kot von seidenraupen für die pilzzucht verwendet wird) denke aber das muss auch autoklaviert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bokashi und Pilze
BeitragVerfasst: Sonntag, 24. September 2017 13:33 
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mariapilz hat geschrieben:
Wenn es unauffällig für kontis ist.... Dann fängt wahrscheinlich das pasteurisierte substrat nachträglich zu gären an. Und bokashi hat einen ph von 3 - 4 wenn ich mich recht erinnere.

Wieso nachträglich? Das ist ja von vornherein Milchsäuregärung.
Zitat:
Wenn man jedoch alles autoklaviert ...Und ph wert einstellt. .. Könnte das eine tolle und günstige zuschlag-Idee sein.
Ich frage mich, ob das überhaupt nötig ist. Mein (sauer fermentiertes) Stroh haben Austernpilz und Kräuterseitling auch gemocht. Und das aus dem Bokashi wäre ja nur Zuschlag. Wäre zwar auch kein Problem den pH einzustellen, aber ich fürchte, dann wäre die Kontaminationsunanfälligkeit auch dahin.

Du hast das also noch nicht probiert, Maria?

mariapilz hat geschrieben:
Ich habe mal an wurmkot/wurmkiste gedacht (hab mal wo gelesen dass der Kot von seidenraupen für die pilzzucht verwendet wird) denke aber das muss auch autoklaviert werden.
Seidenraupen :mrgreen: Also Regenwürmkot geht sicherlich. Oder auch gleich Kompost. Ein Komposter wäre drinnen auch möglich, riecht aber eher.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bokashi und Pilze
BeitragVerfasst: Sonntag, 24. September 2017 18:05 
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Registriert: Donnerstag, 18. August 2016 22:03
Beiträge: 769
Ständerpilz hat geschrieben:
Wieso nachträglich? Das ist ja von vornherein Milchsäuregärung.

das bokashi schon....Auch wenn man eigentlich dafür... effektive Mikroorganismen (da sind wohl noch andere Organismen am werk ausser milchsäurebakterien??)...Als Starter verwendet, aber da du das bokashi als Zuschlag erwähnt hattest...

Du meinst bokashi als Zuschlag zu fermentiertem stroh? Könnte gehen... Champignons könnten drauf abfahren.

Ständerpilz hat geschrieben:
mariapilz hat geschrieben:
Zitat:
Wenn man jedoch alles autoklaviert ...Und ph wert einstellt. .. Könnte das eine tolle und günstige zuschlag-Idee sein.
Ich frage mich, ob das überhaupt nötig ist......

Du hast das also noch nicht probiert, Maria?
nein.
dieses Frühjahr habe ich rasenbokashi hergestellt. Dünger für die gojis. .. Das schwarze, sehr verdichtete zeug? Wäre ich nicht auf die Idee gekommen mir ins substrat zu mischen. Nicht autoklaviert gebe ich bokashi nicht viele Chancen, aber kannst mir ja das Gegenteil beweisen :mrgreen:

Aber warte.... Idee. ... Diese bokashi eimer... Die sind ja so aufgebaut dass im unteren eimer ein Hahn ist und man den Dünger quasi abzapft. (stinkt übrigens überhaupt nicht) man könnte: stroh oder sägemehl mit viel kalk herkömmlich pasteurisieren, schon in Schlauchfolie abpacken, und sogar schon impfen, dann bokashi"saft" in der Flasche autoklavieren und in erkaltetem Zustand per Kanüle zuführen. Vielleicht sollte man den Saft noch vorher etwas reduzieren damit man nicht zuviel Flüssigkeit zuführt..... Werden nährstoffe beim autoklavieten zerstört? Die Organismen die vorher das bokashi bearbeitet haben sind nach dem autoklavieren wohl keine Gefahr mehr für das pasteurisierte substrat.

Oder... Den autoklavierten bokashi saft gar erst dem durchwachsenem substratbeutel zuführen? Kann der Pilz das dann noch verwerten? denke schon.

Das könnte man dann ja mit anderen organischen Düngern auch machen. guano?

Aber wie ist das mit den Nährstoffen? überleben die autoklavieren?


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