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BeitragVerfasst: Mittwoch, 11. Februar 2009 22:33 
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Neuling

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Hi
Die Sklerotienbildung hat eindeutig was mit dem Stamm zu tun.
Hier der Trüffel-Klon-Stamm. G1 ;-)
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Das Glas ist keine 3 Wochen alt. Die Bilder sind vom letzten Samstag.

Schöne Grüße


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 12. Februar 2009 18:14 
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Hallo,

ist bei mir auch so, daß die Menge der Sklerotien vom Stamm abhängt.
Weiß du eigentlich schon, wie du die Sklerotien aus dem Getreide bekommst?

Grüße, Carsten


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BeitragVerfasst: Freitag, 13. Februar 2009 09:37 
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Neuling

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Hallo
Ich wollte eigentlich das Glas als Mutterbrut nehmen und dann damit etliche Liter Brut für die nächsten In/Outdoor Versuche machen. Hast Du auch vor draussen was zu machen?

Das mit den gelben und braunen Sklerotien sieht man auf den nächsten Bildern gut. Das erste ist vom 13.1. Das ist der Stamm von dem ich das Flüssigmyzel in der Jägermeister Flasche gemacht habe. Der Trüffel war von Anfang an braun. Gelbe Sklerotien hat der Stamm keine gebildet.
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Das hier ist von Heute
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Hier zum Vergleich. Jägermeister mit dem braunen Trüffel links
und das Trüffel-Klon Glas rechts ist mittlerweile fast ein einziger gelber Trüffel. Ich denke das da drinne noch einige braunen Trüffel sind.
Die bilden sich eher in der Mitte. Die gelben lieber am Rand.

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Später werden die Gläser gekillt. Ich mach dann Bilder.
Gruß Daniel


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BeitragVerfasst: Freitag, 13. Februar 2009 14:07 
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Na mit den beiden Gläsern kannst du aber tonnenweise neue Brut beimpfen. :D

Ich werde ein paar Sklerotien in Töpfen mit feuchtem Steingranulat vergraben und auf den Balkon stellen. Eigentlich wollte ich noch warten, bis sie braun werden, das scheint aber nicht zu passieren... Mal sehen, ob dann im Frühling was passiert.


Grüße, Carsten


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BeitragVerfasst: Freitag, 13. Februar 2009 16:17 
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Neuling

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Naja Tonnen nicht unbedingt, aber ein paar Kilo bestimmt :D

Die braune aus dem ersten Glas hab ich in eine Petrie mit Maulwurfserde gelegt.
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Von dem anderen Glas hab ich ein paar gelbe und eine braune vergraben.
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Lg Daniel


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BeitragVerfasst: Sonntag, 15. Februar 2009 00:27 
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Ui, wahrscheinlich sprießt längst Mycel aus den Knollen. Bin sehr gespannt, wie's weitergeht.

Grüße, Carsten


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BeitragVerfasst: Sonntag, 15. Februar 2009 20:20 
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Neuling

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Ja kleine Fäden Sprießen schon. Der Deckel ist aber leider sehr beschlagen.
Viel Verspreche ich mir allerdings nicht. Mit größeren Trüffeln wär das alles schon interessanter.

Ich mit jedem Glas je 1,5 L neue Brut beimpft. Ich hoffe es bilden sich dieses mal etwas größere. Diese Gläser werde ich diesesmal mindestens 12 Wochen stehen lassen.

Was wär eigentlich wenn man Gläser nur mit Trüffeln beimpft?
Lg Daniel


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BeitragVerfasst: Dienstag, 17. Februar 2009 17:45 
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Mal schauen, was in der Petri passiert, aber eigentlich gehe ich davon aus, daß zur Primordienbildung Frischluft und Bewässerung nötig sind, denke da an Schneeschmelze, Überschwemmungen und Frühlingsregen.

Zur Beimpfung reichen bei mir einzelne Mikrosklerotien, daher meine Annahme, du wolltest riesige Substratmengen beimpfen. :D

Zitat:
Was wär eigentlich wenn man Gläser nur mit Trüffeln beimpft?
Ohne Substrat? Ich vermute daß zumindest eine nährstoffarme Deckschicht nötig ist, aber wer weiß...


Grüße, Carsten


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BeitragVerfasst: Mittwoch, 18. Februar 2009 23:39 
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Neuling

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Hi

Achso. Du beimpfst die Gläser also schon mit Sklerotien?
Mit den 200ml Gläsern hab ich jeweils 1,5L Brut beimpft. Das sind so ca. 2 Esslöffel pro Glas. So mach ich das bei der 2. Generation immer. Die Gläser sind dann viel schneller durch.

Ich glaub schon das sie eine Deckschicht brauchen, aber wer weiss..
Wegen der Fruchtung könnte ich mir auch Bodenbakterien vorstellen. Sobald die Erde wieder aufgetaut ist, hol ich Morchelwalderde.

Oder wie Du sagst. Schneeschmelze, Überschwemmungen, Waldbrände etc. Ich denke es hat was mit den Störungen zu tun. Wie die Erschütterungen beim Shii-Take. Die Monster Käppchenmorchel ist in einem Überschwemmungsgebiet gewachsen, jetzt wo ich drüber nachdenke. Die Spitzmorchel, die ich gerade züchte, ist auf Rindenmulch vor einem Finanzamt entdeckt worden. Der Mulch kam ursprünglich aus dem Wald, ist dann geschreddert ,gelagert und dann verteilt worden. Das ist doch auch eine gewaltige Störung, oder?
lg

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BeitragVerfasst: Donnerstag, 19. Februar 2009 17:17 
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Ja, kleine Sklerotien eignen sich ebenfalls gut zur Beimpfung. Ich gebe sie einfach in die nährstofffreie Deckschicht, so wie hier im zweiten Schritt: Morchelsklerotien aus getrockneten Pilzen.

Zur Fruchtung denke ich, man muß das Mycel irgendwie 'überzeugen', daß es Fruchtkörper hervorbringt und nicht einfach weiterwächst und neue Sklerotien oder Konidien hervorbringt. (Konidien sind asexuell gebildete Sporen, die nicht so schnell keimen wie normale Sporen.) Neben Feuchtigkeit und steigenden Temperaturen können natürlich auch Bodenorganismen eine Rolle spielen, daher wäre Erde von Morchelstellen sicher eine gute Idee. Ich werde mal nährstoffreies Substrat mit Aktivkohlezusatz testen.

Bei Waldbränden oder Erdarbeiten denke ich eher daran, daß Konkurrenzpilze behindert werden und gleichzeitig mehr Nährstoffe zur Verfügung stehen. Schließlich erscheinen die Brandstellenmorcheln ja nicht im Herbst nach dem Brand, sondern erst in den darauffolgenden Jahren. Bzgl. Rindenmulch gehe ich davon aus, daß dort Konidien drin sind, die noch im Herbst auskeimen, wachsen und Sklerotien bilden, siehe: Diskussion auf Pilzepilze.de


Grüße, Carsten


PS: Die Käppchenmorcheln sind wirklich ganz schöne Monster. Sehen irgendwie unanständig aus... :D


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 19. Februar 2009 17:48 
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Hallo!

Mycelio hat geschrieben:
Ich werde mal nährstoffreies Substrat mit Aktivkohlezusatz testen.


Hast du keine Angst, dass die Aktivkohle die Nährstoffe aufnimmt? Aber vielleicht ist ja gerade das der Trick: Der Pilz holt sich über die vollgesogenen Aktivkohlepartikel eine "Vitaminbombe"....
Ich würde auf jeden Fall einen Vergleichsversuch mit "normaler" Holzkohle (z.B. die zum Grillen) machen. Ev. würde sich auch Pottasche als "Nahrungsergänzung" eignen :?:

Auf ein Gutes Gelingen und weitere tolle Berichte!

Gruß,
Hary (der sich gerade über einen antibiotischen, fungiziden,natürlichen Agar gedanken macht)

PS.: das fungizid ist schon richtig


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 19. Februar 2009 18:22 
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Hallo Hary,

ich will ja gerade durch die Abwesenheit von Nährstoffen versuchen, die Primordienbildung auszulösen. Hatte mal gelesen, daß Pilze wie Champignons, die eigentlich Mikroben zur Fruchtung benötigen, auch unter sterilen Bedingungen fruchten, wenn Aktivkohle in der Deckschicht ist. Angeblich bildet dort das Mycel fruchtungshemmende Stoffe, die von den Mikroben abgebaut werden, bzw. von der Aktivkohle aufgenommen werden. Habe natürlich keine Ahnung, ob das bei Morcheln sinnvoll ist.

Grüße, Carsten


PS: Reifer Kompost sollte über antibiotische und fungizide Eigenschaften verfügen, einfach mal nach Regenwürmern & Actinomyceten oder Komposttee googeln.


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BeitragVerfasst: Donnerstag, 19. Februar 2009 20:04 
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Beiträge: 352
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:oops: Sorry :oops: , nun bin ich schon zu dämlich zum Lesen; ich las doch tatsächlich: nährstoffreiCHes Substrat....

Gruß,
Hary

PS.: nö, geht eher in Richtung Nebenerzeugnisse in der Imkerei ...


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BeitragVerfasst: Freitag, 20. Februar 2009 14:46 
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Neuling

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Hi
Danke für die Links.
Dein Bericht mit den Sklerotien und die Diskussion auf Pilze Pilze ist sehr interessant.
Von den Konidien höre ich zum ersten mal. Das ist also der braune Belag, der immer wieder auftaucht?
Ich habe schon viele Gläser deswegen entsorgt.

Eins davon hab ich in der Werkstatt aufgehoben und jetzt wo ichs mir angucke ist alles schneeweiss. Ich bin mir ziemlich sicher, das ich es wegen dem braunen Belag extra gestellt habe!?

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Von den neuen Gläsern bekommens nur die, vom Glas mit dem braunen Trüffel.

Links gelb, rechts braun
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Asche Zusätze sind bei mir immer verschimmelt. Auf die Aktivkohle Versuche bin ich sehr gespannt.
lg


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BeitragVerfasst: Freitag, 20. Februar 2009 20:31 
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So, habe gerade mit den Sklerotien aus zwei Gläsern meinen Versuch gestartet. Die Deckschicht war ein einziger Klumpen aus Steinen und miteinander verwachsenen Sklerotien, so daß ich alles zerbröseln mußte. Habe es dann in drei Blumentöpfe gegeben, Steine drunter und Steine mit Aktivkohle obendrauf. Momentan stehen sie noch mit den Füßen im Wasser, morgen werden sie auf verschiedene Klimazonen verteilt.

Dieses Konidienstadium wird 'Constantinella Cristata' genannt. Stamets beschreibt es auf Holzspänen, bei mir kommt es überall mal vor, besonders bei Gläsern, in denen sich nur wenige Sklerotien bilden.

Daß Gläser wieder weiß werden, konnte ich auch schon oft beobachten. Irgendwann wacht das Mycel wohl aus seiner Ruhepause auf und wächst wieder weiter.


Grüße, Carsten


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