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 Betreff des Beitrags: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Montag, 07. Juni 2010 12:52 
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Registriert: Samstag, 05. Juni 2010 18:13
Beiträge: 50
Hallo Pilzfrunde!Vor 2 Tagen habe ich es gewagt eine Parasolkultur in meinem Garten einzusetzen.Habe mir diese von Hawlik bestellt(39€).Kann mir jemand Tipps oder erfahrungen weitergeben?Ich komme aus dem Bergischen Land (nahe Wuppertal) und habe festgestellt das hier sehr Steiniger und Lehmiger Boden ist.Seit einem Jahr sammle und befasse ich mich mit Pilzen und habe hier in der Gegend bisher keine Parasolpilze gefunden.Vermutlich könnte es am Boden liegen,weil in der Kulturanleitung steht,das ideal humoser Boden oder Erde ist.Daher mach ich mir nicht als zu große Hoffnungen das sich dieser Dauerhaft bei mir ansiedelt.Ich habe es nach der Anleitung gemacht und das Myzelgeflecht an einem Rasenplatz angesetzt.Außerdem 3 cm Muttererde drüber gesetzt.Über Tipps und Ratschläge wär ich dankbar.
Mfg Timo


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Montag, 07. Juni 2010 14:16 
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Ehren - Member

Registriert: Mittwoch, 15. Juli 2009 11:30
Beiträge: 506
Hmmm das ist eine ziemlich gewagte Investition. Könnte auch sein, dass dabei gar nix herauskommt.
Hier im Forum haben auch schon Leute versucht, Parasol zu züchten, aber nicht mit Fertigkulturen:
http://kulturpilz.de/viewtopic.php?f=14&t=1308
Vielleicht hilft dir dieser Link...

Viel Glück jedenfalls!

viele Grüsse

Fabian

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Dr. Dr. med. Petrischalenreiniger


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Dienstag, 08. Juni 2010 11:28 
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Registriert: Samstag, 05. Juni 2010 18:13
Beiträge: 50
Hi Fabian,

erstmal danke für den Link.Na klar ist da risiko bei.Bekannte von mir haben immer geschwärmt wie lecker der Parasol ist und als ich von der Kultur gehört hab war am grübeln.Naja jetzt gibts kein zurück mehr.



gruß timo


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Samstag, 12. Juni 2010 16:39 
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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Mittwoch, 23. Juni 2010 08:33 
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Registriert: Freitag, 29. Februar 2008 23:17
Beiträge: 61
Wohnort: 55130 Mainz
Hallo Timo,

Glück kannst du doch haben. Ich habe nun schon mehrmals meine selbstgezüchteten Parasolkulturen vergraben, mal im Blumentopf und mal in Kompost. Bis jetzt sind sie leider nach kurzer Zeit verfault, obwohl Parasolmyzel eigentlich sehr gut wächst. Wahrscheinlich hat der Pilz die Umstellung auf die unsterile Phase nicht verkraftet. Ich weiß es nicht. Aber bei so einer Fertigkultur sollte man ja etwas mehr Glück erwarten.

Viele Grüße,

Till


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Mittwoch, 23. Juni 2010 18:13 
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Beiträge: 1343
Wohnort: südburgenland - austria
hallo

ein wenig muss man schon warten können .... das fruchten der parasolkultur kann schon mal 2 jahre dauern ..

etwas kompostreiche erde im der umgebung schadet sicher auch nicht.




gut kulturpilz

fritz

_________________
"Mädchen sind wie Pilze - die schönsten sind die giftigsten"


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Montag, 01. November 2010 23:54 
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Hallo verehrte Parasol-Liebhaber,
habe in diesem Herbst auch mal zwei Kulturen angelegt, die meines Erachtens Parasole sein müßten. Auf jeden Fall ein Riesenschirmpilz, von der Farbe her ist Safranschirmling ausgeschlossen. Beide wuchsen in einem weitestgehend von Buchen dominierten Wald.
Ach so fast hätte ich es vergessen, der stark nussige Geruch erscheint mir unverkennbar, oder gibt es den auch bei anderen ähnlichen Pilzen, womöglich sogar bei einem Riesengiftschirmling, falls es den gibt?

Hier mal ein paar Fotos von Nr.1 :
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Auf Nährböden sieht er dann so aus:
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Hier noch die Nr.2 :
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Muss mal schauen was ich denen als nächstes als Substrat anbieten werde.
Habe zwar im Moment nicht all zu viel Zeit, aber ein paar Dauerkulturen zur Sicherheit werde ich auf jeden Fall anlegen.
Gewebe wurde jeweils aus dem untersten knollenartigen Teil des Stieles entnommen. Der war jedoch teilweise sehr schwammig und schlecht zu schneiden, dafür bin ich aber mit dem Ergebnis schon sehr zufrieden.

schöne Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Mittwoch, 03. November 2010 00:16 
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Beiträge: 2661
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Hallo,

die unbekömmlichen und giftigen Arten sind entweder klein oder laufen beim Anschnitt orangerot bis bräunlichrot an. Bei den großen ohne Verfärbung (Gattung Macrolepiota) gibt es mehrere Arten, die aber alle als Parasol gesammelt und problemlos verzehrt werden.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Donnerstag, 05. Mai 2011 20:35 
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Nachdem ich im letzten Herbst Kulturen vom Parasol angelegt hatte geriet dieser bei mir erstmal in Vergessenheit.
Weil zu der Zeit eine kleine Milbenplage wütete wurden die Kulturen in Folie eingeschweist und standen den Winter über im Keller bei etwa 10°C.
Das Längenwachstum der Hyphen stellte der Pilz recht schnell komplett ein, vermutlich wegen des fehlenden Sauerstoffs in den Tüten. Irgendwann im Frühling dachte ich mir, dass es besser wäre die Kulturen wieder aus den Tüten heraus zu holen. Ich dachte mir nichts weiter und ließ die Petrischalen erstmal so herumstehen.
Als ich mir durch Zufall mal wieder die Kulturen anschaute, sah ich etwas überraschendes. Als Reaktion auf die Frischluft hatte der Pilz sklerotien- oder primordienartige Verdickungen gebildet, die sich kugelförmig auf der PS zeigten.
Die größeren haben einen Durchmesser von mehr als 0,5cm. Hat jemand zufälltig schon so etwas beim Parasol beobachtet? Hat das vielleicht mit der hohen CO2 Konzentration durch das Einschweißen in den Tüten zu tun?
Das Längenwachstum der Hyphen hat übrigens nicht wieder begonnen. Die gesamte Energie scheint nun in das Wachstum dieser Verdickungen investiert zu werden.

Hier ein paar Bilder:

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schöne Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Donnerstag, 05. Mai 2011 21:17 
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Gratuliere!

Sieht ganz so aus, als hätte das Mycel in den Fruchtungsmodus umgeschaltet. Nachdem nun in der Petrischale der Sommer angebrochen ist und es wieder Luft bekommt, bildet es wohl Primordien, welche sich aus irgendwelchen Gründen nicht zu Pilzen ausdifferenzieren. Wahrscheinlich fehlt da nur noch ein wenig mehr Frischluft, vielleicht auch mehr Licht oder doch einfach die Deckerde. Beim Parasol habe ich das bisher noch nicht gesehen, kenne es aber von einigen Champignonarten und manchmal auch von Austern und Shiitake.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Freitag, 17. Juni 2011 12:03 
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Halli hallo,na da bin ich gespannt ob die Parasol-Fertigkultur von mir in diesem Jahr Ernte bringt.Die Fläche wo ich die voriges Jahr reinlegte ist durch regen abgesackt,deshalb habe ich gestern neue Erde (Anzuchterde) drüber gelegt.Ich hoffe das es kein Fehler war...


Gruß Timo


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Mittwoch, 22. Juni 2011 13:16 
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Hallo Timo,

hast du mal nachgeschaut, ob noch lebendiges Mycel da war? Bei mir zeigte das Zusammensacken den Tod des Parasolmycels an.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Donnerstag, 23. Juni 2011 19:12 
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Hallo Carsten,
ja ich habe nach geschaut.Allerdings weiß ich nicht wie totes Mycel aussieht.Ich finde das es genauso ausieht wie vorher.Weiß und Spinnenfäden änliches sehr lecker süßlich riechend.Hmm...mehr kann ich dazu nicht sagen.Mit Fotos will ich nicht dienen,weil ich den im Boden lassen will


Gruß Timo


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Donnerstag, 23. Juni 2011 20:19 
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Dann ist alles in Ordnung, bei mir war alles braun und kein Mycel mehr sichtbar.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Parasolpilzkultur
BeitragVerfasst: Sonntag, 03. Juli 2011 18:31 
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Beiträge: 246
Wohnort: tiefster Ruhrpott
Wollte euch die Entwicklung meiner Parasol Petrischalen-Kulturen nicht vorenthalten und einfach noch mal ein paar Bilder zeigen:

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Hier siehr man ganz gut wie der Pilz an den Deckel der Pertrischale stößt.
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Aus den dicken Klumpen von denen die großen nun 1,5-2cm Duchmesser haben treibt nun frisches Mycel aus. Der Nährboden fängt an den Seiten langsam an auszutrocknen, dahen habe ich mir überlegt die großen Stücke auf neues Medium zu übertragen. Da Petrischalen von der Höhe her langsam zu klein werden und ich nicht weiß was für ein natürliches Medium gut geeignet wäre habe ich mir überlegt das Ganze einfach wieder auf Agar zu pflanzen. Diesmal mit etwas mehr Nährstoffvorrat in einem Schraubdeckelglas:
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Das einzige Problem ist, dass diese Schraubdeckelgläser mit MGA Medium gefüllt sind und die PS vorher mit MEA angesetzt wurden. Im MGA dürften also genug Kohlenhydrate sein, aber weniger Stickstoffverbindungen und Salze. Vielleicht sollte ich besser nochmal neues MEA ansetzen. Was meint Ihr dazu?

schöne Grüße


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