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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Donnerstag, 04. November 2010 01:19 
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ich schaue auch schon immer ganz gespannt nach. Aber bis jetzt keimt da noch nichts. Hast Du zur Not noch einen Print? Meinen finde ich nicht mehr :oops: werde aber nochmal versuchen einen neuen herzustellen.

Zitat:
Fructose als beste Kohlenstoffquelle; hohe Bedarf an Mineralien

Mit solchen Rückschlüssen wäre ich vorsichtig. Da ist das paper viel zu ungenau.

Also pH=5, 2 % Fruktose + Mineralien und 25 °C sind vielleicht das absolute Optimum aber die Unterschiede zu abweichenden Bedingungen sind meiner Meinung nach gering. Letztendlich sehe ich in dem Paper viele Daten die zeigen, dass die Glucke eigentlich ein ganz guter Allrounder zu sein scheint was das Agar-Futter angeht ;-).


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Donnerstag, 04. November 2010 23:09 
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Reblaus hat geschrieben:
ich schaue auch schon immer ganz gespannt nach. Aber bis jetzt keimt da noch nichts. Hast Du zur Not noch einen Print? Meinen finde ich nicht mehr :oops: werde aber nochmal versuchen einen neuen herzustellen.
Sicher, ich habe einen Reserveprint. Das was hier keimt ist von dem anderen Fruchtkörper (der aus dem Video über nachwachsende Glucken) und wurde eine Woche vor deinem Fund angesetzt. Die Sporen von deiner schlummern noch. Falls du deine kälter lagerst, werden sie entsprechend länger brauchen.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Donnerstag, 04. November 2010 23:29 
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Das sieht doch sehr vielversprechend aus Carsten!

Meine Bilder sind leider auch zu schlecht bzw. die Kamera ist zu dürftig..

@Reblaus: Die Glucke ist Ende September von hurgh (Stefan) gesammelt worden genauer gesagt sind es 2 Fruchtkörper und 4 Strünke gewesen von denen ich ca. 15 Proben auf Petris transferiert habe. Bei einem Klon bin ich mir mittlerweile sicher das es zumindest kein schnellwachsender Schimmel ist und ich habe Gestern von ca. 5 verschiedenen Isolaten Flüssigkulturen angesetzt und werde dann versuchen das ganze zum fruchten zu bringen.

Gruß Hauke


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Samstag, 06. November 2010 16:29 
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Uiuiui, LC und Fruchtungspläne... Ich drücke dir die Daumen, rechne aber damit, daß wir noch einige Klippen umschiffen müssen. Aber selbst wenn Stamets recht hat und sich Nadelholzglucken nicht gut zur Kultivierung eignen, können wir schonmal wertvolle Erfahrungen sammeln.

Inzwischen habe ich in allen neun Gläsern vom ersten Ansatz Mycel und kann auch schon beim zweiten Ansatz von Reblaus' Glucke Sporenkeimung beobachten.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Samstag, 06. November 2010 17:46 
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:lol: Das sind gute Nachrichten!!

Bei mir tut sich immer noch nichts. Bin gespannt ob meine Platten mit Sporen auch bald loslegen.

Gruß

Reblaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Dienstag, 09. November 2010 01:14 
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Bei mir gluckt immer noch nichts.

Die Glucke hält sich sehr lange. Die Stücke im Kühlschrank sehen immer noch gut aus und riechen auch nicht auffällig.
Ich hatte vor ein paar Tagen nochmal einige Stücke auf Alufolie gelegt um einen neuen Print herzustellen. Bin mir nicht sicher ob das funktioniert hat. Da waren nur einige helle Flecke mit einem Durchmesser von 1-3 mm. Keine Ahnung ob die von den Sporen herrühren. Pulvrig hat es nicht gewirkt. Jedenfalls hab ich heute nochmal Platten damit bestrichen. Ein paar Gluckenstücke hab ich auch noch auf Agar gesetzt. Die waren jetzt gut knorpelig trocken.
Mal sehen ob die Geduld belohnt wird.

Gruß

Reblaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Dienstag, 09. November 2010 13:49 
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Die Abdrücke müssen wohl so aussehen. Auch hier haben sich die Sporen hauptsächlich an Kondenstropfen abgelagert. Solange die Farbe stimmt, sollte alles OK sein. Bei dir müßten sie eigentlich jetzt auch langsam loslegen. Wahrscheinlich entdeckst du das Mycel in den ersten Tagen aber nur mit ner Lupe und bei seitlicher Beleuchtung.

Ich staune, wie lange sich die Glucken im Kühlschrank halten und drücke dir die Daumen mit den Klonen. Mit viel Glück kommt vielleicht eines meiner Klongläser durch.

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Samstag, 13. November 2010 16:49 
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Inzwischen habe ich in allen Gläsern mit den Sporen beider Glucken Mycel und es sieht sogar überall gleich aus. Genau wie beim Klapperschwamm bzw. Maitake schwärmen erstmal einzelne Hyphen aus, bevor sich das Mycel nach ein paar Tagen verdichtet. Leider wächst es nur langsam und wird noch einige Wochen brauchen, bis die Gläschen durchwachsen sind. Glucken sind echt nichts für ungeduldige...

Bild

Bild

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Und hier der letzte überlebende Klon:
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Grüße, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Samstag, 13. November 2010 18:42 
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Hallo Carsten
Sieht sehr gut aus :!: und sofort Kontifrei :!: Und noch bedeutend schnell dazu! :!: Gratulation .
Ich denke die Bilder sind etwas vergrösert.
Aber was ist dann das in dem ersten Bild rechts oben, das gelbe....? es sieht für mich aus wie eine Aprikose, das kann aber nicht sein.

In dem 2 u 3 Bild sehe ich weise Punkte die sind mir unbekannt, und in Bild 4 rechts unten ? Hoffentlich keine Trauer-larfe .
Habe nachgesehen es kann keine TM sein. Die haben einem schwarzen Kopf .
Ich Drück dir weiterhin die Daumen weiter so.

Gruss an alle
Dewald


Zuletzt geändert von Dewald am Samstag, 13. November 2010 20:03, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Samstag, 13. November 2010 18:45 
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Das Teil hat mich auch gewundert. Ich finde es sieht aus wie eine Kartoffel ;-).
Ich tippe aber auf Mais.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Samstag, 13. November 2010 19:27 
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Bin mit der Kamera so nah wie möglich rangegangen, damit man das Mycel einigermaßen erkennen kann. Das gelbe Ding ist ein Maiskorn. Die hellen Punkte sind irgendwelche Krümel von geplatzten Körnern. Der madenförmige Fleck im letzten Bild war mir gar nicht aufgefallen, es ist ein getrockneter Tropfen, der wohl Stärke enthielt.

Für kontifrei halte ich die Ansätze nicht. Deswegen werde ich sie lieber nicht schütteln, auch wenn es mir sehr schwerfällt. Andererseits... bei 13 Gläschen mit Sporenmycel könnte ich es vielleicht bei ein paar davon versuchen. Glücklicherweise war mir das Substrat (Weizen, Roggen, Mais und feine Chipsies) beim ersten Sporenversuch etwas zu trocken geraten, so daß sich Bakterien und Hefen kaum ausbreiten können. Dem Mycel scheint es aber sehr zu gefallen. Die relativ trockenen Holzschnipsel werden überraschend gut besiedelt.

Grüße, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Dienstag, 16. November 2010 22:28 
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Bei meinen Glucken tut sich glaub ich auch was. Bei den Sporen kann ich nichts erkennen aber einige der Stücke zeigen Veränderungen.

Eines der ersten zeigt seit mehreren Tagen Wachstum von Hyphen. Leider sind rund um das Stück auch Bakterien. Von der Struktur sieht es so aus als ob da drunter Myzel wächst. Auf dem Bild ist leider nicht so viel zu erkennen aber vom Zentrum gehen strahlenförmige Erhebungen ab. Ich vermute, dass da drunter das Myzel ist:

Bild

Bild
Bild
nun hoffe ich, dass die Glucke das Rennen irgendwann gewinnt.


Auf einer zweiten Platte vom 29 Oktober scheinen sich auch zwei Stücke zu erholen. Da sehe ich ca. 1/2 mm Hyphen ähnliche Strukturen und hoffe, dass das was echtes ist.

Gruß

Reblaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Mittwoch, 17. November 2010 19:57 
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Denkst du, daß sich das Gluckenmycel da durchkämpfen kann? Diese Bakterien oder Hefen werden doch bestimmt irgendwelche antibiotischen oder fungiziden Substanzen abgeben.

Mein erster Gedanke wäre, mit nem Skalpell oben ein paar Hyphen abzukratzen und auf einer neuen Platte zu verstreichen oder nochmal heißen Agar drüberzugießen.

Aber eigentlich müßte das auch einfacher gehen. Im Grunde ist ja bloß hohe Luftfeuchtigkeit nötig, damit aus den Klonstücken Mycel wächst. Wenn diese also nicht direkt auf dem Agar liegen würden, sondern z.B. auf einem Stück Glas, so daß das Mycel erst ein paar Millimeter wachsen muß, bis es den Agar erreicht, könnte man vielleicht solche Schleimringe verhindern und sich das Leben einfacher gestalten.

Habe auch letztens mal davon gelesen, daß jemand seine Klonstücke zuerst in kleine Druckverschlußtütchen legt, dort Mycel wachsen läßt und es dann erst auf Agar überträgt.
http://www.shroomery.org/forums/showfla ... 1#12032286

Gruß, Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Mittwoch, 17. November 2010 21:04 
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Dewald hat mir einen sehr guten Tipp gegeben. Er meint, das man mit den Skalpell ein kleines Stück Agar von einer frischen Platte ausschneiden soll und damit vorsichtig die unverseuchten Hyphen betupft. Ein paar sollten dann hängen bleiben. Danach kommt das Stück wieder auf die neue Platte. Das klingt ganz gut finde ich.

Ein Stück von der Glucke habe ich in ein Glas gepackt. Dort sieht man jetzt an ein paar wenigen Stellen Hyphen ansonsten ist es nur dunkler geworden. Geruch ist auch noch unauffällig. Vielleicht schaffe ich es heute noch ein Bild zu machen und zu posten.

Platte Nummer 2 sieht gut aus. Dort ist keine Konti um die Stücke und es sieht immer mehr nach Hyphen aus.

Das Problem bei den Glucken scheinen die äußeren Oberflächen zu sein. Bei allen Randstücken ist ein schnellwüchsiges, weißes Myzel aufgetaucht das innerhalb weniger Tage die gesamte Platte einnimmt.

Bild

Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Gluckenexperimente
BeitragVerfasst: Donnerstag, 18. November 2010 22:29 
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Ja, Dewalds Tip sollte funktionieren und hätte den Vorteil, daß man bloß die Spitzen der Hypen berühren muß.

Das Mycel rund um den Klon auf dem letzten Foto sieht doch erfolgversprechend aus. Bloß die dunklen Krümel wirken beunruhigend.

Gruß, Carsten


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