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Samtfußrüblinge, wie klonen?

Verfasst: Montag, 07. Dezember 2009 14:04
von SchwammeRulz
Hallo zusammen

hab spontanerweise heute an Weiden Samtfußrüblinge gesehen. Nun meine Frage, wie kann ich die am einfachsten vermehren? Geht das Klonen auf Pappe oder wie macht ihr das? Würde es was bringen die in Dextrosewasser zu schmeißen?

Danke schonmal

Verfasst: Montag, 07. Dezember 2009 22:16
von keraion

Verfasst: Montag, 07. Dezember 2009 23:05
von blubb0211
Ich hab versucht, Samtfussrübling vom Asia Shop (Die langen, feinen Pilze mit kleinen Hüten) auf Agar zu klonen, aber die Pilzstüke sind wohl so mit bakterien befallen, dass auf Agar nur Bakterien ersichtlich ist :-( wenn du den Samtfussrübling gefunden hast, kannst du probieren, ein stückchen von innen zu nehmen und auf agar zu legen.

Verfasst: Dienstag, 08. Dezember 2009 09:12
von SchwammeRulz
Hey

Danke für die Antwort. Leider arbeite ich nicht mit Argar. :-)

Aber man könnte es ja mit Klonen auf Pappe und ein Stück vom Stielinneren probieren. Vielleicht. :-)

Verfasst: Dienstag, 08. Dezember 2009 17:48
von blubb0211
falls deine rüblinge genug dicke stiele haben, ist ein versuch sicher wert. Meine rüblinge vom asiashop hatten vielleicht einen Stiel von 2 mm. Damit konnte ich echt nichts anfangen :-(
Viel Glück! =)

Verfasst: Dienstag, 08. Dezember 2009 19:26
von keraion
hmmm,
warum neimmst du denn nicht einfach ein Stück von dem Holz auf dem er wächst ?
Ich kann dir auch etwas Substrat ( gut durchwachsen )
rüberschicken, da ich grad eh wieder einen Eimer voll stehen habe.
Buchenholzschnibbel.

lg Tobi

Verfasst: Dienstag, 08. Dezember 2009 20:14
von SchwammeRulz
Hey

@Blubb - die Stiele sind dick genug. Wie gesagt, es regnet nur und daher kann es sein, das sie schön matschig sind.

@Keraion - Die wachsen an Weiden. Das wäre schon bissel komisch wenn ich dort mitn Waldmoped (Motorsäge) ankomme und mir dort ein Stück Holz rausschneide. :-):-D
Ich hab paar Weidenstämme beiseitegelegt und hatte echt kurz vorher mir Substat bestellt. Das sollte dieses Jahr noch kommen. Das wollte ich jetzt für mich zum Erfahrung sammeln machen. Trotzdem echt rießen Danke für das Angebot. Aber du siehst, es ist alles etwas seltsam. :-)

Verfasst: Mittwoch, 09. Dezember 2009 21:27
von keraion
achso, das war ein denkfehler meinerseits,
ich habe ihn bis jetzt immer nur auf Holunder gefunden
und da kann man ganz klasse mit ner ordendlichen Rosenschere
rumholzen :wink:

aber wie gesagt mein Angebot steht jederzeit

Verfasst: Donnerstag, 10. Dezember 2009 09:08
von SchwammeRulz
Hey

Danke, vielleicht komm ich drauf zurück. Kam leider noch nichtmal dazu mir den Rübling zu holen. :-)

Re: Samtfußrüblinge, wie klonen?

Verfasst: Donnerstag, 18. Februar 2010 09:05
von w_ciossek
Hallo,
Samtfußrüblinge zu klonen ist wegen ihrer Kleinheit oftmals sehr schwer. Einfacher ist es, sie aus Sporen zu vermehren. Man kann auch den Fruchtkörper auf den Substrat oder Holz verreiben. Bei Sporen hat es auch den Vorteil, daß man unter warmen Bedingungen ihn auf einen Sommertyp trimmen oder selektieren kann. Mit Agar sollte man es doch einmal irgendwann versuchen. Man kann im Laufe der Zeit sich einen Dampfdruckkochtopf und Petrischalen aus Glas zulegen. Bei unsteriler Vermehrung hat man doch öfters Ausfälle, was auch auf den Geldbeutel schlägt und steriles Arbeiten zahlt sich dann aus. Vor allem beugt man so den Verlust von schwer zu erwerbaren Pilzarten in der eigenen Sammlung vor.

Gruß Wolfgang

Re: Samtfußrüblinge, wie klonen?

Verfasst: Samstag, 11. Januar 2020 01:05
von w_ciossek
Ich habe den weißen Enoki mehrmals erfolgreich geklont, indem ich die Stiele auf einen mit Spiritus leicht getränkten Tempotaschentuch in Stücke schnitt und kurz mit jenen Taschentuch einschlug, und so damit auf der Oberfläche Pilzsporen, Hefen und andere Keime vernichtet hatte. Mit einer ausgeglühten Nadel bugsierte ich diese Stielstücke auf Malzagar. Ein großer Teil war nicht kontaminiert, jedoch dauerte es ungefähr eine Woche, bis aus den Tiefen des Stiels überlebendens Mycel hervortrat. Auch andere aufgrund der geringen Größe zu klonende Pilze habe ich auf diese Art erfolgreich vermehrt, z.B. den Goldgelben Zitterling, den ich sogar kurz mit Spiritus ausgespült hatte, Auch das Klonen des Judasohr gestaltet sich oft sehr schwierig, da man etliche Pilze aus ihn isolieren kann. Auch hier verwende ich die Spiritusmethode.