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 Betreff des Beitrags: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Montag, 16. Juli 2018 14:42 
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Neuling

Registriert: Freitag, 13. Juli 2018 13:54
Beiträge: 6
Hallo, ich bin Gerold und freu mich auf einen regen Austausch zum o.g. Thema bzw. Trüffelanbau.
Kurz zu meiner Ausgangslage
Nov. 2016 1.028 Trüffelbäume auf ca. 2 ha in Südhang Weinberglage gesetzt, eingezäunt und aufgrund von Trockenheit bzw. Ausfällen 03/18 noch in Wuchshüllen verpackt. Seither stabiles Wachstum mit nur wenigen Ausfällen. Da die Anlage bio-zertifiziert ist, kann ich nicht einfach irgendwelche spanischen 9-€Bäumchen mir da reinsetzen, sondern muss die Richtlinien beachten, also Herkunft der Samen, Pilze etc. Deutsche Bäume kosten, je nach Menge zwischen 20 und 35 €. PRO STÜCK!!!

Um die durch Wühl/Schermäuse und Trockenheit ausgefallenen Bäume ersetzen zu können wäre es klasse, falls mir ein Gleichgesinnter bei der Substratherstellung für o.g. Typen weiterhelfen könnte. Möglichkeiten zur sterilen Herstellung sind vorhanden. Auch liegen mir (leider etwas vage ) "Rezepturen" vor.

Hintergrund hierzu ist folgender: Obwohl wir aus der Landwirtschaft stammen und über alle notwendigen Maschinen verfügen, ist der Kapitaleinsatz bisher nicht zu verachten. Wir reden hier von weit über 50.000 €. Und falls ich meinen 25. Hochzeitstag noch erleben möchte, sollte ich die zukünftigen Ausgaben so weit reduzieren wie möglich ( meinte meine Lady, allerdings ohne zu lächeln..... ) Nun denn, ich hoffe Ihr versteht.

Wichtig wäre auch, ob es für Perigord- und Burgunder-Trüffel unterschiedliche Substrate sein sollten.

eine wichtige Nachricht für alle, die sich vielleicht ebenfalls mit dem Gedanken tragen, sich eine Anlage einzurichten: So pflegeleicht und einfach wie die Baumschulen es beschreiben, ist es beileibe nicht, eine Anlage hoch zu kriegen. Fraßinsekten, Mehltau, Schermäuse, Trockenheit, Unkraut. Alles Themen, die bis zu 60 % Ausfall erzeugen können. Nur die echt Harten haben eine Chance. Und ohne Bewässerung kann der Ausfall noch höher sein. Und dann tragen noch längst nicht alle Bäume. Also, nicht blauäugig angehen! Da gibts Arbeit ohne Ende.

Gern geb ich meine Erfahrungen auch weiter.

So, und jetzt brauch ich eure Unterstützung zur Substratherstellung und Vorgehensweise. Am 07.05.2019 lad ich diejenigen dann zur großen Sause ein! Versprochen

Tubex


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Montag, 16. Juli 2018 17:24 
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Ehren - Member
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Beiträge: 870
Wohnort: Rheinkreis Neuss
Hallo Gerold,

zunächst einmal: ich bin kein ausgewiesener Trüffelexperte, habe die Trüffel-Bäumchen aber auch schon mal im Internet gesehen. Bis zur ersten Trüffelernte dauert es, soweit ich weiß, Jahre bis Jahrzehnte. Und das auch nur, wenn der Boden optimal ist. Wie sicher bist du dir denn mit dem Boden? Und Weinberg, also Hanglage und Südhang ... das mag für Weinreben toll sein, aber ist es das auch für den Trüffel? Mit Trockenheit hast du ja schon Erfahrung gesammelt.

Das Beimpfen von Trüffelbäumchen ist vermutlich ein streng gehütetes Geschäftsgeheimnis. Sonst hätten wir auch schon alle Trüffelbäumchen. :D Ich befürchte, dass du dir das zu leicht vorstellst. Aber was, wenn es nicht auf Anhieb klappt?

Andererseits: Vielleicht breiten sich die Trüffel auch so aus und das Ersetzen mit beimpften Setzlingen ist gar nicht notwendig?

Grüße

Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Montag, 16. Juli 2018 18:37 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 25. Februar 2018 17:56
Beiträge: 101
Google scholar ist bei solchen Dingen immer wieder hilfreich.

https://www.researchgate.net/profile/Fe ... c2a467.pdf

https://scholar.google.at/scholar?hl=de ... noculation

Zitat:
Inoculum with colonized EM root tips allows one to obtain well-colonized plants regardless of the EEMM species. This approach exploits the high infectivity of hyphae emanated from active symbiotic tissues. This method was perfected for Tuber species to bypass the need of using spores, for instance, for species whose spores are difficult to germinate, such as T. magnatum (Gregori 2002) or for species which mycelial strains have low infectivity. The inoculum consists of whole mycorrhized plants called “mother plants” (Zuccherelli 1990) or root fragments infected with the target EEMM (Chevalier and Grente 1973). In the first case, the mother plants, previously inoculated with spore or mycelium, are grown in the middle of large pots surrounded by sterile plantlets so that infected and uninfected root systems are in close contact. In the second case, mycorrhizal fragments are aseptically excised from the washed root system of the mother plant and then added to the potting mix next to the uninfected plantlet roots. Large-scale production of colonized root inoculum requires the use of numerous and well-infected mother plants initially obtained using sporal or mycelial inoculation techniques. However, the long-term maintenance of the mother plants in greenhouse conditions carries a high risk of spreading undesirable and competitive EM fungi, which can contaminate complete batches of plants. Although frequent and careful controls may be planned by growers, contaminated roots may escape detection. To reduce the risk of contaminations, colonized root inoculum may be obtained in vitro by mycelial inoculation. Over the last 50 years, a large number of in vitro techniques to grow whole plants or root organ cultures associated to EM fungi have been developed (Coughlan and Piche ´ 2005; Giomaro et al. 2005), but they have been exploited only to improve the understanding of plant–fungus interactions. The better advances in this research sector involved the use of transformed root organs obtained by transferring of the Ri T-DNA plasmid of Agrobacterium rhizogenes into the host plant genome. Transformed organs show increased growth rate and branching without addition of exogenous plant growth regulators to the culture medium, and they can be used to produce mycorrhizas in axenic culture. However, transformed root clones of an EM plant able to establish EM association have only been obtained for Cistus incanus L. (Wenkart et al. 2001; Zaretsky et al. 2006). Mycorrhized transformed roots of C. incanus increased the hyphal growth of T. melanosporum mycelium and preserved its vitality and infectivity for months (Ventura et al. 2006). The characteristics of C. incanus root organs are appropriate for the long-term in vitro maintenance of EM isolates and of their infectiveness; moreover, they represent an alternative source of clonal inoculum for plant mycorrhization (Coughlan and Piche ´ 2005). Recently, a method to obtain T. magnatum mycelium and mycorrhizas by using transformed roots has also been patented (Buee and Martin 2009).


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Dienstag, 17. Juli 2018 14:13 
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Registriert: Donnerstag, 18. August 2016 22:03
Beiträge: 753
hy Gerold,

schwierig das ganze. Also selbst Bäume ziehen deren Wurzeln du selbst beimpft hast halte ich für echt schwierig... Was für Bäume hattest du denn eingesetzt? Weil du von Mehltau berichtest? Besser weniger anfällige Sorten wählen...

Ich würde (vielleicht) an deiner stelle noch ein paar Bäumchen (evtl. die robuste schnellwüchsige Hainbuche) bestellen. Die kann man auch in einer Art Hecke pflanzen. Bei zb. Eichen sollte man ja einige Meter Abstand zum nächsten Baum einhalten.

Und dann könntest du ohne viel Aufwand einiges versuchen:

...Ein paar Stecklinge mit einem beimpften Baum einfach in die Erde stecken und hoffen, dass die Stecklinge auswurzeln und sich vom beimpften Nachbarn infizieren lassen

...Ein paar Stecklinge mit einem beimpften Baum oder vielleicht einem Teil der Erde von einem beimpften Baum in ein Gefäß mit destilliertem wasser mit Filter(Pflaster)( :? ) ...
Gibt es nicht auch beimpften Hollunder zu kaufen? Hollunder-Stecklinge Wurzeln schnell aus...

na ja. Das sind jetzt so billige Versuche, die Erfolgsgarantie liegt wohl im Promillebereich.

wenn du dich da mehr reinhängen willst musst du wohl - wie ohkw empfohlen hat - auf englisch durchgoogeln

lg maria


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Dienstag, 17. Juli 2018 16:47 
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Neuling

Registriert: Freitag, 13. Juli 2018 13:54
Beiträge: 6
Huch, ich bin ja geplättet! Kreative Antworten bei dieser komplexen Thematik! Super gut

Ständerpilz: Ja, die Geduld wird auf die Probe gestellt. 6 Jahre arbeiten und nicht wissen obs klappt! Nungut, Wurzelproben untersuche ich 2019. Das beruhigt dann hoffentlich etwas. ( Oder gefährdet meinen 25. Hochzeitstag, je nachdem) Boden ist mit ph-Wert 7,4-8.0 schon sehr gut. Südhang: Hab eine Bewässerung mit einem 12.600 Liter-Tank installiert. Läuft!
Wenns nicht klappt?: Ich bin es beruflich gewohnt, mich extrem gut vorzubereiten. ( Hab auch schon Inkassoinstitute auf 12,3 % der Ursprungsforderung runtergehandelt, so nebenbei ) Und ich hab ja noch einen Joker! Euch!!!

ohkw: Danke für den Hinweis. Mein Schulenglisch reicht dafür nicht mehr aus, befürchte ich. Auch ich hab Defizite! Is hat so.
Ich schau mal, wo ich das übersetzt kriege. Gibts da auch ne Beschreibung wie der potting mix hergestellt wird? Hört sich gefühlsmäßig aber schon so an, als ob wir da in die richtige Richtung kommen. Danke für die Hiilfe!

Mariapilz: Welche Bäume: Um es der Natur nachzuempfinden, habe ich gemischt, Stileichen,Rotbuchen, Hainbuchen und Hasel gesetzt. Die mögen es anscheinend durchmischt. Hat ja was vom echten Leben, oder? Mehltau: Vorwiegend bei Eichen, aber die erholen sich wieder, und seit ich alle in TUBEX-Hüllen gesetzt habe, tritt der kaum noch auf. Sorten: Natürlich würden auch andere Eichenarten gehen. Aber manche wachsen hier ganz schlecht, weil die vorwiegend ums Mittelmeer vorkommen.
Stecklinge: Ja, das ist ne gute Möglichkeit. Augenblicklich kläre ich mit meiner Bio-Zertifizierungsstelle ( die ganze Anlage hab ich zertifizieren lassen, damits nicht zu einfach wird ) ob ich Stecklinge machen kann, da es kein biologisches Saatgut gibt. Wahrscheinlich werd ich das machen dürfen, weil es keine Alternative gibt. Das wär schon mal ein guter Ansatz, auf den ich aufbauen kann, vermute ich.
Könntest du mir das mit dem destillierten Wasser noch näher erklären? Hab mal gelesen , dass man zerdrückte Trüffel da einrührt und die Bäume dann eintaucht? Weiß jemand wie man da diese "Tinktur" herstellt? ( Bei Emulsion war ich mir nicht sicher, ob das stimmt. Ihr seid ja alle so fit im Petri-Schalen-Benutzen und so. Das hab ich garnicht drauf, bzw noch nicht damit beschäftigt )
Promillebereich: Das seh ich nicht so. Soweit ich weiß, wird im Forstbereich bei Problemaufforstungen die Pflanze in die Lösung getaucht. Aber ich brauch dann die Zusammensetzung/Herstellung der Lösung!
Holunder: Irgendwo klingelt da was bei mir, aber nur am Rande. Weide und Pappel geht auch. Sind aber nicht so langlebig.
Danke, Maria, dass du dich da mit reinhängst.
Mein Angebot zur Hochzeitstag-Rettungsaktion steht übrigens natürlich noch immer. Prinzipiell bräuchten wir die "Tinktur" und die Substratzusammensetzung. Das ist der Weg!
Wir kriegen das hin. Edison hats auch geschafft! ( möcht nicht wissen, wie viele Versuche der hatte)

Hat jemand noch ne Idee?
Danke
Gerold


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Dienstag, 17. Juli 2018 20:28 
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Beiträge: 714
Wohnort: Nordhessen, bei Wolfhagen
Es gibt Trüffelsporen auf Impfgranulat. Das Granulat ist nur Füllstoff, Perlite oder so, um die winzigen Sporen auf eine große Masse zu verteilen und handhabbar zu machen.

Wenn Du es schaffst, an dieses Granulat zu kommen (Trüffelbaumzüchter beschwatzen), kannst Du damit Setzlinge beimpfen.
Pflanzloch graben, Granulat mit Sporen reinstreuen, Baum einsetzen, gießen.

Prinzipiell kannst Du das Granulat auch selbst herstellen.
Sporenreife oder überreife Trüffeln kaufen (dürfen auch schon gammelig sein), trocknen, zu Pulver zermahlen, mit Perlite mischen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Mittwoch, 18. Juli 2018 09:41 
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Neuling

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hey, Lauscher,

ich glaub, dein Name ist gut gewählt! Herzlichen Dank.
Dann stellt sich nur noch die Frage der Dosierung. Liegen dir da Infos vor?

Ein Grundstück kann ich erst in 2 Jahren erhalten, würde aber gern schon Bäumchen vorziehen, damit ich Zeit spare. Könnte man anstatt Perlite auch destilliertes Wasser nehmen und die Wurzeln da eintauchen? Die Pflanzen muss ich ja dann irgendwie "parken". Nehm ich fürs Substrat Anzuchterde mit Perlite und misch das mit Ackerboden von der Stelle, wo die dann gepflanzt werden? Oder sollte ich den Boden sicherheitshalber vorher abkochen?

Danke für Deine Unterstützung!

Tubex

Nur Mut!
Es ist okay etwas nicht zu können.
Aber es ist nicht okay, es nicht mit Herzblut zu versuchen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Mittwoch, 18. Juli 2018 13:34 
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Beiträge: 714
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Tubex hat geschrieben:
Dann stellt sich nur noch die Frage der Dosierung. Liegen dir da Infos vor?

Schwer zu sagen.
Die Idee bei der Perlite/Sporen-Mischung ist es, Sporen bereitzustellen, die sich mit dem Baum verbinden können.

Wie viele Sporen eine Perlite-Sporen-Mischung enthält, ist schwer zu sagen. Ich habe über Umwege mal ein paar solche Körner bekommen. Mit einem Mikroskop konnte ich zumindest bestätigen, daß Trüffelsporen vorhanden waren. (Trüffelsporen sind riesig und haben skurrile Formen mit vielen Stacheln).

Theoretisch reichen ein paar einzelne Sporen, um einen Baum zu beimpfen. Praktisch sind die Chancen mit vielen Sporen besser.

Wenn Du selbst das Granulat herstellst (sporenreife Trüffeln kaufen, ggf. mit Mikroskop auf Sporen prüfen), kannst Du selbst bestimmen, wie konzentriert die Mischung ist. Du kannst auch schon gepflanzte Bäume ggf. "nachimpfen", mit etwas Glück kann auch das gelingen.

Tubex hat geschrieben:
Könnte man anstatt Perlite auch destilliertes Wasser nehmen und die Wurzeln da eintauchen?

Vielleicht. Bedenken: Die Sporen werden sich wahrscheinlich nicht gleichmäßig im Wasser verteilen. Vielleicht schwimmen sie an der Oberfläche, vielleicht kleben sie am Rand, vielleicht bekommt der erste Baum die meisten Sporen.

Tubex hat geschrieben:
Nehm ich fürs Substrat Anzuchterde mit Perlite und misch das mit Ackerboden von der Stelle, wo die dann gepflanzt werden?

Das klingt nach einer guten Idee.

Tubex hat geschrieben:
Oder sollte ich den Boden sicherheitshalber vorher abkochen?

Mein Gefühl sagt: nein.
Meine Verstand sagt: weiß ich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Mittwoch, 18. Juli 2018 14:07 
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Pilzfreak

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Beiträge: 101
Es schadet sicher nicht sich einzulesen, bevor man drauf los werkelt. Das Englisch in den wissenschaftlichen Artikeln sollte dieser Tage kein großes Hindernis mehr sein. Fachbegriffe kann man googeln und den Text dazwischen so halbwegs übersetzen lassen. Sich mit dem Mikrobiologen bzw. Studenten seines Vertrauens zusammenzusetzen ist vermutlich auch kein Fehler. Eventuell könnte man da auch ein Bachelor-Projekt machen. Sicher billiger als nochmal 1000 Trüffelbäume zu kaufen.

^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Mittwoch, 18. Juli 2018 14:56 
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Neuling

Registriert: Freitag, 13. Juli 2018 13:54
Beiträge: 6
Danke, dass sich noch weitere User meies Themas annehmen. hab das Gefühl, wir kommen der Sache schon recht nahe.

Lauscher:Abkochen ja/nein: Prinzipiell wäre abkochen/DDKT ja nur dazu da, um vorhandene Mykos abzutöten, gehe ich davon aus. Da wir hier keinen Wald- sondern Ackerboden ohne Waldrandkontakt haben, dürfte ich mir das sparen können, vermute ich.
Konsequenz: 1 Punkt für das Gefühl.
Beimpfung: Hainbuche (Birkengewächs ) und Hasel kann ich die Stecklinge im Wasser Wurzeln ziehen lassen. Wenn ich dann diese in die Tinktur eintauche und zusätzlich noch 1-2 Gramm über die Wurzeln drüberstreue, kommen die doch ums Fruchten gar nicht mehr drumrum, oder Lauscher? Koschded halt mehr, aber doch weniger als ein Baumschulbaum.
Liege ich da richtig?
Danke

ohkw:Bachelor-Projekt: Ein Bekannter studiert an der Uni Hohenheim Agrar. habs mit dem disk und er mit den Profs. Das Thema war denen zu "randlastig". Schön, gell. Ist halt kein Mais.
1000 Trüffelbäume: Für den Fall, dass ich die Anlage erweitere, packe ich das Thema grundsätzlich anders an. Jetzt weiss ich größtenteils, welche Punkte kritisch sind und werds gern auch allen Interessierten mitteilen. Eine Erfahrung schon vorweg: Die Anschaffung der Bäume ist der kleinere Teil der notwendigen Investitionen. Und ein Quad ist Gold wert.

Welche Punkte in Sachen Hygiene oder nachträgliches Beimpfen sollte ich noch beachten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Freitag, 20. Juli 2018 06:47 
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Neuling

Registriert: Dienstag, 08. Mai 2018 07:58
Beiträge: 32
Tubex hat geschrieben:
Lauscher:Abkochen ja/nein: Prinzipiell wäre abkochen/DDKT ja nur dazu da, um vorhandene Mykos abzutöten, gehe ich davon aus. Da wir hier keinen Wald- sondern Ackerboden ohne Waldrandkontakt haben, dürfte ich mir das sparen können, vermute ich.
Konsequenz: 1 Punkt für das Gefühl.
Und gleichzeitig 100 Punkte für die Konti's ... wie Bakterien und alle sonstigen niederen Pilze (Schimmel), die überall reichlich vorhanden sind.

Das ist wie Wüstensand aus der Atacama zum Bestellen seiner Felder zu verwenden ... "Da wächst ja ehh nix, den Sand nehm ich her, wässere ihn gut und pflanze da Salat drin" ... schaut dann so aus:

Atacama ohne & mit Regen

Du willst vermutlich DEINEN Wunschpilz wachsen lassen und nicht drauf hoffen, dass er sich gegen alle anderen unerwünschten Keime durchsetzt. Wie pflanzt du im Garten was an? Zupfst du Unkraut, oder hoffst du drauf, dass dein Gemüse stärker ist?

_________________
Pilzzucht-DAU


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Freitag, 20. Juli 2018 14:36 
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Registriert: Donnerstag, 18. August 2016 22:03
Beiträge: 753
Tubex hat geschrieben:
Nur Mut!
Es ist okay etwas nicht zu können.
Aber es ist nicht okay, es nicht mit Herzblut zu versuchen!

Tubex hat geschrieben:
Prinzipiell bräuchten wir die "Tinktur" und die Substratzusammensetzung. Das ist der Weg!
Wir kriegen das hin. Edison hats auch geschafft! ( möcht nicht wissen, wie viele Versuche der hatte)

:lol: Motivationstrainer hättest werden sollen.
Ich weiß nicht ob die Substratzusammensetzung oder eine "Tinktur" wichtig ist... für wurzel als auch pilz gute Bedingungen zum wachsen bereitstellen. feucht luftig sauber. Wie sauber weiß ich nicht. Musst halt mehrere Versuche anstellen. Gut wäre wenn du die Möglichkeit hättest zu überprüfen obs funktioniert hat.

viewtopic.php?f=45&t=4359
in diesem thread sind vielleicht ein paar nützliche infos

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Donnerstag, 26. Juli 2018 15:02 
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Neuling

Registriert: Freitag, 13. Juli 2018 13:54
Beiträge: 6
GrafDracula: Deshalb reden wir drüber. Hast du Erfahrung im Bereich der Substratherstellung? Dein Argument hat natürlich schon gezogen! Da wär ich dankbar für etwas Unterstützung.

Mariapilz: Und wieder ein paar Puzzleteile, die passen. Danke!

Hat jemand von euch selbst Trüffelbäume? Augenblicklich ist es echt hart, die am Leben zu erhalten. Hält es jemand für denkbar, ein wasserkonservierendes Kissen oder Gel mit einzupflanzen, das die Feuchtigkeit halten könnte? Nein, vergesst das, das müsste viel zu groß sein, denke ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Donnerstag, 26. Juli 2018 15:27 
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Pilzfreak

Registriert: Sonntag, 25. Februar 2018 17:56
Beiträge: 101
Da nimmst normalerweise Bimsstein, Blähton oder Perlit. Das hält das Wasser ziemlich gut. Ich verwende das für meine Terassenkübelpflanzen und die halten es dann deutlich länger ohne Gießen aus.
Einfach unter die Erde mischen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Substratzusammensetzung für Tuber mela und unicinatum
BeitragVerfasst: Freitag, 27. Juli 2018 07:04 
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Neuling

Registriert: Dienstag, 08. Mai 2018 07:58
Beiträge: 32
Tubex hat geschrieben:
GrafDracula: Deshalb reden wir drüber. Hast du Erfahrung im Bereich der Substratherstellung? Dein Argument hat natürlich schon gezogen! Da wär ich dankbar für etwas Unterstützung.
Erfahrungen sind relativ, hab selber bisher ca. 20 Ladungen Substrat sterilisiert, im DDKT und neuerding auch in nem kleinen Autoklav mit dem ich auch über 121°C komme. Bisher hatte ich noch keine Kontaminationen im Substrat oder Petri's ... nee stimmt nicht, gestern eine Stelle gesehen, da weiß ich aber wo's herkommt, auf jeden Fall nicht von falscher oder nichterfolgter Sterilisation, sondern nachträglichem Einbringen ... einfach meine Nachlässigkeit gewesen.

Generell gilt aber ... wenn du Z wachsen lassen willst, sieh zu, dass nicht schon vorher Samen/Sporen von A-Y im Medium enthalten sind und dass hinterher auch die Samen/Sporen von A-Y draußen bleiben. Da du wahrscheinlich nicht Gott bist, kannst du dich auch nicht Kraft deiner Wassersuppe hinstellen und bestimmen, dass Z in deinem Versuch der Stärkste sein soll ... mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit ist irgendeiner von A-Y stärker als dein Z :D

_________________
Pilzzucht-DAU


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