Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

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BKY
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Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von BKY » Samstag, 26. August 2017 13:13

Hallo, ich habe heute ein paar Trompetenpfifferlinge gefunden , dabei waren seltsame bräunliche Exemplare.
Könnte es sich dabei um die Kraue Kraterelle handeln? Oder sind das normale Trompetenpfifferlinge.
Sind die mit dem gelben Stiel dann die var. lutescens?
PICT1966.JPG
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Ich hoffe ich kann die ohne Bedenken essen. Irgendwie sind die untereinander gewachsen.
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von Lauscher » Samstag, 26. August 2017 14:14

Hm, ich bin weit davon entfernt, Pifferlingsexperte zu sein. Trotzdem, auch für die gelben Pilze: Müßten die Lamellen nicht viel weiter den Stiel heruntergehen? Ich bezweifle noch, ob es sich um eine Pfifferlingsart handelt, ob gelb oder grau.
pilzforum.eu hat viele kundige Pilzbestimmer, dort könntest du auch nachfragen.
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von BKY » Samstag, 26. August 2017 16:24

Also diese gelbstieligen hab ich schonmal gegessen und die waren top.
Allerdings weiß ich bis heute nicht ob das Trompetenpfifferlinge, Starkriechende Pfifferlinge, oder was weiß ich sind.

Geruch ist eigentlich unscheinbar. Wenn sie frisch gesammelt oder nass sind dann riechen die etwas nach Minze oder Fichtennadeln.
Von den braunen hab ich nicht soviele dass ich da einen eigenen Geruch feststellen konnte.

Es soll da ja gelbstielige geben und anscheinend auch normale.
Und da sie Leisten haben und hohle Stiele denke ich mal dass sie genießbar sind.

Ich muss dazu noch sagen dass es sich bei fast allen um kleine Exemplare handelt und der Stiel ging noch ziemlich weit ins Moos hinein.
Auf dem letzten Bild denke ich müssten die Lamellen weit genug runtergehen.

Da die Hüte der braunen auf der Oberseite so ungleichmäßig sind dachte ich dass sie ausgewachsen evtl. aussehen wie die Krause Kraterelle.
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von Wurstpelle » Samstag, 26. August 2017 20:08

hallo BKY


Bild 1 + 6 und 7 sehe ich den Trompeten- Pfifferling ( Cantharellus thbaeformis ) oder Gelbe Kraterelle ( Cantharellus lutescens)

von Bilder 2- 5 werfe sie besser weg

kann ein Zimtbrauner Hautkopf ( Cortinarius cinnamomeus ) oder Orangefuchsiger Rauhkopf (Cortinarius orellanus ) sein besser is besser :wink:

und warum glänzen die so??? vorm Foto machen schon gewässert/ geputzt???

ich war heute auch wieder in die Pilze und habe viele Semmelstoppelpilze gefunden ( 33 ) und zwei Steines ohne Maden oder Schnecken fraß

grüsse Benny :wink:
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von BKY » Samstag, 26. August 2017 20:58

Also ich denke die beiden die du genannt hast sehen schon deutlich anders aus als Trompetenpfifferlinge.
Es war heute ziemlich trocken und die Hüte der Trompetenpfifferlinge waren grau. Ich hab sie dann nach dem putzen gewässert und sie gewannen wieder an Volumen und
sahen dann auch wieder frischer aus.

Wie gesagt ich dachte zuerst dass alles Trompetenpfifferlinge sind , erst beim Putzen hab ich gesehen dass die einen total braun waren. Evtl. könnte es auch einfach so sein dass es die
waren die ich innen in einem Baumstumpf gefunden habe und sie kein Licht abbekommen haben.

Sie sind auch hohl wie die Trompetenpfifferlinge und haben den gleichen Faltigen Stiel.

Edit. Okay ich tippe mittlerweile darauf dass sie ihre Farbe verloren haben da sie teilweise etwas eingetrocknet waren und durch das Wasser sind sie von der Form her wieder so geworden wie wenn sie frisch gesammelt worden wären.
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von BKY » Sonntag, 27. August 2017 11:27

Also ich hab auf einer Seite zu Norwegen folgendes gefunden:

Der Trompetenpfifferling: Hut 2-6 (8) cm breit, gelbbräunlich bis graubraun, olivbraun, dünnfleischig mit wellig runzelig nach außen verbogenem Rand, trompetenförmig vertieft, im Alter oft in einen durchbohrten Stiel übergehend (daher der andere deutsche Name für den gleichen Pilz: "Durchbohrter Leistling").
Keine Lamellen, sondern dickliche, mehr flache, deutlich gegabelte Leisten, die fest mit dem Hutfleisch verbunden sind und viele Queradern aufweisen. Nur schwach am Stiel herablaufend.
Stiel hohl, bis 8 (10) cm hoch, grubig, verbogen, schmutziggelblich im Alter wässrig braun.
Geruch schwach.
Geschmack angenehm pilzig, mit leicht schärflich-pfeffriger Note.

Also könnte der braune Stiel davon kommen dass sie schon etwas eingetrocknet waren bzw. schon länger stehen oder wenig Licht bekommen haben.
Ich habe die braunen entsorgt , hab aber heute gesehen dass bei den anderen jetzt auch welche mit braunem Stiel dabei sind.
Ich denke die verlieren dan einfach Farbe.
Die Leisten laufen nur schwach am Stiel herab.

Seltsam ist nur dass ich von diesem Geruch den meine haben noch nichts im Internet lesen konnte. Minzig fast schon ätherisch aber schwach und nur im frischen bzw. nassen Zustand warnehmbar.
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von geer » Sonntag, 27. August 2017 17:47

Hallo,
für mich sieht der Pilz auf Bild 2.3,4 und 5 aus wie der Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis). Auf Bild 6 und 7 ist es der Gelbstieliger Trompetenpfifferling (CANTHARELLUS TUBAEFORMIS VAR. LUTESCENS). Der Grauer Leistling (Craterellus cinereus) sieht für mich anderst aus. Ich kann mich natürlich auch täuschen.

Gruß geer
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von BKY » Sonntag, 27. August 2017 19:10

Ich hab im ersten Post nicht den Grauen Leistling gemeint sondern die Krause Kraterelle, hab das "s" ausversehen vergessen.

Müsste der var. lutescens nicht der starkriechende Pfifferling sein?

Ich hab irgendwie den Durchblick verloren sind Trompetenpfifferling und Gelbstieliger Trompetenpfifferling unterschiedliche Arten? Und der starkriechende müsste ja auch wieder eine eigene Art sein.

Also sie wie ich das jetzt sehen ist der Trompetenpifferling der Tubaeformis, der gelbstielige der Tubaeformis var. lutescens , und der starkriechende der lutescens.

Ich hab die Pilze übrigens heute gegessen und sie waren Top. Die braunen wurden entsorgt aber ich denke das waren auch Trompetenpfifferlinge.
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von geer » Montag, 28. August 2017 17:32

Hallo, nur kurz eine Berichtigung.
Der Starkriechende Leistling wird in meiner Literatur als Chantharellus xanthopus bezeichnet.
Er soll im Gebirgs-Nadelwald unter Fichten und Tannen auf Kalkböden wachsen.
Gruß geer
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Re: Hilfe bei Trompetenpfifferlingen, Kraterellen

Beitrag von BKY » Montag, 28. August 2017 17:38

Da wo ich sie gefunden habe wuchsen überall Heidelbeeren und ich denke bei uns in den Wäldern sieht es eher schlecht aus mit kalkhaltigem Boden.
Diese Pilze sind übrigens die besten Pilze neben den normalen Pfifferlingen die ich bis jetzt probieren durfte.
Ich finde sie sogar noch ein bisschen bessser.

Die Trompetenpifferlinge werden anscheinend im Internet gerne mit den Starkriechenden verwechselt wenn man nach Bildern sucht.
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