Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

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Zitronenfalltür
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Samstag, 05. Juni 2021 17:52

Naja, im Prinzip kannst du damit alles regeln, auch den Kaffe der Schwiegermutter :lol:
Ihr habt das sicher schon genau ausdiskutiert, aber ich schalte schnell ab, wenn es mir zu hoch wird. :roll:
Nö, bin Neuling und ganz einfach ist es nicht. Hab null Ahnung von Linux, die Einrichtung ist für mich die größte Hürde.
Oder hängt das nur von den Sensoren ab?
Was könnt ihr über die Regeltechnik alles ansteuern?
Kann man damit "normale" Geräte schalten, die ich mit einem Stecker in eine Steckdose stecken würde?
Bzw. eine handelsübliche Steckdosenleiste schalten?
Ist das abhängig von der Leistung der zu schaltenden Verbraucher?
Der Raspi kann Signale ausgeben, um z.B. Geräte ein oder aus zu schalten, die zuvor gemessen wurden. Der Raspi kann aber keine Verbraucher schalten, dafür braucht es Relais, da die Ausgangsstromstärke nur ein paar mA sind. Mit einer Relaiskarte lässt sich so gut wie alles schalten, auch 230V Verbraucher.

Grüße, Markus.
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fabi
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von fabi » Samstag, 05. Juni 2021 20:04

Mycomane hat geschrieben:
Samstag, 05. Juni 2021 17:38
Was genau könnt ihr alles steuern?
Luftfeuchtigkeit, Temperatur, CO2-Gehalt?
Kaffeetemperatur der Schwiegermutter etc. ...? :mrgreen:
Oder hängt das nur von den Sensoren ab?
Das steuern ist ja Regeltechnik, bzw. hängt das von den Geräten ab ob sie in der Lage sind die Umwelt zu beeinflussen.
Die Sensoren nehmen die ist-Werte auf und mit Relais schaltet man irgendwelche Geräte um auf den soll-Wert zu kommen. Der Raspberry Pi bildet sozusagen die Brücke.
Sensoren gibts für: Temperatur, Feuchtigkeit, Licht (jegliche Spektren), CO2 und andere Gase, Substratfeuchtigkeit, pH-Wert, Entfernungsmesser, einfache Türschalter und so weiter.

(Das mit dem pH-Wert wäre mal interessant beim durchwachsen von z.B. Shiitake zu sehen)
Mycomane hat geschrieben:
Samstag, 05. Juni 2021 17:38
Was könnt ihr über die Regeltechnik alles ansteuern?
Kann man damit "normale" Geräte schalten, die ich mit einem Stecker in eine Steckdose stecken würde?
Bzw. eine handelsübliche Steckdosenleiste schalten?
Ist das abhängig von der Leistung der zu schaltenden Verbraucher?
Wie Markus schon geschrieben hat läuft das dann über die Relais, was im Prinzip ein Schalter ist, der von einem kleineren Schalter betätigt wird. Beim Anlassen vom Auto laufen die 100A Strom ja auch nicht durch das Zündschloss sondern man schaltet damit auch ein Relais das so hohe Ströme verträgt.

In unserem Fall sind die Relais für maximal 10A ausgelegt, also bei 230V wären das 2300W Leistung, ein kleiner Heizlüfter wär da schon an der Grenze. Wenn einem das zu wenig ist, kann man natürlich damit noch ein größeres Relais schalten.
Also ja, du kannst damit jegliche normale und abnormale Geräte sowie Steckdosenleisten schalten.:D
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Monti » Sonntag, 06. Juni 2021 16:53

Hallo fabi,

auch von mir großes Kompliment und danke fürs Dokumentieren! Ich wollte schon immer mal was mit den RasPi's machen und wusste nie was :D
Wenn ich indor nochmal anfange, dann vermutlich mit dieser Regelung.
malda
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von malda » Montag, 07. Juni 2021 11:55

Monti hat geschrieben:
Sonntag, 06. Juni 2021 16:53
Wenn ich indor nochmal anfange, dann vermutlich mit dieser Regelung.
Dich juckst doch in den Fingern oder täusch ich mich? :wink:
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Zitronenfalltür
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Dienstag, 08. Juni 2021 14:28

Oh Man, mir wächst gleich ein zweiter Hals :shock:
Hab ewig 'rumgefummelt, bring keine Verbindung zwischen Raspi und PC zustande.
Vielleicht liegt es daran, dass ich Netz am PC nur per WLAN über's Handy habe?
Einmal konnte ich mich mit PuTTY kurz verbinden, Verbindung ist aber sofort wieder abgebrochen.
Hat noch wer eine Idee?
Morgen oder übermorgen kommt der WLAN Stick. Hoffentlich funktioniert das besser...

Grüße, Markus.
Zuletzt geändert von Zitronenfalltür am Mittwoch, 09. Juni 2021 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von fabi » Dienstag, 08. Juni 2021 18:21

Zitronenfalltür hat geschrieben:
Dienstag, 08. Juni 2021 14:28
Vielleicht liegt es daran, dass ich Netzam PC nur per WLAN über's Handy habe?
Jap, genau das wirds sein. Der PC muss mit dem gleichen Netzwerk wie der Pi verbunden sein.
Hast du denn keinen Bildschirm + Tastatur die du am Pi anstecken kannst?
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Mittwoch, 09. Juni 2021 16:26

Hy fabi.
Doch, Tastatur und Maus hab ich. Nur keine Internetverbindung. Den WLAN Stick hab ich bei einem Betrüger bestellt, kam grad 'ne Nachricht von Ebay. Neuen bestellt, kommt Fr. bis Mo. Könnt noch versuchen, das Handy per USB mit dem Raspi zu verbinden. Heut wird erstmal etwas gebastelt. Morgen geht's weiter.

Grüße, Markus.
Zuletzt geändert von Zitronenfalltür am Donnerstag, 10. Juni 2021 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Nesel
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Nesel » Mittwoch, 09. Juni 2021 23:12

Zitronenfalltür hat geschrieben:
Samstag, 05. Juni 2021 14:43
Als Versorgung für den Pi hab ich ein Handynetzteil mit 2,0A. reicht das dafür? oder kann ich an GND und VCC der Karte ein externes Netzteil
mit 5V hängen? Ist dafür der Jumper auf dem Board? Kam leider ohne Dokumentation...
Wenn die 2A nicht ausreichen merkst du das an einem instabilen System, also System-Freeze, Reboot ohne ersichtlichen Grund. Das Netzteil selbst sollte einen Überlastschutz haben (wenn nicht, siehst du das am schmelzenden Gehäuse). Das was am meisten Strom brauchen wird ist neben dem PI selbst der WLAN-Dongel den du verwenden willst und selbst mit dem sollten da noch genügen Luft vorhanden sein.

Wenn es nicht klappt, oder man die Relais galvanisch getrennt vom PI versorgen möchte, kannst man den Jumper JD-VCC abziehen und die Relais mit einem eigenen Netzteil versorgen.
fabi hat geschrieben:
Samstag, 05. Juni 2021 16:28
Als ich das gemacht habe, hab ich gar nicht so genau geschaut und bin nach nur einer Anleitung gegangen und habe alles direkt an den Pi angeschlossen, VCC an 5V, die IN an GPIO ohne Widerstand. Bisher funktioniert alles einwandfrei.
...
Ich werde aber standhaft bleiben und lasse das so wies ist und werde berichten wenn, falls überhaupt, irgendwas den Geist aufgibt.
Wenn ich das richtig sehe schalten deine Relais wenn der GPIO-Pin auf GND gelegt wird (also invertierte Logik). Die Relais-Platine müsste auch den üblichen Aufbau haben und dann kommen keine 5V am PI an. Zwischen den 5V Vcc hängen ja noch ein Vorwiderstand, der Optokoppler und die LED. Der Spannungsabfall ist ca. 1V (ggf. etwas mehr) pro LED (Optokoppler besteht auch nur aus einer LED und einem Fototransistor) und dann kommen nicht mehr als 3V am GPIO-Pin an. Ich hab das vor Jahren sogar mal nachgemessen. In dem Fall kann da nichts passieren.
Zitronenfalltür hat geschrieben:
Mittwoch, 09. Juni 2021 16:26
Neuen bestellt, kommt Fr. oder Mo. Könnt noch versuchen, das Handy per USB mit dem Raspi zu verbinden.
Ich würde empfehlen die paar Tage zu warten bis der WLAN-Dongel kommt. So ein USB-Mobiltelefon-Modem am PI zu betreiben hat auch ein gewisses Frustpotential. Da das Ende der Durststrecke absehbar ist kannst du die Zeit auch sinnvoller nutzen.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Donnerstag, 10. Juni 2021 13:00

Vielen Dank für deine Einschätzung, Nesel!
Wenn es nicht klappt, oder man die Relais galvanisch getrennt vom PI versorgen möchte, kannst man den Jumper JD-VCC abziehen und die Relais mit einem eigenen Netzteil versorgen.
Ja, das ist der Plan. Wenn ich dich richtig verstanden habe, sind die kleinen schwarzen Dinger Optokopler, dann sollte ein externes Netzteil mit 5V kein Problem sein.
So ein USB-Mobiltelefon-Modem am PI zu betreiben hat auch ein gewisses Frustpotential
Werd das evtl. ausprobieren, aber nicht viel Zeit investieren. Der WLAN Prengel sollte Sa. oder Mo. kommen.
Ist dieser hier: https://www.ebay.de/itm/194146225665

Grüße, Markus.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Nesel » Donnerstag, 10. Juni 2021 23:06

Zitronenfalltür hat geschrieben:
Donnerstag, 10. Juni 2021 13:00
Wenn ich dich richtig verstanden habe, sind die kleinen schwarzen Dinger Optokopler, dann sollte ein externes Netzteil mit 5V kein Problem sein.
Genau die dicken Vierbeiner sind die Optokoppler. Der Betrieb mit externem Netzteil klappt ohne Probleme.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Samstag, 12. Juni 2021 16:48

Moin.

Brauch schon wieder Hilfe. der WLAN Prengel (TP-Link TL-WN823N N300) ist da und sollte kompatibel sein.
Hab die beiden Dateien erstellt. Trotzdem bekomm ich mit PutTTY keine Verbindung zustande.

Hier ein Screenshot vom Raspi nach Boot:
IMG_20210612_172311.jpg
Irgendwelche Tipps, wie ich weiter vorgehe?

Edit: Raspi hat Netz! Update funktioniert schon mal. werd es direkt ohne PC versuchen...

Grüße, Markus.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Samstag, 12. Juni 2021 17:20

Wenn ich versuche, Aquariumpi zu installieren, fragt github nach Name und passwort...
Warum auch einfach...soweit ich's herausfinden konnte, gibt es die Frage wenn nicht über ssh verbunden. Für mehr reicht mein Englisch aber nicht.
Frust :evil:

Edit: Fehler gefunden. Raspberry.local funktioniert bei mir in Putty nicht. Hab die Adresse eingegeben, die der Raspi beim hochfahren anzeigt. Jetzt geht's!

Edit:

Inzwischen kann ich über den Browser am PC auf die Oberfläche des TerrariumPi zugreifen. Soweit funktioniert das schon mal.

Grüße, Markus.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Nesel » Samstag, 12. Juni 2021 23:37

Zitronenfalltür hat geschrieben:
Samstag, 12. Juni 2021 16:48
Irgendwelche Tipps, wie ich weiter vorgehe?
Anscheinend ist SSH bei Raspberry OS nicht mehr standardmäßig aktiv: https://www.raspberrypi.org/documentati ... ccess/ssh/

Laut dem obigen Link kannst du das mit folgenden Befehlen einschalten:

Code: Alles auswählen

sudo systemctl enable ssh
sudo systemctl start ssh
Dann schau bitte noch in die Datei /etc/ssh/sshd_config nach folgenden Zeilen:

Da sollte inet stehen, damit nur IPv4 erlaubt ist, besser für Anfänger

Code: Alles auswählen

AddressFamily inet
Da sollte no oder wenigstens without-password stehen, damit sich root nicht direkt per ssh anmelden kann

Code: Alles auswählen

PermitRootLogin no
Bei beiden Zeilen sollte kein # am anfange stehen, das ist das Kommentarzeichen.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Zitronenfalltür » Sonntag, 13. Juni 2021 21:47

War heute faul und hab nix weiter gemacht. Aber eine grundlegende Frage: Warum alles über PC und Browser?
Wenn der Krempel im Keller fertig ist, will ich den Raspi direkt bedienen und keinen extra PC daneben stellen.
Geht das genauso, oder fehlt mir dann die schicke Benutzeroberfläche und ich muss mich durch ASCI Zeichen quälen? Blöd, wenn man so gar keine Ahnung hat...

Grüße, Markus.
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Re: Anleitung: Fruchtungsraum automatisiert regeln mit einem Raspberry Pi

Beitrag von Nesel » Sonntag, 13. Juni 2021 22:33

Zitronenfalltür hat geschrieben:
Sonntag, 13. Juni 2021 21:47
Aber eine grundlegende Frage: Warum alles über PC und Browser?
Wenn der Krempel im Keller fertig ist, will ich den Raspi direkt bedienen und keinen extra PC daneben stellen.
Geht das genauso, oder fehlt mir dann die schicke Benutzeroberfläche und ich muss mich durch ASCI Zeichen quälen?
Ich denke Terrarium-PI ist eher dafür gedacht, dass du von überall auf der Welt nachschauen kannst wie es deinen Eidechsen im Terrarium geht. :wink:

Du kannst aber auch auf dem PI eine grafische Oberfläche verwenden. Entweder du brennst dir eine neue SD-Card mit dem Image das einen Desktop dabei hat (z.B. "Raspberry Pi OS with desktop") oder du installierst auf deinem bestehenden System eine grafische Oberfläche. Dann kannst du dich am PI einloggen, dort den Browser aufmachen und auf die Oberfläche von Terrarium-PI zugreifen. Dazu braucht der PI dann nicht mal mehr im Netzwerk hängen. Eventuell kannst du dir noch Maus und Tastatur sparen wenn du einen Touch-Monitor verwendest, aber da würde ich dringend zu einem Gerät von Faytech raten und die sprengen sehr oft das Bastel-Budget.
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