160 l Fass

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mariapilz
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160 l Fass

Beitrag von mariapilz » Donnerstag, 04. Oktober 2018 14:20

Wenn ich ausser Seitlingen noch andere Pilzchen züchten will - ich will - brauche ich ... Etwas.

Da mein Beitrag zum Bau nur geistiger Natur ist, brauche ich dauernd Handwerker :| und wenn der dann erfährt was ich will... :shock: :mrgreen: abgeschaut, habe "ich" bis jetzt folgendes zusammengebracht..
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GrafDracula
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von GrafDracula » Freitag, 05. Oktober 2018 13:19

1l Wasser wird laut Wiki zu 1673 Liter Wasserdampf ... bei 160L ergibt das 267680 Liter Wasserdampf --> 267m³ ... bei 2,4m Deckenhöhe füllt das eine 111m²-Wohnung

Ob ich da was eigenes basteln wollen würde ... ???
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Lauscher
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von Lauscher » Freitag, 05. Oktober 2018 14:54

GrafDracula hat geschrieben:1l Wasser wird laut Wiki zu 1673 Liter Wasserdampf ... bei 160L ergibt das 267680 Liter Wasserdampf --> 267m³ ... bei 2,4m Deckenhöhe füllt das eine 111m²-Wohnung
Dann kann Maria ja mal ordentlich Dampf ablassen. :P
mariapilz hat geschrieben:Von den Amis abgeschaut, habe "ich" bis jetzt folgendes zusammengebracht..
Das schaut vielversprechend aus!

Etwas ist mir unklar: Anscheinend kannst Du den Deckel mit Klammern befestigen. Der Deckel hat aber zwei "Stöpsel". Wenn Du Druck aufbauen willst, sind die Stöpsel auch irgendwie befestigt? Oder eingeschraubt? Oder gehen die irgendwann als Rakete an die Decke?

Zum Druckaufbau muß auch der Dampfgenerator Druck bilden können, ansonsten wandert der Dampfdruck zurück in die Wasserleitung. Kann er das? (Sobald der Druck vom Dampf größer ist als der Druck aus der Wasserleitung. Das können aber auch schon mehrere bar sein und damit genug für DDKT Verhältnisse. Kommt bei Dir zahmes Getröpfel aus der Wasserleitung, oder ein kräftiger Massagestrahl?)

Selbst wenn kein oder kaum Druckaufbau möglich ist, wird es auf jeden Fall ein gutes Gerät zum Pasteurisieren und zum Tyndallisieren.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von Ständerpilz » Freitag, 05. Oktober 2018 15:26

GrafDracula hat geschrieben:1l Wasser wird laut Wiki zu 1673 Liter Wasserdampf ... bei 160L ergibt das 267680 Liter Wasserdampf --> 267m³ ... bei 2,4m Deckenhöhe füllt das eine 111m²-Wohnung

Ob ich da was eigenes basteln wollen würde ... ???
So ist das ja nicht gedacht. In den 160-Liter-Behälter wird nur Dampf eingefüllt, kein Wasser. Das ist nicht der Dampfgenerator.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von mariapilz » Freitag, 05. Oktober 2018 21:53

Lauscher hat geschrieben:Zum Druckaufbau muß auch der Dampfgenerator Druck bilden können, ansonsten wandert der Dampfdruck zurück in die Wasserleitung. Kann er das? (Sobald der Druck vom Dampf größer ist als der Druck aus der Wasserleitung. Das können aber auch schon mehrere bar sein und damit genug für DDKT Verhältnisse. Kommt bei Dir zahmes Getröpfel aus der Wasserleitung, oder ein kräftiger Massagestrahl?)
Der Wasserdruck wurde mit einem Druckverminderer wie in der Montageanleitung beschrieben angepasst. Der Installateur war echt ein super Mann!
Lauscher hat geschrieben:Etwas ist mir unklar: Anscheinend kannst Du den Deckel mit Klammern befestigen. Der Deckel hat aber zwei "Stöpsel". Wenn Du Druck aufbauen willst, sind die Stöpsel auch irgendwie befestigt? Oder eingeschraubt? Oder gehen die irgendwann als Rakete an die Decke?
Tja. Das ist :? Ich schätze was passiert kann nur der Versuch zeigen.
Lauscher hat geschrieben: Selbst wenn kein oder kaum Druckaufbau möglich ist, wird es auf jeden Fall ein gutes Gerät zum Pasteurisieren und zum Tyndallisieren.
ich will schon sterilisieren.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von GrafDracula » Montag, 08. Oktober 2018 06:51

Dann verstehe ich die Konstruktion, oder den Sinn dahinter nicht ...

Wasser siedet bei 100°C (und Luftdruck auf ca. Meereshöhe) und solange der Druck wie z.B. in einem Druckkessel nicht ansteigt, kann auch die Temperatur des Wasserdampfes nicht ansteigen ... zu zumindest interpretiere ich die Info's zum Wasserdampf ...

Wozu dann also nen Kessel bauen, wo ich Wasserdampf extern erzeuge und hineinleite, anstatt einfach unten Wasser rein zu machen und zum Kochen bringen? Wenn der Topf ehh nicht als Druckkessel betrieben wird, macht das doch gar keinen Unterschied? ... oder was hast du genau damit vor?
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von ohkw » Montag, 08. Oktober 2018 12:07

Naja, du kannst Wasser nicht mehr als 100°C erhitzen, Dampf aber beliebig hoch. Damit kannst du dann die Substratsäcke bedampfen. Kann man aber auch mit Heißluft machen.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von ABMkoch » Montag, 08. Oktober 2018 19:41

ohkw hat geschrieben:Naja, du kannst Wasser nicht mehr als 100°C erhitzen, Dampf aber beliebig hoch. Damit kannst du dann die Substratsäcke bedampfen. Kann man aber auch mit Heißluft machen.
Sicher, aber dann wird das Substrat halt max. 100 Grad Celsius heiß.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von ohkw » Montag, 08. Oktober 2018 22:28

Naja, die Feuchtigkeit im Substrat wird wohl eher einfach verdampfen und danach ist die Restfeuchtigkeit halt nur mehr vom erkaltenden Dampf. Frage ob das ausreicht.
Hat schließlich schon seinen Grund warum man das "normalerweise" unter Druck macht.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von mariapilz » Montag, 08. Oktober 2018 22:48

Nun denn...
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von GrafDracula » Mittwoch, 10. Oktober 2018 08:58

ohkw hat geschrieben:Naja, du kannst Wasser nicht mehr als 100°C erhitzen, Dampf aber beliebig hoch.


Stimmt so nicht ... der Siedepunkt von Wasser ist Druckabhängig. Wasser bei 1 bar Umgebungsdruck siedet bei 100°C. Wasser bei 15,5bar Umgebungsdruck siedet erst bei 200°C. Das wird zum Beispiel gezielt in der Spritz- & Druckgußindustrie eingesetzt ... dort werden sogenannte Temperiergeräte eingesetzt, bei denen in einem geschlossenen Kreislauf gezielt z.B. 20 Bar Überdruck erzeugt werden und das Wasser da drin auf 200°C erhitzt wird. Da ein Überdruck in dem geschlossenen Kreislauf herscht bleibt es flüssig. Wasser hat von allen Stoffen auf der Welt den höchsten Wärmeübergangskoeffizienten, es ist also extrem wirtschaftlich auf diese Art und Weise Wärme zu transportieren und Werkstücke zu erwärmen/kühlen) Mit diesem 200°C heißen Wasser werden dann die Formen erwärmt, bevor dort heißes Plastik oder auch Aluminium eingespritzt wird. (Ich komm aus dem Bereich, hab solche Wasser-Überdruck-Temperiergeräte selbst konstruiert & gebaut) Dieses Spielchen kann man theoretisch bis 374°C so weitertreiben ... benötigt dann aber schon 221,2bar ... erst ab dieser Temperatur ist Wasser und Dampf nicht mehr voneinander unterscheidbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dampfdruck
ohkw hat geschrieben:Damit kannst du dann die Substratsäcke bedampfen. Kann man aber auch mit Heißluft machen.
In Kraftwerken zum Beispiel werden die Turbinen ja auch mit sehr heißem Wasserdampf betrieben, teilweise bis zu 600°C ... aber da herscht dann auch ein Druck von 285bar.

Wenn du sagen wir 1l Wasserdampf bei 100°C und 1bar Druck in einem Kessel einsperrst und diesen Kessel und somit die Temperatur des Wasserdampfes weiter erhöhen willst, dehnt sich der Wasserdampf weiter aus --> in Folge steigt auch der Druck und nur dann steigt auch die Temperatur des Wasserdampfes. Läßt du den Kessel offen und erhitzt ihn, wird der Wasserdampf darin immer "dünner", weil das zusätzliche Volumen der Temperaturbedingten Ausdehnung entweicht und der Wasserdampf im Kessel hat weiterhin nur 100°C.

Edit: die Temperatur des Dampfes steigt doch, Wasserdampf kann tatsächlich heißer als 100°C werden, allerdings sinkt eben die Dichte wie oben beschrieben. Doch was passiert wohl mit dem Wasser in einem z.B. feuchten Substrat, welches von außen auf >100°C erhitzt wird? ... wenn der Umgebungsdruck "nur" 1bar beträgt, wird es sieden und zu Wasserdampf werden, wodurch das Substrat austrocknet. Damit dies nicht passiert, wird bei Erhitzung >100°C das ganze unter Druck gesetzt :-)
Zuletzt geändert von GrafDracula am Mittwoch, 10. Oktober 2018 09:35, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von mariapilz » Mittwoch, 10. Oktober 2018 09:10

ohkw hat geschrieben:Naja, die Feuchtigkeit im Substrat wird wohl eher einfach verdampfen und danach ist die Restfeuchtigkeit halt nur mehr vom erkaltenden Dampf. Frage ob das ausreicht.
das weiß ich jetzt auch nicht. Dieses Problem ist mir aber während der Recherche nie untergekommen. Da ich aber nicht wirklich einen sauberen Platz zum abkühlen habe, ist der Plan dass ich die Säcke zu 3/4 verschweiße...

ohkw hat geschrieben: Hat schließlich schon seinen Grund warum man das "normalerweise" unter Druck macht.
Grund ist wohl die Themperatur.

Jedoch hat sich eine andere Unannehmlichkeit aufgetan. Die Steuerung ist mit dermassen vielen Sicherheitsvorkehrungen gespickt, daß Babysitting notwendig ist. Alleine lassen will ich ihn jetzt nicht aber... es wird sich zeigen in welchen Zeitabständen ich schauen muss.
Zuletzt geändert von mariapilz am Sonntag, 16. Juni 2019 09:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von Ständerpilz » Mittwoch, 10. Oktober 2018 15:08

Da gebe ich Dracula voll und ganz Recht!

Ich bin ja mal gespannt, ob es am Ende so funktioniert.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von mariapilz » Donnerstag, 11. Oktober 2018 06:27

GrafDracula hat geschrieben:Doch was passiert wohl mit dem Wasser in einem z.B. feuchten Substrat, welches von außen auf >100°C erhitzt wird? ... wenn der Umgebungsdruck "nur" 1bar beträgt, wird es sieden und zu Wasserdampf werden, wodurch das Substrat austrocknet. Damit dies nicht passiert, wird bei Erhitzung >100°C das ganze unter Druck gesetzt :-)[/color]
.... erhitzt wird...
ah ja! hab ganz vergessen, daß der Fisch, die Kartoffeln,.... Die ich in meinem Dampfgarer gare getrocknet rauskommen....
Zuletzt geändert von mariapilz am Freitag, 24. Mai 2019 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 160 l Dampfsterilisator

Beitrag von ohkw » Donnerstag, 11. Oktober 2018 06:43

Im Endeffekt siedet die Feuchtigkeit des Substrates ja auch im Druckkochtopf wodurch das Substrat ja nach Dauer trockener wird.

Du könntest ja im Grunde auch mit Normaldruck und Heißdampf Trockensterilisieren und im normalen DKT Wasser sterilisieren mit dem du das dann nachträglich feucht machst. Womöglich sogar energiesparender.
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