Wie genau fange ich jetzt eigentlich an?

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Röde Orm
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Wie genau fange ich jetzt eigentlich an?

Beitrag von Röde Orm » Dienstag, 23. Juni 2009 21:26

Also, ich hab jetzt verschiedene Sorten Substratgrundlage:

Holzchips (Buche), Holzmehl (Buche), auch Holz von Buche und Eiche in kleiner Stücken, ich habe Kaffeepulver (getrocknet) und Gips.

Und dann habe ich dieses Tüten mit so einer weissen Filterschicht über einem seitlichen Loch und natürlich einen 10 Liter DDT.

Und jetzt ??

Wenn ich die Chips mit Holzmehl, ein paar kleineren Stückchen, ein bisschen Kaffee und einem Löffel Gips mische und dass dann autoklaviere - ist das OK ???

Wieviel Wasser soll da rein ??

Und wie beimpfe ich das Substrat dann ?

Ich meine, wenn ich die Tüte vor dem Autoklavieren zusiegele, bekomme ich nichts mehr rein. Warte ich bis danach, können ja auch Konti´s dran kommen.

Irgendwie steht das alles nirgendwo so richtig konkret, sondern immer nru so allgemein nach dem Motto "Nehmen Sie Mehl, Wasser und Hefe, backen Sie daraus ein Brot."


:roll: :cry:
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Mycelio
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Beitrag von Mycelio » Dienstag, 23. Juni 2009 22:35

Hallo,

grobe und feine Späne zu mischen und nen Löffel Gips dazuzugeben, ist schonmal gut. Ob und wieviel Kaffeesatz du zugibst, hängt ganz von der Pilzart ab. Für Seitlinge sind auch größere Anteile kein Problem. Als Zuschlag für Holzsubstrate verwenden die meisten Züchter Kleie.

Die richtige Feuchtigkeit hinzubekommen, ist nicht ganz einfach. Wenn ich Späne längere Zeit einweiche und abtropfen lasse, sind sie immer zu naß. Mein Tip wäre, ein paar Löffel von den feinen Spänen erst hinterher unterzumischen, damit das überschüssige Wasser zwischen den Spänen aufgesaugt wird.
Wenn du die Zutaten vor und nach dem Befeuchten wiegst, weißt du beim nächstenmal, wieviel Wasser du zugeben mußt, damit es genau paßt.


Zu den Beuteln, zum Verschweißen vs. DDKT und Beimpfen äußert sich bestimmt noch jemand, der sich damit auskennt. Bei mir wächst alles in Gläsern und Blumentöpfen.

Grüße, Carsten
Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » Mittwoch, 24. Juni 2009 09:49

Erst mal vielen Dank.

Immerhin habe ich schon mal unbewusst was richtig gemacht:

Mir kam nämlich das Spänegemisch zu feucht vor, also hab ich es ncoh mal mit rund 1/3 trockener Maße gemischt.

Hhhmmm. Wenn Du das in Blumentöpfen machst, sollte ich es vielleicht auch mal so probieren.

Immerhin funktioniert es ja bei Dir, bei mir aber nicht.
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hegaupilz
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Beitrag von hegaupilz » Mittwoch, 24. Juni 2009 12:46

Hi Röde oder Orm :?:

Ich füll die Beutel und dann wird er einfach nach unten umgeschlagen, nicht verschweißen. Damit der Beutel nicht mehr aufklappt kleb ich einfach einen Streifen Maler Kreppband drauf, es gibt auch spezielle autoklavier-Indikator-Klebebänder. Jetzt kann immer noch genügend Dampf in den Beutel strömen und beim Druck ablassen des autoklavens bläht es die Beutel nicht so auf. Beutel nun aus dem Autoklav oder DDKT nehmen. Durch den umgeschlagenen Beutelrand fliegen von unten keine Keime rein. Vor der Reinbank Streifen abziehen und Beutel öffnen. :!: Beutelrand nicht berühren :!: . Nun von oben beimpfen.
Alternativ Beutel nach autoklavieren verschweißen und mittels Mycelspritze oder Impfspies (beimpfte Schaschlikstäbchen) durch Beutelwand beimpfen.
hoffe geholfen zu haben

Grüße Holger
Röde Orm
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Beitrag von Röde Orm » Mittwoch, 24. Juni 2009 15:08

Hallo, vielen Dank für die Tipps.

Ich bin schon mal gespannt, ob ich das alles gebacken bekomme.

"Röde Orm" ist ürbigens eine Romanfigur aus dem gleichnamigen Buch.

Uralt, aber spannende Urlaubslektüre .... :wink:
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Beitrag von Mycelio » Mittwoch, 24. Juni 2009 15:31

Hallo nochmal,

mit den Blumentöpfen mache ich es so, daß ich sie mit durchwachsenem Substrat fülle und ein paar Zentimeter Erde-Blähton-Gemisch rundrum. Dann noch Stroh oder Heu drauf, damit es nicht so schnell austrocknet und ab auf den Balkon, aber in den Schatten. Kontis und Trauermücken kommen zwar vor, werden aber meist von was anderem gefressen. Probleme habe ich nur ab und zu mal mit Regenwürmern.

Grüße, Carsten
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Re: Wie genau fange ich jetzt eigentlich an?

Beitrag von Glückspilz » Mittwoch, 06. Januar 2016 10:18

Hallo und noch die besten Wünsche für das Jahr 2016! :D

Ich durchstöbere immer wieder mal die Threads hier im Forum und hoffe, dass sich die vielen Infos allmählich in einen sinnvollen Zusammenhang fügen! :roll:

Meine praktischen Erfahrungen bis jetzt sind Austernseitlinge in Töpfen aus gekaufter Körnerbrut und eine Shiitake-Fertigkultur - ich sehne das Frühjar herbei, um auf dem Balkon in Kübeln so eine Art Waldgartenpilzbeet anlegen zu können - und jetzt lese ich hier zum ersten mal, dass Regenwürmer Probleme machen können??? :shock:

Wie das denn, kann dazu jemand noch was sagen?

Liebe Grüße von
Glückspilz
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Re: Wie genau fange ich jetzt eigentlich an?

Beitrag von Ushiab » Samstag, 04. Juni 2016 19:32

Hallo Glückspilz,
ich weiß nicht was an ihnen schädlich sein könnte, da sie ja keine wurzeln fressen, sondern nur totes Material.
Aber vielleicht fressen sie Myzel? Oder das Substrat. Oder sie sind einfach da.^^
Grüßle
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Re: Wie genau fange ich jetzt eigentlich an?

Beitrag von Lauscher » Samstag, 04. Juni 2016 19:46

Soweit ich weiß, ziehen Regenwürmer Pflanzenmaterial von der Oberfläche in die Tiefe und lassen es da von Pilzen überwachsen. Das Myzel auf diesen Pflanzenresten frißt der Regenwurm.
Möglicherweise können sich Regenwürmer auch in Myzelblöcke einfressen :?:
Ich habe vor ein paar Tagen einen Austernblock im Garten verbuddelt, den sollte ich mir bei Gelegenheit mal wieder anschauen ... erst einmal möchte ich sehen, ob auf diese Weise "Gartenaustern" im Blumenbeet wachsen.
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