Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

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kornpilz
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Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von kornpilz » Sonntag, 27. Januar 2019 10:07

Moin Moin,


Ich koche mein Gertreide nicht mehr.

Das Korn wird ca 24 Stunden eingeweicht in warmen Wasser aus der Leitung.

Danach abtropfen lassen ca 10 min und los in die Gläser oder Säcke.

Bis jetzt konnte ich kein Nachteil feststellen. Ganz im Gegenteil. Ich spare Zeit und Energie.

Wieso kocht man das Gertreide eigentlich?
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Monti
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von Monti » Sonntag, 27. Januar 2019 12:24

Ich lasse in der Regel auch nur einweichen. Muss nicht mal 24 h sein, kürzer geht auch.
Wenn ich allerdings kurzfristig was brauche, koche ich mir Hafer mit Spelzs für ca. 10 bis 15 min. Fuktioniert auch gut. Bei beiden methoden anschließend 1 % Gips dazu.
Meine Erfahrungen beschränken sich aber auf Austern...
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Lauscher
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von Lauscher » Sonntag, 27. Januar 2019 12:34

Ich koche Getreide auch nicht. 24 Stunden kalt einweichen ist gut.

Trockenes Getreide kochen ist sogar schlecht: Die Körner quellen zu schnell auf und platzen. Das gibt Matsche im Substrat.

Ich habe ein paarmal die Körner keimen lassen. Einfach mehrere Tage einweichen und einmal pro Tag das Wasser wechseln. Wenn der Keimling sich zeigt, ist das Korn geöffnet und der Pilz kann leichter eindringen. Außerdem entstehen beim Keimen aus den Kohlenhydraten allerlei Aminosäuren und anderes gesundes Zeug, was dem Pilz gut schmeckt.
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mariapilz
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von mariapilz » Sonntag, 27. Januar 2019 16:50

Ich weiche auch nur ein. Ich schwänze die Körner mit heißem Leitungswasser zuerst mal ab. Dann in heißem Leitungswasser 18 Stunden stehen lassen und dann wieder mit heißem Leitungswasser abschwänzen. 5 Minuten abtropfen und dann trockenes Vermiculit dazu... Sonst ists mir einfach zu feucht. wenig Gibs.

Der einzige Nachteil bei der Einweichmethode ist ... meiner Meinung nach... Die Vermehrung von Bakterien. Du hast sicher auch die Blasen auf der Wasseroberfläche bemerkt... Der Anfang einer Gärung... deshalb schwänze ich sorgfältig ab.

Eine andere Methode (selbst nie probiert) nur gelesen: trocken Korn in Unisack, abgemessene Menge an Wasser auch in Unisack, sofort sterilisieren, fertig.
Lauscher hat geschrieben:Trockenes Getreide kochen ist sogar schlecht: Die Körner quellen zu schnell auf und platzen. Das gibt Matsche im Substrat.
bin ganz deiner Meinung
Lauscher hat geschrieben:Ich habe ein paarmal die Körner keimen lassen. Einfach mehrere Tage einweichen und einmal pro Tag das Wasser wechseln. Wenn der Keimling sich zeigt, ist das Korn geöffnet und der Pilz kann leichter eindringen. Außerdem entstehen beim Keimen aus den Kohlenhydraten allerlei Aminosäuren und anderes gesundes Zeug, was dem Pilz gut schmeckt.
das muss ich jetzt mal wirklich probieren.

kornpilzi... ich glaube du hast es nicht gesehen... Schau doch bitte mal da rein...viewtopic.php?f=50&t=4378
es würde mich echt interessieren
Tom02
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von Tom02 » Sonntag, 27. Januar 2019 21:51

Aber danach wird das Getreide noch sterilisiert sonst hätten es ja Kontamination sehr leicht?
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mariapilz
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von mariapilz » Montag, 28. Januar 2019 09:23

Tom02 hat geschrieben:Aber danach wird das Getreide noch sterilisiert sonst hätten es ja Kontamination sehr leicht?
selbstverständlich
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von krull » Montag, 28. Januar 2019 10:21

Ich habe das auch noch nie anders gemacht. 24h einweichen lassen, abtropfen lassen, ins Glas und ab damit in den DDKT.
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kornpilz
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von kornpilz » Montag, 28. Januar 2019 15:56

Die letzten Beiträge des Themas - Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.
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krull
Betreff des Beitrags: Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr. Mit Zitat antworten
Ich habe das auch noch nie anders gemacht. 24h einweichen lassen, abtropfen lassen, ins Glas und ab damit in den DDKT.
Beitrag Verfasst: Montag, 28. Januar 2019 10:21

mariapilz
Betreff des Beitrags: Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr. Mit Zitat antworten
Tom02 hat geschrieben:
Aber danach wird das Getreide noch sterilisiert sonst hätten es ja Kontamination sehr leicht?

selbstverständlich
Beitrag Verfasst: Montag, 28. Januar 2019 09:23

Tom02
Betreff des Beitrags: Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr. Mit Zitat antworten
Aber danach wird das Getreide noch sterilisiert sonst hätten es ja Kontamination sehr leicht?
Beitrag Verfasst: Sonntag, 27. Januar 2019 21:51

mariapilz
Betreff des Beitrags: Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr. Mit Zitat antworten
Ich weiche auch nur ein. Ich schwänze die Körner mit heißem Leitungswasser zuerst mal ab. Dann in heißem Leitungswasser 18 Stunden stehen lassen und dann wieder mit heißem Leitungswasser abschwänzen. 5 Minuten abtropfen und dann trockenes Vermiculit dazu... Sonst ists mir einfach zu feucht. wenig Gibs.

Der einzige Nachteil bei der Einweichmethode ist ... meiner Meinung nach... Die Vermehrung von Bakterien. Du hast sicher auch die Blasen auf der Wasseroberfläche bemerkt... Der Anfang einer Gärung... deshalb schwänze ich sorgfältig ab.

Eine andere Methode (selbst nie probiert) nur gelesen: trocken Korn in Unisack, abgemessene Menge an Wasser auch in Unisack, sofort sterilisieren, fertig.

Lauscher hat geschrieben:
Trockenes Getreide kochen ist sogar schlecht: Die Körner quellen zu schnell auf und platzen. Das gibt Matsche im Substrat.

bin ganz deiner Meinung

Lauscher hat geschrieben:
Ich habe ein paarmal die Körner keimen lassen. Einfach mehrere Tage einweichen und einmal pro Tag das Wasser wechseln. Wenn der Keimling sich zeigt, ist das Korn geöffnet und der Pilz kann leichter eindringen. Außerdem entstehen beim Keimen aus den Kohlenhydraten allerlei Aminosäuren und anderes gesundes Zeug, was dem Pilz gut schmeckt.

das muss ich jetzt mal wirklich probieren.

kornpilzi... ich glaube du hast es nicht gesehen... Schau doch bitte mal da rein...viewtopic.php?f=50&t=4378
es würde mich echt interessieren
Beitrag Verfasst: Sonntag, 27. Januar 2019 16:50

Lauscher
Betreff des Beitrags: Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr. Mit Zitat antworten
Ich koche Getreide auch nicht. 24 Stunden kalt einweichen ist gut.

Trockenes Getreide kochen ist sogar schlecht: Die Körner quellen zu schnell auf und platzen. Das gibt Matsche im Substrat.

Ich habe ein paarmal die Körner keimen lassen. Einfach mehrere Tage einweichen und einmal pro Tag das Wasser wechseln. Wenn der Keimling sich zeigt, ist das Korn geöffnet und der Pilz kann leichter eindringen. Außerdem entstehen beim Keimen aus den Kohlenhydraten allerlei Aminosäuren und anderes gesundes Zeug, was dem Pilz gut schmeckt.

Das werde ich Mal testen !!!

Also wenn ihr alle nur eigeweicht , warum gibt es dann im Internet Unmengen von Anleitungen in den das Korn gekocht wird ???!
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von Flexagon » Mittwoch, 30. Januar 2019 12:05

eine kurze frage dazu: ich habe auch paar kg trockenes getreide da, möchte jetzt kastanienseitlingsubstrat vermehren...wenn ich die körner auch bloss einweiche: womit sterilisiere ich es dann bitte (es käme noch stroh und sägemehl dazu dann) ?
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kornpilz
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von kornpilz » Mittwoch, 30. Januar 2019 16:14

Hi Flexagon

Also erst einweichen und dann in die Gläser , die Gläser in den ddkt.

Um Substrat zu vermehren brauchst du nur Korn !

Wenn du genug Kornsubstrat hast. Dann solltest du das Stroh abkochen und wenn es abgekühlt und abgetropft ist mit der Brut vermischen und in Plastiksäcke.

Schau dich Mal im Forum wie man mit Stroh arbeitet! Das Stroh auf keinen Fall sterilisieren sonst kommt der grüne Teufel.
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von Tom02 » Mittwoch, 30. Januar 2019 18:51

wenn ich die körner auch bloss einweiche: womit sterilisiere ich es dann bitte (es käme noch stroh und sägemehl dazu dann)

Sägemehl in der körnerbrut halte ich für sinnvoll wenn man mit der körnerbrut anschließend substrate mit sägemehl/-spähnen beimpfen möchte, weil:
-sich der Pilz schon an das neue substrat gewöhnt hat
-man hat außerdem nochmal mehr angriffspunkte von wo aus das Myzel starten kann.
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mariapilz
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von mariapilz » Mittwoch, 30. Januar 2019 20:04

Da kommt irgendwas durcheinander...
Tom02 hat geschrieben:wenn ich die körner auch bloss einweiche: womit sterilisiere ich es dann bitte
mit einem Dampfdruckkochtopf?
Tom02 hat geschrieben:Sägemehl in der körnerbrut halte ich für sinnvoll wenn man mit der körnerbrut anschließend substrate mit sägemehl/-spähnen beimpfen möchte, weil:
-sich der Pilz schon an das neue substrat gewöhnt hat
-man hat außerdem nochmal mehr angriffspunkte von wo aus das Myzel starten kann.
ja... Gut. .. Pilzmännchen macht das so... ist jetzt sicher nicht nachteilig. (für.). Pilzmännchen erspart sich dadurch aber auch einiges an Körnern. Sägemehl ist viel billiger. Wenn die viele Liter Brut verkaufen rechnet sich das dann schon.

Wie fange ich jetzt an???
Mit der Brut wird Substrat beimpft. Meist hat man Körnerbrut. Sägemehlbrut wird für Baumstämme impfen empfohlen (ich nehme auch dafür Körnerbrut)

du hast also jetzt Körnerbrut. Jetzt kannst du unsteril oder steril weitermachen. Wenn du unsteril weitermachen willst nimmst du entweder Stroh oder Sägemehl als Substrat. Das Stroh oder Sägemehl oder Stroh/Sägemehl Mix wird pasteurisiert ... Und dann mit der Körnerbrut beimpft.

Wenn du steril weitermachen willst, dann nimmst du meist Sägemehl MIT einem Aufwertungsstoff (Kleie.... usw...)

Alles was viele Nährstoffe hat .... Körner, Kleie usw muß (...) sterilisiert werden.

Stroh Sägemehl alleine braucht nicht sterilisiert zu werden weil es nicht viele Nährstoffe hat ....

Körnerbrut herstellen (vereinfacht):
Körner kaufen
Körner einweichen
Körner abtropfen
Körner in Gläser oder Unicornsäcke abfüllen
gefüllte Gläser oder Säcke im Dampfdruckkochtopf sterilisieren
abkühlen lassen
mit Stück aus bewachsener Agarplatte oder schon bewachsenen Körnern (...) impfen
durchwachsen lassen
e voila ... Körnerbrut fertig.
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Re: Ich koche mein Körnersubstrat nicht mehr.

Beitrag von Flexagon » Mittwoch, 30. Januar 2019 23:05

achso, ich meinte das prinzip der sterilisation..also hitze in dem fall...ich dachte, es sei z.b. reiner alkohol oder so vonnöten, aber danke
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