Körnerbrut aufbewahren

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Magdalena
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Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Magdalena » Donnerstag, 05. Dezember 2019 18:05

Hallo, ich bin Magdalena und setze bis jetzt immer nur auf Weizen im Glas meine Pilze an. Ich möchte bitte fragen wie lange ich eigentlich Körnerbrut im Glas aufbewahren kann, wenn dieses schon ganz durchwachsen ist. Normal übertrage ich gleich auf Substrat. Aber in der Urlaubszeit oder etwa als kleiner Vorrat, damit man fortlaufend frische Pilze hätte ?
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Monti
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Monti » Donnerstag, 05. Dezember 2019 21:20

Hallo Magdalena, herzlich willkommen! :)

Wie lange du Körnerbrut aufbewahren kannst, ist ein wenig abhängig von der Art. Ich hab neulich Brut bei Pilzzucht Lehr bestellt. Im Infoblatt schreiben sie, je schneller der Pilz wächst, deso schneller altert er auch und ist dementsprechen weniger lange haltbar. Sie schreiben aber auch, dass bei einer Temperatur von 0 °C bis 2 °C 2 bis 4 Monate gelagert werden kann.

Piopino-Brut hatte ich über mehrere Monate im Kühlschrank und hat bei der Übertragung auf Substrat innerhalb von einem Tag wieder los gelegt.
Austernseitling hatte ich zwei Monate im Keller. Da ist das Myzel schon durch den Filter gewachsen und wollte fruchten. Auf Substrat hat sie schnell los gelegt, alles durchwachsen und will nun fruchten.

Hab hier auch schon gelesen, dass Brut über ein Jahr gelagert wurde und noch brauchbar war. Ich denke schon, dass je frischer, desto vitaler der Pilz. Aber man kann durchaus etwas lagern.

Wie ich sehe hast du auch den Enoki... Was für Substrat nutzt du?
Coole Idee auch mit den Pflastern auf den Gläsern!
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mariapilz
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von mariapilz » Donnerstag, 05. Dezember 2019 22:13

Monti hat geschrieben:
Donnerstag, 05. Dezember 2019 21:20
Im Infoblatt schreiben sie, je schneller der Pilz wächst, deso schneller altert er auch und ist dementsprechen weniger lange haltbar. Sie schreiben aber auch, dass bei einer Temperatur von 0 °C bis 2 °C 2 bis 4 Monate gelagert werden kann.
also einfrieren/0 grad würde ich nicht machen. Die Eiskristalle die sich bilden sind nicht gut. Ich bin immer über 4 Grad gestolpert. Ich habe mich immer gefragt: warum gerade 4?
Bis ich mal durch Zufall erfahren habe dass auch ein Leichnam bei 4 Grad aufbewahrt wird. Weil. .. sich die Zellen bei dieser Temperatur am langsamsten zersetzen. Ich meine ... ein Leichnam hält länger in der Gefriertruhe aber wenn du ihn wieder auftaust ist er matschig. Zellen zerstört. Entschuldigt den Vergleich, das habe ich halt so erfahren. Und. ...Hallo Magdalena :D
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GrafDracula
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von GrafDracula » Freitag, 06. Dezember 2019 07:35

4°C hört sich verdammt nach der Dichte-anomalie von Wasser an (H2O geringste Dichte: 999,975 kg/m³ bei 3,98 °C) ... ist aber auch genau das, was man für'n Kühlschrank empfiehlt etc. ... ich vermute mal auch, dass dort es die Bakterien etc. schon sehr schwer haben, aber immer noch ausreichend Puffer zum Vereisen ist, was ja definitiv zu Eisbildung und Zellschäden führt.
Pilzzucht-DAU ... hat ganz viel Meinung bei wenig Ahnung :-)

- Herr gib mir Geduld - Aber schnell!!!
- Streite nie mit Idioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich mit Erfahrung.
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kornpilz
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von kornpilz » Freitag, 06. Dezember 2019 08:25

Im Kühlschrank im Normalfall Monate, mach dir da mal keine Sorgen und versuchs einfach. So ein Pilz ist ziemlich widerstandsfähig.
Alle Pilze sind essbar , manche nur einmal ;-)
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Magdalena » Freitag, 06. Dezember 2019 13:48

Lieben Dank für die schnellen Antworten, dann stelle ich die ersten Gläser in den Kühlschrank. Mein Mann dreht am Rad, wenn ich zu Keller, Zimmer, Dachboden auch noch im Kühlschrank anfange 🙈 aber da muss er jetzt durch 😅
Im Kühlschrank habe ich 7 Grad- das wird zu warm sein ?
Zur Frage nach dem Substrat zu Enoki, da muss ich erst kurz nachlesen, das weiß ich nicht auswendig und Fotos machen. Das schreibe ich nachher hier.
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Magdalena » Freitag, 06. Dezember 2019 15:47

Für meine Enoki habe ich dieses Substrat verwendet :

800g Weichhozstreu grob
100g Buchenmehl fein
50 g Rosskastanie
50 g Tannenzapfen
30 g Kalk
1/2 Teel. Waldhonig
1 Liter Wasser

Dazu verwende ich einen alten Emaille Topf.
Substrat in den Topf geben. Wasser mit Honig in einem separaten Topf aufkochen und über das Substrat gießen, kurz quellen lassen, gut umrühren. Deckel auf den Topf und in den Backofen stellen bei 150 Grad 45 Minuten. Abends reingestellt, ist es morgens gut herunter gekühlt. 1 Glas Körnerbrut untermischen und sofort in 2 Tüten abfüllen. Ich verwende Vakuumfolie und verschweiße die Beutel mit Vakuum. Den oberen Teil des Beutels umklappen, hier kommen jetzt 2 Löcher in die Tüte, sofort mit Micropore Vliespflaster verschließen. Den Beutel ganz aufstellen. Jetzt zieht der Beutel langsam wieder Luft.

Angesetzt am 14.11.19 , bei Tag hell um 22 Grad, nachts dunkel um 16 Grad.
Dazu habe ich gerade mit dem Handy Bilder gemacht.

( das Substrat verwende ich gerade auch als Versuch für Stockschwämmchen)
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Rosskastanie gehäckselt, getrocknet, ( verwende ich auch für Feinwäsche ) Tannenzapfen gehäckselt, getrocknet ( verwende ich auch als Zusatz zum Schinken räuchern
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mariapilz
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von mariapilz » Samstag, 07. Dezember 2019 10:11

Magdalena hat geschrieben:
Freitag, 06. Dezember 2019 13:48
Im Kühlschrank habe ich 7 Grad- das wird zu warm sein ?
7 grad passt schon für eine Weile. Wenn du länger aufbewahren willst gibt's treads zu Schrägagar. ...

Mein Kompliment zu deinen "Kochkünsten". Spannendes Rezept :lol:
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kornpilz
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von kornpilz » Samstag, 07. Dezember 2019 14:44

Tannen zapfen? Sind die nicht zu harzig?
Alle Pilze sind essbar , manche nur einmal ;-)
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Monti
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Monti » Samstag, 07. Dezember 2019 19:36

Wow, sehr interessante Mischung. Vielen Dank auch für die Bilder.
Sind die Kastanien nicht sehr Schimmel-Anfällig? Energiereich werden sie wohl sein.
Tannenzapfen, ja da frage ich mich auch ein wenig, ob der Enoki die verwerten kann. Aber wenns nicht schadet... :wink:
Wie sind deine Erträge mit der Mischung so? Hast du Ausfälle durch Schimmel etc?
Wirklich interessant... Auch das Waschen mit Kastanien und Räuchern mit Tannenzapfen. Der Schinken wird bestimmt schmecken! :D
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Monti
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Monti » Sonntag, 08. Dezember 2019 12:57

mariapilz hat geschrieben:
Donnerstag, 05. Dezember 2019 22:13
Monti hat geschrieben:
Donnerstag, 05. Dezember 2019 21:20
Im Infoblatt schreiben sie, je schneller der Pilz wächst, deso schneller altert er auch und ist dementsprechen weniger lange haltbar. Sie schreiben aber auch, dass bei einer Temperatur von 0 °C bis 2 °C 2 bis 4 Monate gelagert werden kann.
also einfrieren/0 grad würde ich nicht machen. Die Eiskristalle die sich bilden sind nicht gut. Ich bin immer über 4 Grad gestolpert. Ich habe mich immer gefragt: warum gerade 4?
Bis ich mal durch Zufall erfahren habe dass auch ein Leichnam bei 4 Grad aufbewahrt wird. Weil. .. sich die Zellen bei dieser Temperatur am langsamsten zersetzen. Ich meine ... ein Leichnam hält länger in der Gefriertruhe aber wenn du ihn wieder auftaust ist er matschig. Zellen zerstört. Entschuldigt den Vergleich, das habe ich halt so erfahren. Und. ...Hallo Magdalena :D
Dazu wollte ich noch was schreiben...
Der Lehr schreibt selbst, dass sie Ihre Brut bei 0 °C aufbewahren.
Ausnahmen sind Morcheln (8 °C), Rosenseitling (10 °C) und Reisstrohpilz (15 °C)

Interessanter Verlgeich mit den Leichen :? Ich weiß jetzt nicht wie es sich mit den Körperzellen verhält aber der Pilz als Organismus lebt ja noch. Vielleicht ist es da etwas anders. Lehr schreibt auch, dass insbesondere Brut von Austern und anderen exothermen(!) Pilzen aus dem Karton ausgepackt und lose gelagert werden müssen.
Gemüsefächer in Kühlschränken haben ja auch 0 °C und in CA-Lagern für Obst geht man zum Teil auf -1 °C (ok, Obst hat auch Zucker...).

Aber ja, ich würde auch mal sagen dass die Lagerung von Brut 1 bis 2 Monate im Kühlschrank kein so großes Problem sein sollte. Vielleicht hat sie am Ende dann etwas weniger Vitalität aber für unsereiner im Hobbybereich wird das eher nebensächlich sein. Wenn man große Mengen anbaut, macht jedes Prozent etwas aus.
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Magdalena » Sonntag, 08. Dezember 2019 13:28

Dankeschön, ich versuche jetzt bei 6-7 Grad im Kühlschrank, will es aber auch nur 1-2 Monate stehen lassen. Flüssigmyzel habe ich bis jetzt noch nie gemacht, auch in Petrischalen mit Nährboden habe ich überhaupt noch keine Ahnung.
Die Tannenzapfen sammle ich nicht ! wenn sie frisch gefallen, harzig und hellbraun sind. Ich sammle sie immer frühestens ab Ende September, Oktober, da sind sie schon ganz dunkelbraun und nicht mehr klebrig, harzig.
Mehrmals durch den Häcksler bis zur gewünschten Größe und gut trocknen lassen, dabei mehrmals wenden.
Ich lege sie 1-2 Wochen auf einem Leintuch auf dem Dachboden aus, sie lassen sich ganz einfach alle 1-2 Tage mit einem Besen hin und her wenden.
So trockne ich auch die Rosskastanien.
Diese müssen sofort nach dem sammeln gehäckselt und getrocknet werden, dann schimmelt auch nichts.

Im späten November hatte ich mal im Wald Tannenzapfen entdeckt, die feucht, voll mit Myzel überwuchert und so gut gerochen haben. Deshalb dachte ich einfach , dass die Pilze damit etwas anfangen können. Zur Substratauflockerung, als Nährstofflieferant, ich habe keine Ahnung für was sie es verwenden. Bis jetzt nehme ich das Rezept der Substratmischung für Enoki und Stockschwämmchen.

Zum Kalträuchern für Schinken und Rauchfleisch verwende ich Buchenmehl mit Zugabe von Wacholderbeeren, Tannenzapfen, getrocknete Kräuter ( Rosmarin, Salbei, Oregano, wenig Thymian)
Riecht und schmeckt herrlich.

Zum Waschen von Feinwäsche, Wolle, Frottee, auch super für Jeans, verwende ich : Abends 50g getrocknete Rosskastanie mit 200 ml. kochendem Wasser übergießen. Am besten über Nacht- oder mindestens 2 Stunden stehen lassen, absieben, dazu braucht man einen Bruchteil bis gar keinen Weichspüler. Eigentlich nur wegen dem Duft, wer das mag.
Bei ganz heller Wäsche entnehme ich nur 50g helle Stücke der Kastanien, ohne die braune Schale. Die Kastanien kann man auch noch ein zweites Mal mit Wasser überbrühen, aber nicht länger als zwei Tage stehen lassen, sonst geht es kaputt und riecht modrig. Die verbrauchten Kastanien wandern auf den Kompost.

Beim ersten Versuch mit Tannenzapfen und Rosskastanie im Pilzsubstrat habe ich auch damit gerechnet, dass mir alles komplett zusammen schimmelt, das war aber nicht der Fall. Damit der Pilz einen guten Start hat, gebe ich aber immer Waldhonig dazu.
Hier hatte ich bis jetzt noch keine Konti.

Wenn ich schon bei Körnerbrut auf Weizen Konti hatte, auch wenn es nur ein kleiner Fleck im Glas war oder das Myzel es sich zurück erobert hat, verwende ich das nicht und entsorge das Glas komplett.
Die Gläser mit Körnerbrut habe ich auf einem Regal stehen, wegen der Wärme dachte ich, wäre das vielleicht ein guter Platz.
Daneben befinden sich Kakteen mit einer LED Pflanzenleuchte darüber.
Komisch ist, am Anfang dachte ich an Zufall, dass immer die Glashälfte die Licht abbekommt, mit dem Myzel weiß durchwächst, während man in der anderen Hälfte des Glases, wo kein Lichtschein hinfällt, nur die Weizenkörner aber sonst überhaupt nichts sieht ? ? das verstehe ich nicht, dachte dunkel wäre gut, hell stehen sie bei mir nur, weil ich keinen dunklen, Platz habe, der auch warm wäre.
Seither drehe ich alle 2,3 Tage die Gläser um ein viertel. Dann wachsen sie gleichmäßig durch.
Wahrscheinlich bilde ich mir das nur ein, wollte den Pilzen einen guten Start geben 🙈 beim Ansetzen vom Substrat der Kräuterseitlinge, Austernseitlinge gebe ich auch immer je Liter Wasser ein Teelöffel Honig ins aufkochende Wasser dazu, aber hellen Honig, kein Waldhonig.
Mit dem Ertrag bin ich sehr zufrieden für unseren Haushalt, da weiß ich aber nicht, wieviel so ein Block bringen muss, da kann ich das nächste Mal wiegen.

Ich habe am 3. Dezember einen ganz neuen Substrat- Versuch mit Enoki ( aber auch mit Tanne, Kastanie ) gestartet, bin bis jetzt noch sehr skeptisch, aber auch schon positiv überrascht, wenn es so bleibt schreibe ich gern dazu nächste Woche mit Bild.
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von kornpilz » Montag, 09. Dezember 2019 15:20

Also das mit dem Honig ist nur gut wenn du nicht länger als 45 min sterilisiert.
Wenn der Honig flock bzw der Zucker karamelisiert ist nicht so toll.

Eine Auster Frist eigentlich alles.Ob Altpapier oder schweröl. Von daher wird der auch die Tannen fressen. Obs optimal ist? Ist eine andere Frage. Ich lieber aber experimente und mal querdenken. Also bitte berichte :wink:

Ich finde halt beim Pilze kultivieren gibt's paar gute Techniken im erfolgreich was rauszubekommen.
Wenn das klappt kann man experimente starten.
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Monti » Montag, 09. Dezember 2019 19:35

Vielen Dank für deine Infos, Magdalena.
Wenn Licht beim durchwachsen hilft, warum nicht. Vielleicht ists eine bestimmte Wellenlänge der LEDs die den Pilz zum wachsen anregen. Ich hab noch keine Beobachtungen dahingehend gemacht.
Magdalena hat geschrieben:
Sonntag, 08. Dezember 2019 13:28
Ich habe am 3. Dezember einen ganz neuen Substrat- Versuch mit Enoki ( aber auch mit Tanne, Kastanie ) gestartet, bin bis jetzt noch sehr skeptisch, aber auch schon positiv überrascht, wenn es so bleibt schreibe ich gern dazu nächste Woche mit Bild.
Das wäre super, wenn du deine Erfahrungen dann hier teilen würdest. Interessiert mich sehr. Und wir sind um jedes aktive Mitglied froh. :wink:
kornpilz hat geschrieben:
Montag, 09. Dezember 2019 15:20
Also das mit dem Honig ist nur gut wenn du nicht länger als 45 min sterilisiert.
Wenn der Honig flock bzw der Zucker karamelisiert ist nicht so toll.
Nunja, das Holz wird das Wasser/Honig Gemisch wohl aufsaugen. So soll es ja auch sein. Und bei 50 % Wasser sollte das auch kein Problem sein. Die Menge ist auch nicht so hoch, ein halber TL aber wenns hilft... Schaden wirds kaum.
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Re: Körnerbrut aufbewahren

Beitrag von Magdalena » Dienstag, 10. Dezember 2019 11:06

Hallo kornpilz, die Tannenzapfen nehme ich bis jetzt nur bei Enoki und Stockschwämmchen als Zuschlag zum Substrat.

Den Honig erhitze ich immer mit.
Mein Gedanke dabei waren nicht die Vitamine,Nährstoffe, sondern wollte ich versuchen, dem Myzel einen guten Start zu geben, dass es nicht gleich nach dem beimpfen mit zuviel Konkurrenz um das Substrat kämpfen muss.

Der Honig bringt Spurenelemente mit, darunter auch Kaffeesäure und Pinocembrin.
Auf das hatte ich es abgesehen, als natürliches Antibiotika. Dieses ist hitzebeständig.

Ich hatte ja ohne Vorahnung angefangen zu üben 🙈 ist bestimmt das meiste falsch und überflüssig. Aber ich experimentierte halt herum und kann bei Euch jetzt um so mehr lernen.

Hallo Monti, ich verwende bei den LED blau, rot und Daylight für Pflanzen.
Ich schalte aber zusätzlich stundenweise noch einen hohen Anteil an rot dazu.
Meine Vermutung liegt bei den roten LED.

Ich habe am Samstag 2 Gläser Körnerbrut,1x Enoki und 1x Austernpilz von oben in das untere Regal gestellt, weil sie schon recht durchwachsen waren.
Unten ist es nicht so hell.
Heute früh sehe ich, dass das Myzel der beiden am nackten Glas nach oben wächst :shock:
Ein Glas von Enoki habe ich die Tage auch nicht gedreht, und schon sieht man etwas den Unterschied von der Licht und Schattenseite 🤭
irgendwie ist das doch nicht normal...🤷‍♀️

Davon habe ich gerade Bilder gemacht.
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4 rote LED- Leuchten zusätzlich 3 Stunden täglich
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Austernpilz
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Enoki
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Schattenseite Körnerbrut Enoki
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Lichtseite Körnerbrut Enoki - das gleiche Glas
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