Kohle als Substratbeimengung

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BlackRabbit
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Kohle als Substratbeimengung

Beitrag von BlackRabbit » Samstag, 14. August 2010 10:26

Einen schönen Samstag an alle Pilzzüchter

habe vor ein paar Wochen mal Kokosschalen-Briketts gekauft. Ich dachte, Kokosschalen sind doch sehr kompakt und hart und somit vielleicht ein gutes Substrat für Pilze. Obwohl ich mir des ökologischen Unsinns bewusst war, überwog die Neugierde.

Nun, mehrere Wochen später wollte ich einen Versuch starten und öffnete den Karton: Das sind keine gepressten Kokosschalen sondern doofe Kohle davon.....

Weiss jemand, ob ein Mycel damit etwas anfangen kann?

Und kennt ihr das auch, das im Supermarkt dauernd alles bezüglich Eignung für die Pilzzucht genauer gemustert wird? Also manchmal frage ich mich selber ab mir......

Nun noch ein schönes Wochenende, gruss

Rino
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Re: Kohle als Substratbeimengung

Beitrag von Mycelio » Samstag, 14. August 2010 11:11

Hallo Rino,

tja, das ist der Pilzzüchter-Blick, den haben hier viele. :D

Wegen der Kokos-Holzkohle... den puren Kohlenstoff wird wohl kein Mycel verdauen können, sowas macht sich aber ganz gut als Zusatz für Deckschichten, oft steigert es die Primordien- oder Sklerotienbildung (z.B. bei Morcheln). Letztens meinte im Shroomery-Forum auch mal jemand, daß Körnerbrut mit Aktivkohle (ist ja größtenteils das gleiche) schneller durchwachsen wird.
http://www.shroomery.org/forums/showfla ... r/12823681
Manche nutzen auch pulverisiertes Material als Agarzusatz, dabei scheint es aber je nach Pilzart positiv oder negativ zu wirken. Sieht aber immer cool aus und das Mycel ist auf einem schwarzen Nährboden sehr gut zu erkennen.

Allerdings hat mich ein befreundeter Chemiker mal vor PAKs (polycyclische aromatischen Kohlenwasserstoffen) in Holzkohle gewarnt, welche bei niedrigen Temperaturen hergestellt wurde. Deren krebserregende Wirkung dürfte dir ja bekannt sein, wobei Pilze aber auch in der Lage sind, solche Stoffe enzymatisch zu zerlegen.

Auch ein schönes Wochenende,
Carsten
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