Substrat in 10-20L Eimern?

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Björn
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Substrat in 10-20L Eimern?

Beitrag von Björn » Mittwoch, 08. Juni 2016 05:57

Hallo miteinander habe heute auf Youtube folgendes Video gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=r10GqUKmSbc

Und nun frage ich mich (mal ganz davon abgesehen, dass er sterilisiertes Substrat unter freiem Himmel einfach auf einem Tisch ausbreitet) kann das ganze wirklich in so großen Mengen Substrat durchwachsen ohne irgendwelche Kontis dazwischen zu bekommen? Sollte das möglich sein finde ich die Idee mit den großen Eimern nämlich sehr praktisch.

Was meint ihr? Wenn das ganze nicht von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist, was wären dann Grundvorraussetzungen, dass es mit so großen Mengen Substrat, die in einen nicht sterilisierbaren Behälter kommen klappen könnte?

Freue mich auf eure Meinungen und Ideen.

Freundliche Grüße
Björn
Trudchen800
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Re: Substrat in 10-20L Eimern?

Beitrag von Trudchen800 » Mittwoch, 08. Juni 2016 11:54

Ich denke mal, da das Substrat sterilisiert ist, wird es für den Moment schon funktionieren. Er nimmt ja auch einen Austernpilz (o.ä. irgendeine Art davon), der wächst ja schnell und da haben Schimmel und Co. keine grosse Chance. Ich habe das auch schon gemacht mit einem Rosenseitling. Die Arbeitsfläche hat er ja vorher auch desinfiziert. In den ärmeren Ländern machen die das nur so.
20160604_093254.jpg
Björn
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Re: Substrat in 10-20L Eimern?

Beitrag von Björn » Mittwoch, 08. Juni 2016 17:30

Naja das Ding ist nur, ob ich die Arbeitsfläche desinfiziere oder Peng, wenn ich das ganze draußen ungeschützt auf einer Fläche ausbreite brauche ich das nicht zu sterilisieren.
Es fliegt so viel in der Luft herum, was für eine Kontamination sorgen kann, dass es danach gar nicht mehr Steril sein kann. (meine Meinung)

Aber was mir halt für fragen kommen:

Wie viel Brut müsste man verwenden, um wirklich ein schnelles Durchwachsen gewährleisten zu können?
Kann das mit bereits von Anfang an vorhandenen Löchern im Eimer was werden ohne Konti?
Ist eine solche Substratmenge überhaupt in irgendeiner Weise Sinnvoll oder macht es das ganze nur unnötig kompliziert?
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Re: Substrat in 10-20L Eimern?

Beitrag von Lauscher » Mittwoch, 08. Juni 2016 18:42

Naja das Ding ist nur, ob ich die Arbeitsfläche desinfiziere oder Peng, wenn ich das ganze draußen ungeschützt auf einer Fläche ausbreite brauche ich das nicht zu sterilisieren.
Es fliegt so viel in der Luft herum, was für eine Kontamination sorgen kann, dass es danach gar nicht mehr Steril sein kann. (meine Meinung)
Sehe ich auch so.

Ich habe das Video nicht komplett sehen können, es bricht bei mir jedesmal nach ein paar Sekunden ab, daher weiß ich nicht, was alles gezigt und gemacht wurde.

Ich denke, das Prinzip ist dasselbe, wie beim Beimpfen z.B. eines Strohballens.
Ein Strohballen wird unsteril gewässert und abgetropft, und mit Myzel beimpft. Je mehr Myzel zum Impfen verwendet wird, um so schneller und sicherer wird der Strohballen durchwachsen.
Wie viel Brut müsste man verwenden, um wirklich ein schnelles Durchwachsen gewährleisten zu können?
Welche Mengen zum Beimpfen sinnvoll sind, weiß ich noch nicht, da stehen diesen Sommer noch einige Experimente an.
Wenn man erst einmal eine ansehnliche Menge (Brutbeutel) Myzel steril herangezogen hat, kann man den Ertrag mit solchen unsterilen Schritten erheblich vergrößern.
Kann das mit bereits von Anfang an vorhandenen Löchern im Eimer was werden ohne Konti?
Es wird ganz sicher Kontis geben; wenn die Pilze (am ehesten Seitlinge) stark genug sind und zumindest den überwiegenden Teil des Substrates durchwachsen, gibt es trotzdem eine gute Ernte.

In die Wohnung würde ich so einen Eimer nicht stellen wollen. :) Könnte Schimmelsporen werfen oder müffeln.
Ich denke, die Löcher sollten von Anfang an im Eimer sein, um dem wachsenden Myzel Sauerstoff zu geben.

Viele Grüße, Martin
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Re: Substrat in 10-20L Eimern?

Beitrag von Björn » Mittwoch, 08. Juni 2016 21:46

Hm ja das mit den Strohballen ist wohl ein guter Vergleich. Ich gehe tatsächlich grundlegend einfach immer davon aus, dass man Substrat mit Konti gleich vergessen kann und hatte nich im Kopf, dass es bei solchen Mengen auch trotzdem noch verwendbar sein kann.

Dann muss ich nochmal nach ner anderen Bezugsquelle für Roggen suchen. Beziehe die Körner momentan vom Biomarkt und das wäre bei den Mengen eine teure Angelegenheit.
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Re: Substrat in 10-20L Eimern?

Beitrag von Lauscher » Donnerstag, 09. Juni 2016 12:08

Dann muss ich nochmal nach ner anderen Bezugsquelle für Roggen suchen. Beziehe die Körner momentan vom Biomarkt und das wäre bei den Mengen eine teure Angelegenheit.
Bei Getreide dürfte die billigste Variante Futtergerste sein. Du könntest bei Bauern oder im Landfachhandel (z.B. Raiffeisen) fragen.
Ansonsten die üblichen Verdächtigen, Stroh, Strohpellets, Chipsi-Exotenstreu, Sägemehl, ...
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