Outdoor Pilze nach Jahreszeit

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malda
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Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Dienstag, 05. Januar 2021 20:33

2021 fängt gut an :D .
Beim ersten Spaziergang im neuen Jahr hab ich nach Austern Ausschau gehalten und siehe da ein Treffer! Die war zwar fürchterlich durchnässt, hab sie aber gleich auf eine Platte gegeben, wo sie auch brav anwächst. Jetzt fehlt mir als weiterer Winterpilz noch ein Samtfussrübling, mal schauen wann ich über den stolpere. Gibt's denn noch weitere interessante und kultivierbare Winterpilze ?
Ich denke ja über einen Pilzgarten nach (Pilze auf Holz), der zu jeder Jahreszeit was leckeres bietet:
Frühling -> Stockschwämmchen und xxx
Sommer -> Sommerauster und xxx
Herbst -> Stockschwämmchen und xxx
Winter -> Auster und Samtfussrübling
Wann ist denn mit dem Shiitake zu rechnen? Sommer oder eher Herbst? Ich hatte ihn jetzt erst einmal und da kam er im Herbst (hab ihn aber tatsächlich verpasst). Kommt der auch im Sommer?
Welche erfolgsversprechenden Pilze zu welcher Jahreszeit könnte man hier noch ergänzen?
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mariapilz
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von mariapilz » Mittwoch, 06. Januar 2021 12:37

malda hat geschrieben:
Dienstag, 05. Januar 2021 20:33
Ich denke ja über einen Pilzgarten nach (Pilze auf Holz), der zu jeder Jahreszeit was leckeres bietet:
Frühling -> Stockschwämmchen und xxx
Sommer -> Sommerauster und xxx
Herbst -> Stockschwämmchen und xxx
Winter -> Auster und Samtfussrübling
Wann ist denn mit dem Shiitake zu rechnen? Sommer oder eher Herbst? Ich hatte ihn jetzt erst einmal und da kam er im Herbst (hab ihn aber tatsächlich verpasst). Kommt der auch im Sommer?
shii Baumstämme kann man Mai~Juni...Und eben im Herbst zum fruchten geben. Wenn ich an "draussen anbauen" denke fallen mir sofort Schnecken ein :? Für shii ja kein Problem. Aber... Gerade eben habe ich gelesen, dass der Nameko von Schnecken gemieden wird. Des weiteren soll der Schleim die Zunge betäuben (wenn man ihn roh isst). Vielleicht wäre der für die "Wildnis" auch gut.
Tja.: und!... Morchel! :mrgreen:
malda
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Mittwoch, 06. Januar 2021 19:14

mariapilz hat geschrieben:
Mittwoch, 06. Januar 2021 12:37
shii Baumstämme kann man Mai~Juni...Und eben im Herbst zum fruchten geben. Wenn ich an "draussen anbauen" denke fallen mir sofort Schnecken ein :? Für shii ja kein Problem.
Stimmt das könnte zumindest für die Austern problematisch sein... Stockschwämmchen hat dagegen überhaupt kein Problem mit Schnecken.
mariapilz hat geschrieben:
Mittwoch, 06. Januar 2021 12:37
Aber... Gerade eben habe ich gelesen, dass der Nameko von Schnecken gemieden wird. Des weiteren soll der Schleim die Zunge betäuben (wenn man ihn roh isst). Vielleicht wäre der für die "Wildnis" auch gut.
Shiitake für Mai/Juni klingt gut und Nameko wäre vermutlich eher was für Herbst. Den müsste ich mir vielleicht Mal besorgen...
mariapilz hat geschrieben:
Mittwoch, 06. Januar 2021 12:37
Tja.: und!... Morchel! :mrgreen:
Sicher nicht - ich hab schon genug Frust Projekte :? . Ich denke mehr an unkomplizierte Arten wie Austern und Stockschwämmchen bei denen schon die Dübel Herstellung extrem einfach ist. :D
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Monti
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von Monti » Sonntag, 10. Januar 2021 18:24

Ich habe "Samtfußrübling" gelesen... :D

Den kannst du momentan (bei uns zumindest) in üppingen Mengen finden. Wenn es bei dir Bäche, Flüsse, Wasserläufe gibt, bist du da genau richtig. Eschen, Buchen aber vor allem Weiden sind da die erste Adresse :wink:

Dieses Jahr (eigentlich immer!) muss man wohl etwas aufpassen, da vereinzelt schon Gifthäublinge unter Samtfußrübingen gefunden wurden. Mir ist der noch nicht begegnet an Laubholz. Aber da du Stockschwämmchen sammelst, solltest du ja für das Thema ausreichend Sensibilisiert sein. :)
Samtfußrübinge sammeln ist voller Körpereinsatz, wasserdichte Schuhe sind sehr Empfehlenswert :wink:
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@Maria: Shii kein Problem mit Schnecken... Da hab ich andere Erfahrungen. Die Schnecken haben dafür auch Wassergräben mit 5 cm überwunden um dran zu kommen... :?
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Sonntag, 10. Januar 2021 19:31

Monti hat geschrieben:
Sonntag, 10. Januar 2021 18:24
Ich habe "Samtfußrübling" gelesen... :D

Den kannst du momentan (bei uns zumindest) in üppingen Mengen finden. Wenn es bei dir Bäche, Flüsse, Wasserläufe gibt, bist du da genau richtig. Eschen, Buchen aber vor allem Weiden sind da die erste Adresse :wink:
Das passt! Heute Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein und nörgelnden Kindern fand ich den da unten - an einem Bachlauf mit vielen Weiden :D
Der hat's mir übrigens leicht gemacht, weder nasse Schuhe noch sonstige Unannehmlichkeiten. Er wuchs auf einem Ast den ich mitnehmen konnte und er nun schön im Garten wartet bis ich in aller Ruhe Agar Platten gemacht habe.
Somit hab ich den Samtfussrübling jetzt auch (hoffe ich). Bin gespannt wie er sich klonen lässt und wie sich dann Dübel herstellen lassen.
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Monti
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von Monti » Sonntag, 10. Januar 2021 20:55

Super, gratuliere! :D
Falls es Regnen sollte, stelle ihn am besten irgendwo unter. Ich meine bemerkt zu haben, dass wenn die Pilze (alle hygrophanen) Nässe aufnehmen, gern mal (innen) kontaminiert sind. Aber vielleicht hab ich inden Fällen auch geschlampert...
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Sonntag, 24. Januar 2021 09:47

Monti hat geschrieben:
Sonntag, 10. Januar 2021 20:55
Super, gratuliere! :D
Falls es Regnen sollte, stelle ihn am besten irgendwo unter. Ich meine bemerkt zu haben, dass wenn die Pilze (alle hygrophanen) Nässe aufnehmen, gern mal (innen) kontaminiert sind. Aber vielleicht hab ich inden Fällen auch geschlampert...
Ist natürlich genau das eingetreten wovor du gewarnt hast – es hat geschneit und die drei Pilzchen wurden batsch-nass...
Alle Agarplatten sind bewachsen.... aber nicht mit dem Samtfußrübling :?
Da ich aufgrund deiner Warnung ja schon schlimmes geahnt hatte habe ich die gesammelten Pilzreste einfach zusätzlich mal auf ein Stück Pappe gegeben in der Hoffnung, dass dieser mehr „traditionelle“ Ansatz zu klonen vielleicht in so einem Fall hilft. Heute morgen schaue ich dann ins Glas (die Platten hab ich längst entsorgt) – welch Überraschung, da zeigt sich weißes Myzel. Wie so oft bin ich mir allerdings unsicher was ich hier nun vor mir habe... ist es wirklich mein Samtfußrübling? Das ist das erste mal das ich über Pappe klone daher meine Frage: wie Konti-änfällig ist das? Wie wahrscheinlich ist es hier irgendein anderes verirrtes Myzel anzuziehen?
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von Monti » Sonntag, 24. Januar 2021 12:16

Puh, schwer zu sagen, ob das Samtfußrüblingsmyzel ist.
Aussehen tuts schon mal nicht verkehrt. Man sieht an dicht wachsenden Samtfußrüblingsbüscheln in fortgeschrittenem Stadium manchmal Myzel zwischen den Stielen,besonders wenn es feucht ist. Es überwuchert manchmal den ganzen Büschel. Ich halte das immer für Myzel vom Samtfußrübling und nicht für was fremdes. Dein Myzel kommt dem schon nahe...
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Montag, 25. Januar 2021 06:09

Danke für deine Einschätzung. Da muss ich wohl einen langen Weg gehen bis ich Sicherheit habe...
Aber interessant ist er schon (wenn er es ist). Dieser Pappe Ansatz ist völlig unsteril. Das lässt auf einen Pilz wie ich ihn mag hoffen :D
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Freitag, 12. Februar 2021 16:31

Ich weiß ja nicht wirklich was ich mir heranziehe (hoffe ja auf einen Samtfüßrübling), aber Holzdübel scheint er auf alle Fälle zu mögen ... :roll:
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von Mycomane » Samstag, 13. Februar 2021 20:47

Hi Malda,

interessant, dass der Pilz so gut auf Holz wächst.
Das macht einen "Schimmel" schon mal unwahrscheinlicher.

Auf dem Bild vom Klonen auf Pappe sehen die Pilze etwas matschig aus und nicht mehr richtig fitt.
Wie warm standen die denn, nachdem du sie auf Pappe gelegt hast, bzw. reingeholt hast?
Weil sie auf dem Bild etwas matschig und nicht mehr richtig lebendig aussehen, glaube ich nicht, dass das Mycel das gewachsen ist, ein Klon deines Samtfußrüblings ist.
Aber es kann natürlich gut sein, dass einige Sporen aus dem Fruchtkörper ausgekeimt sind und dann das neue Mycel gebildet haben.
Das wäre ja genau so gut. Die Chance auf einen Samtfußrübling sollte auf jeden Fall ganz gut sein.
Von dem werden bestimmt mehr Sporen auf dem Pilz gewesen sein als von irgendeinem anderen Kandidaten.
Bin gespannt, ob du ihn zum Fruchten bringst.

Schöne Grüße,
Fabian
Fruchtbar ist die Hyphe noch ... aus der da einst die Spore kroch ...
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von Mycomane » Samstag, 13. Februar 2021 21:18

Was mir gerade noch einfällt:
Es geht ja ursprünglich generell um Outdoor Pilze, die einigermaßen problemlos zu züchten sind.

Falls du auch Interesse an bodenbewohnenden Pilzen hast und nicht nur an den reinen Holzbewohnern:
Du könntest vielleicht noch über den Riesenträuschling nachdenken.
Der soll, wenn ich mich recht erinnere, nach Paul Stamets auch relativ leicht draußen anzubauen sein.
Je nachdem könnte für dich was Bodenbewohner angeht auch ein Schopftintling in Frage kommen.

Ich hatte im Herbst anscheinend auch einen kleinen Erfolg mit Parasolen. :) 8)
Die sind zumindest auf dem "Komposthaufen" dort gewachsen wo ich im Sommer einige kontaminierte Beutel vom Parasol entsorgt hatte.
Leider waren die Pilze, als sie entdeckt wurden, nicht mehr brauchbar. :cry: Und es waren echt nicht wenige. Hab leider keine Fotos gemacht.
Aber auch dieser Pilz sollte demnach im Garten relativ einfach anbaubar sein. Aber vielleicht war es auch nur Glück.
Oder es war gar nicht "mein Parasol" sondern ein anderer, der irgendwie anders zufällig auf den Kompost geflogen ist.
Wer weiß ...

Schöne Grüße,
Fabian
Fruchtbar ist die Hyphe noch ... aus der da einst die Spore kroch ...
malda
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Re: Outdoor Pilze nach Jahreszeit

Beitrag von malda » Sonntag, 14. Februar 2021 10:09

Mycomane hat geschrieben:
Samstag, 13. Februar 2021 21:18

Falls du auch Interesse an bodenbewohnenden Pilzen hast und nicht nur an den reinen Holzbewohnern:
Du könntest vielleicht noch über den Riesenträuschling nachdenken.
Der soll, wenn ich mich recht erinnere, nach Paul Stamets auch relativ leicht draußen anzubauen sein.
Je nachdem könnte für dich was Bodenbewohner angeht auch ein Schopftintling in Frage kommen.
Danke für die Tips, aber ich dachte schon mehr an Holzzeitsetzer. Bodenbewohner klingt nach übermäßig Arbeit und meine "Outdoor" Pilze sollen möglichst mehrjährige Selbstläufer sein (so meine naive Vorstellung :D ).
Parasol wiederum könnte ich mir irgendwann mal vorstellen zu testen... aber nicht dieses Jahr....

Achso, die Pilzreste standen bei 20 Grad im Keller. Bin mir auch sehr unsicher was ich da habe, ist quasi der Überraschungspilz.

VG
Dietmar
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