KDA mit Maisstärke

Rezepte und Petrischalen gießen

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Ständerpilz
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KDA mit Maisstärke

Beitrag von Ständerpilz » Samstag, 18. Februar 2017 18:19

KDA kann man auch gut mit Stärke aus Maismehl machen, wie sie z. B. im Aldi erhältlich ist, es muss nicht zwingend Kartoffelstärke sein. Das Kartoffeln stampfen kann man sich also sparen ;)
Somit ist dies vermutlich eins der einfachsten Rezepte überhaupt. Bei mir funktioniert das jedenfalls wunderbar und weder Zutatenbeschaffung noch Aufwand sind ein Problem. Streng genommen ist das dann natürlich Mais-Dextrose-Agar (MDA), aber ist ja wurscht.

Wasser 1L
Agar 20g
Mais- oder Kartoffelstärke 20g
Traubenzucker 14g
Dontmesswiththeoyster
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Re: KDA mit Maisstärke

Beitrag von Dontmesswiththeoyster » Sonntag, 19. Februar 2017 08:34

Danke für den Tipp. Ich hatte bisher nur einmal KDA gemacht, aber durch auskochen einer Kartoffel. Dadurch hat man vermutlich ein etwas nährstoffreicheres Susbtrat (Kartoffeln haben ja auch mehr als nur Stärke). Aber wenns auch so einfach geht, warum dann sich den Stress machen? Ich mach meistens noch so 1-2 g Hefeflocken dazu.

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Julius
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Re: KDA mit Maisstärke

Beitrag von Ständerpilz » Sonntag, 19. Februar 2017 10:51

Bei KDA-Rezepten wird oft angegeben, dass man auch Kartoffelstärke verwenden kann. Sicher, in Kartoffeln ist noch einiges anderes drin, aber zum weitaus größten Teil bestehen die aus Amyloplasten, also aus Stärke.
Dontmesswiththeoyster hat geschrieben:Ich mach meistens noch so 1-2 g Hefeflocken dazu.
Das mache ich auch manchmal (2 g Hefeextrakt pro Liter), aber einen großen Unterschied macht das imho auch nicht. Da man Hefeextrakt nicht überall kriegt, aber auch nicht unbedingt braucht, habe ich den weggelassen. Mir ist inzwischen wichtig, dass es einfach ist und schnell geht. Malzextrakt-Agar (MEA) geht auch schnell, aber den Malzextrakt kriegt anscheinend nicht jeder gut. Somit ist dieser Maisstärke-Dextrose-Agar meine Empfehlung. :)
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Re: KDA mit Maisstärke

Beitrag von Dontmesswiththeoyster » Sonntag, 19. Februar 2017 11:36

Ich denke es ist wichtig, dass man mehrere Rezepte hat mit denen man gut zurecht kommt. Bei mir wären das Malz-Dextrose, Kartoffel-Dextrose, Mais-Dextrose, alle mit/ohne Trockenhefe. Als nächstes will ich auch mal Haferflocken ausprobieren. Man soll ja nicht immer dasselbe Rezept verwenden, da sonst eine angewöhnung/Degeneration stattfinden kann. Wurde hier aber schon öfter diskutiert.

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Julius
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Re: KDA mit Maisstärke

Beitrag von Ständerpilz » Sonntag, 19. Februar 2017 12:06

Wenn man alle 6 Monate mal seine Petris überimpft, haben die kaum Gelegenheit zur Gewöhnung. Petris sind bei mir hauptsächlich Backups. Gläser beimpfe ich meist mit Körnerbrut aus einem bereits bewachsenem Glas, wenn ich schon welche habe. Aber sicher, wer da Bedenken hat, der kann ja zusätzlich weitere Rezepte nutzen. Ich bin mir sicher, dass man auch Malzextrakt leicht durch etwas anderes ersetzen kann, vielleicht auch mit Honig oder Zuckerrübenkraut oder Ahornsirup. Letztlich ist sowieso hauptsächlich Zucker drin. Im Hinblick auf eine mögliche Degeneration wäre das aber imho sowieso falsch, da man dem Pilz durch die Bereitstellung schneller Energie (Zucker, Stärke) die Arbeit abnimmt.

Aber wo du das ansprichst: ich dachte gestern mal kurz daran Agar-Medien herzustellen, welche stark verdünnt sind, also nur einen Bruchteil der Zutaten (außer Wasser und Agar) enthalten. Ferner könnte man dann aus Substraten zunächst einen Brei und daraus dann (ebenfalls sehr dünnen) Agar herstellen, um so besser vergleichen zu können. Wenn irgendwo ein Mangel besteht, dann wächst das Mycel langsamer oder stellt das Wachstum ganz ein. Hm, wo ich gerade darüber nachdenke, wäre ein Agar-Diffusionstest vielleicht noch besser. Damit könnte man auch jede beliebige "Zutat X" auf mögliche Wachstumshemmung oder -förderung testen. :)
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Re: KDA mit Maisstärke

Beitrag von Dontmesswiththeoyster » Sonntag, 19. Februar 2017 13:00

Aber wo du das ansprichst: ich dachte gestern mal kurz daran Agar-Medien herzustellen, welche stark verdünnt sind, also nur einen Bruchteil der Zutaten (außer Wasser und Agar) enthalten. Ferner könnte man dann aus Substraten zunächst einen Brei und daraus dann (ebenfalls sehr dünnen) Agar herstellen, um so besser vergleichen zu können. Wenn irgendwo ein Mangel besteht, dann wächst das Mycel langsamer oder stellt das Wachstum ganz ein. Hm, wo ich gerade darüber nachdenke, wäre ein Agar-Diffusionstest vielleicht noch besser. Damit könnte man auch jede beliebige "Zutat X" auf mögliche Wachstumshemmung oder -förderung testen. :)
Ich denke das wurde schon für viele Mikroorganismen gemacht, sonst hätten sich ja nicht die ganzen Standardrezepte herauskristallisiert. Ob es sowas auch für die ganzen Speise- und medizinalpilze gibt? Müsste man mal in wissenschaftlichen Veröffentlichungen nachschauen, speziell in asiatischen Veröffentlichungen, die sind da ja weitaus mehr interessiert als wir aus dem Westen.

vG
Julius
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