Pilzbrut-Substrat

Material, Herstellung, Beimpfen, Besiedelung

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AndyMM
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Pilzbrut-Substrat

Beitrag von AndyMM » Montag, 06. Juli 2009 10:01

Hallo, ich wollte mir zum erstenmal ein Glas mit Körnerbrut machen zum Test. So nun meine Frage: Was für Körner kann bzw sollte ich benutzen und von wo bekomme ich diese am besten ? Kann ich da einfach vogelfutter nehmen das ich dann abkoche oder sollte es eine bestimmte art sein ? Ich will mir Braunkappenbrut machen, von Brutstäbchen die ich mir jetzt aus dem Gartencenter hole... Ich habe auch eine Packung Dübel hier... Wollte das auch gleich mit Dübeln versuchen, also das vermehren...

Danke im Vorraus

Andy...
Andy
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Wahl-Pilz-Sachse
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Beitrag von Wahl-Pilz-Sachse » Montag, 06. Juli 2009 11:28

Hallo Andy,
vielleicht hilft dir das: viewtopic.php?t=1409&highlight= weiter.

Eigentlich müsste Vogelfutter gehen, bei mir habe ich aber die schwimmenden Sonnenblumenkerne aussortiert. Die Versuche mit Vf war bei mir nicht so richtig erfolgreich, das mag aber an der geringen Menge liegen. (mini-Konfitürengläser 1/3 gefüllt)

Gut hatte bei mir die Mischung Gerstengraupen (waren abgelaufen) mit Reis und wizen mit reis geklappt. Reiner Reis ist schnell zu einer Pampe verkocht.

ich habe auch schon Dübel + Vogelfutter + Klonmaterial von Austernseitling kombiniert. Das hat aber Monate zum Durchwachsen gebraucht.

Nutz mal die Suchfunktion, es gibt noch einige andere Beiträge zu Körnerbrut.
Jérôme
Wahlsachse und Pilzfaszinierter
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Beitrag von Mycelio » Montag, 06. Juli 2009 13:05

Hallo,

ich würde sagen es kommt auf das Vogelfutter an. Ich nutze oft Sittichfutter, das größtenteils aus ungeschälter Hirse besteht. Ölsaat sollte jedenfalls nicht zuviel drin sein. Für den Anfang würde ich eher zu größeren Körnern raten, also Weizen, Roggen, etc., denn Hirse wird wie Reis schnell zu matschig, wenn man sie zu feucht ansetzt oder zu lange vorkocht. Abkochen wird auch keinesfalls ausreichen. Ohne Dampfdruckkochtopf sollte man da gar nicht drüber nachdenken.

Bei den ersten Versuchen würde ich lieber zu Holzdübeln, Spänen oder Stroh raten, kleine Mengen funktionieren auch abgekocht, da diese Materialien nicht so leicht schimmeln wie Getreide.

Grüße, Carsten
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ok

Beitrag von AndyMM » Montag, 06. Juli 2009 16:25

Danke erstmal für die Tipps... Habe mir vorhin schon Leinssaat und Hirse geholt, das habe ich auch schon gekocht... beim nächstenmal werde ich grössere Körner benutzen... Dübel habe ich auch schon beimpft, insgesammt 150 Stück :wink: . Mal schaun was passiert... ich experimentiere gerne rum haha. Aber am Anfang is das bestimmt auch noch ok... wenn man überlegt das ich für 14 beimpfte Dübel (Braunkappe) 7,99€ gezahlt habe und daraus 150 aufwärts mache, gefällt mir das schon sehr... ich habe hier halt alles was ich so brauche... Strohblöcke, Pferdemist(grosse Haufen), frisch geschlagene Buchenstämme und ne Werkstatt wo ich alles Lagern kann. Da muss man einfach Pilze züchten haha

Gruss Andy
Andy
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Beitrag von hegaupilz » Dienstag, 07. Juli 2009 10:36

Hi Andy
bei Kanariensaat haste einfach mehr Impfpunkte im Substrat was beim Durchwachsen sinnvoller ist weils schneller geht.

Ich nehm aber immer weizen oder Hafer mit Holzspänen gemischt. einfach weils da ist.

Grüße
Holger
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Jupp

Beitrag von AndyMM » Dienstag, 07. Juli 2009 11:01

Werde mal schaun was mir so als nächstes unter die Finger kommt, man kann ja mal Tüffteln... Ist es eigentlich wirklich nötig so extrem steril zu Arbeiten ??? Oder reicht es auch wenn ich nur die Gläser sterilisiere und meine Hände usw... oder muss man wirklich in einer Kiste mit Hepafilter usw arbeiten um kontis zu vermeiden ??? :?: :?: :?:
Andy
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Beitrag von Mycelio » Dienstag, 07. Juli 2009 12:01

Ja, bei Getreide ist Sterilität sehr wichtig. Ich arbeite ganz ohne Impfkiste und HEPA-Filter, nur mit Alufolie über den Gläsern. Im Winter ging das sehr gut, seit es wärmer wurde züchte ich aber hauptsächlich Schimmel.

Grüße, Carsten
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