fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substrat

Material, Zubereitung, Beimpfen, Besiedelung

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Fidelis
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fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substrat

Beitrag von Fidelis » Sonntag, 05. August 2012 22:10

Ich hab da mal so ne Idee und würde gerne wissen was ihr davon haltet bzw. ob schon jemand Erfahrungen damit gemacht hat.
Die Idee wäre gewesen Fichtenzwege und Fichtenzapfen zu trocknen bis die Nadeln und bei den Zapfen die Samen abfallen. Diese nimmt man in einem bestimmten Verhältnis dann als Ersatz für Getreide bei der Brutherstellung. Aufgrund der feinen Körnung dürfte das Mycel das Zeug ziemlich gut durchwachsen.
Genauso könnte man evtl. ein Substrat aus diesen beiden Komponenten herstellen.
Ich hab mir das vorallem für den Anischampignon gedacht, da dieser ja gerne bei Fichten wächst und sich dadurch bei seinem natürlichen Substrat wohler fühlt.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob die enthaltenen Harze in den beiden ein Problem darstellen könnten.
Wie ist da so eure Meinung dazu?
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Re: fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substra

Beitrag von Fidelis » Sonntag, 05. August 2012 23:21

nun ja, ich hab kürzlich einen champignon im fichtenwald im Nadelstreu gefunden und diesen auch als "schiefknölligen Anischampignon" bestimmt.
in meinem bestimmungsbuch steht auch unter vorkommen:
im nadelwald, vorallem bei fichten im nadelstreu.

ja, ich fand den halt unglaublich lecker und würde daher ein bisschen rumexperimentieren wollen. ich mach nebenher auch die einfacheren modelle wie austernseitling, von daher wärs ned so schlimm, wenn es nicht klappt.
der schwierigste teil beim anischampignon wär dann wahrscheinlich wohl ihn zum fruchten zu bekommen oder?
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Re: fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substra

Beitrag von Mycelio » Montag, 20. August 2012 16:37

Hallo Bernie,

um erstmal ein paar Mißverständnisse auszuräumen, die wachsen nicht auf frischen Zweigen und Nadeln. Das Material muß erstmal von Mikroben zersetzt und aufgeschlossen werden. Dabei werden diverse Hemmstoffe abgebaut und Nährstoffe erzeugt. Tierischer Urin könnte dabei auch eine Rolle spielen.
Schau dir doch beim nächsten Fund mal genauer an, in welcher Tiefe das Mycel wächst oder versuche es gleich mit einem Substrat, welches auf Pferdemist basiert. Du scheinst dafür ja eine Quelle zu haben.

Bei wilden Champignons ist meist schon das Klonen ein großes Problem. Im folgenden Thread kannst du dir mal anschauen, was da auf dich zukommt:
viewtopic.php?f=69&t=2633

Gruß, Carsten
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Re: fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substra

Beitrag von Fidelis » Sonntag, 02. September 2012 15:22

Hey Carsten;),

erstmal Entschuldigung wegen der verspäteten Antwort. Nachdem ich mich weiter hier durchgelesen habe, habe ich das Projekt "Anischampignon" etwas zurückgestellt und der Thread ist in Vergessenheit geraten.^^
Leider konnte ich in den letzten Wochen auch keine weiteren Anischampignons finden.

Dein Beitrag, den du mir gepostet hast war überaus interassant und hilfreich. Insbesondere das mit der Keimruhe fand ich sehr interessant und ich hätte das wohl ohne dieses tolle Forum wohl nie erfahren.^^ Ich frage mich bei deinen Beiträgen auch oft woher du nur dieses ganze (Insider)Wissen beziehst^^.

Beim Klonen von Champignons hab ich mir nun zwei sterile Wege überlegt.
Beim einen möchte ich es mit Hundefutter-Pferdek*****-Agar in Petrischalen versuchen, wie es bereits "Leuchtpilz" sehr schön beschrieben hat.
Beim anderen möchte ich eine Mischung aus Stroh und Pferdedung machen, diese sterilisieren und mit Champignonstücken bestücken woraus auch die Sporen keimen können. Ma gucken :D

Lg, Bernie
und danke für deine Hilfe:)
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Re: fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substra

Beitrag von Mycelio » Sonntag, 02. September 2012 16:26

Hallo Bernie,

keine Ursache, freut mich, wenn ich den Weg ein wenig ebnen kann!
Fidelis hat geschrieben:Beim einen möchte ich es mit Hundefutter-Pferdek*****-Agar in Petrischalen versuchen, wie es bereits "Leuchtpilz" sehr schön beschrieben hat.Beim anderen möchte ich eine Mischung aus Stroh und Pferdedung machen, diese sterilisieren und mit Champignonstücken bestücken woraus auch die Sporen keimen können.
Das müßte beides klappen. Ein Testlauf mit nem Champi aus dem Supermarkt wäre vielleicht ne gute Sache.
Fidelis hat geschrieben:Ich frage mich bei deinen Beiträgen auch oft woher du nur dieses ganze (Insider)Wissen beziehst^^.
Ach, ich bin einfach nur neugierig und suche gern im Netz nach weiteren Infos.

Gruß, Carsten
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Re: fichtenzapfen/Nadeln als Getreideersatz bzw. als Substra

Beitrag von Fidelis » Sonntag, 02. September 2012 19:15

Das tust du auf jeden Fall:).
Das müßte beides klappen. Ein Testlauf mit nem Champi aus dem Supermarkt wäre vielleicht ne gute Sache.
Das wäre auch mein Plan gewesen:). Ich denke, dass ich jedoch weniger Pferdemist verwenden werde. Leuchtpilz meinte ja auch am Ende, dass die Petris mit weniger Pferdedung am besten geklappt haben.

Ja, die unendlichen Weiten des Netzes.^^ Soviel Wissen, man muss es aber erst einmal finden.:D

Lg,
Bernie
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