Champignon

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geer
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Beitrag von geer » Montag, 13. März 2006 20:48

Hallo tschetan,

bei meinen Kulturen ist das Wachstum eigentlich ausgeglichen, sowohl an den Rändern als auch in der Mitte sind Pilze gewachsen.
Ich muss aber auch sagen, das an den Rändern einige Pilze mehr waren.

Es könnte mit der Temperatur oder auch mit der Feuchtigkeit zusammenhängen.

Vielleicht hat Andreas mit seiner Vermutung Recht?

Für mich war es die erste Champignon- Kultur, vielleicht werde ich jetzt mal eigene Versuche starten.
Mycel von verschiedenen Arten habe ich genügend und Pferdemist bekomme ich auch.

Viele Grüße

Gerhard
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geriull
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Beitrag von geriull » Dienstag, 14. März 2006 10:47

Hallo Leute!

Dachte, da ihr da fleißig über Champignonzucht diskutiert, frag ich mal kurz nach, ob ihr mich über geeignete Agar- bzw. Brutsorten aufklären könnt? Ist Körnerbrut für Champignons geeignet? oder sollte man da eventuell sterilisierte Stroh-Pferdemistmischungen verwenden?

Will nämlich ungarische Riesenchampignons klonen und ein Beet anlegen.
An Pferdemist, sogar bereits fermentiertem mangelt es mir nämlich nicht, da meine Großmutter für meine Tante 2 Pferde im Stall stehen hat, und die sch 8) en ziemlich viel wenn der Tag lang ist.
Würd mich über euren Rat sehr freuen!

Grüße!

Gerald
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pilz-kultur
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Beitrag von pilz-kultur » Dienstag, 14. März 2006 19:43

geer hat geschrieben: ......bei meinen Kulturen ist das Wachstum eigentlich ausgeglichen, sowohl an den Rändern als auch in der Mitte sind Pilze gewachsen.
Ich muss aber auch sagen, das an den Rändern einige Pilze mehr waren.

Es könnte mit der Temperatur oder auch mit der Feuchtigkeit zusammenhängen.

Vielleicht hat Andreas mit seiner Vermutung Recht?

...so sollte es auch sein ! :lol:

Andreas Vermutung könnte auf wildwachsende Pilze zutreffen.....glaube aber nicht für Pilzkulturen wie in diesen Falle Champignons auf Kompost !

Hier gibt es ja im Substrat unzählige verteilte Spickstellen von keimender Brut , die den Kompost im günstigsten Falle gleichzeitig durchwächst...!

Mechanische Kräfte u. Substratschwund erzeugen immer einen Spalt zwischen Behälter-Beet u. Substrat...diese nutzen die Pilze...vermute , dass liegt an der besseren Frischluftzufuhr die dort herrscht...auch müssen sich die Pilze hier nicht besonders anstrengen , um durch das Substrat zu gelangen !

@gerald : Habe mich früher mit der Kultur von Agaricus bitorquis - Stadtchampignon beschäftigt , da dieser auch bei höheren Temperaturen gut wächst...der wäre sicher ideal für ein Freilandbeet :idea: ......Brut davon wird wenn , sicher als Körnerbrut angeboten werden....Substratbrut hat man eigentlich nur ganz , ganz früher verwendet ! :wink:

Wo kriegst Du eigentlich den Champignonkompost her...das ist nicht leicht in Ö 8) ...die Gäule werden den ja nicht bereits fertig rausschei 8) en ? :D

Das Burgenland würde sich aber speziell für folgende Champizucht-Methode eignen... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Bild

Walter :lol:

PS: Ja , vielleicht sieht man sich mal in Wien !
-=Firebird=-
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Beitrag von -=Firebird=- » Dienstag, 14. März 2006 20:28

Hi Walter,
Sag mal wo hast du das Bild her? Ich bin bei solchen Bildern immer am Überlegen ob es sowas wirklich gab. Denn ich finde die Ideen immer faszinierend.
Vorallem dieses nostalgische..
Meine Homepage: www.aquaristik-line.de
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Beitrag von pilz-kultur » Dienstag, 14. März 2006 20:43

....stammt aus einem alten Buch über die Champignonzucht....solch alte Literatur ist mitunter die reinste Fundgrube :D ...Motto: Das gabs doch schon mal !

Walter
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Beitrag von geriull » Mittwoch, 15. März 2006 08:40

@ pilzkultur-Walters hübsches Bildchen...

8)... ein wirklich passendes Bild fürs Burgenland! Wenn da kurz davor in den Fässern noch Wein drinnen war,...
... Barrique-Champignons. :lol: :lol:

Ich werd mir das Champignonsubstrat selbst herstellen. :shock: Aus Pfersemist, Hühnerkot und Zuschlägen. Muss da noch genau nachlesen wie das geht. In "Pilzanbau in Haus und Garten" glaub so heisst dieses Büchlein, steht das alles drinnen: Haufen aufschichten (mind 1 Kubikmeter, damit die Fermentation in Gang kommt,) jede 1-2. Woche neu umschichten,...
angeblich soll das so funktionieren.

Vielleicht hat jemand von euch eine gute Anleitung...
Eine Alternativanleitung würd sicher nicht schaden.

Ach ja... Hühnerkot hab ich auch in rauhen Mengen. Meine Großmutter hat sowas ähnliches wie einen kleinen Bauernhof. Mit Pferden, Hasen und Hühnern, viel Stroh und einem riesigen Obst und Gemüse Acker. Ausserdem gibts da auch einen kühlen feuchten Keller.

nochmal @ Walter:

Sollte das funktionieren was ich vorhab, kriegst du jede Menge Champignonsubstrat. :mrgreen: Denke nicht, dass ich einen ganzen Kubikmeter brauchen werd. 8)

Letzte Frage:
Gibts etwas spezielles bezüglich Körnerbrut für Champignons, oder durchwachsen die sowieso schnell jede Brut?

Vielen Dank!

Liebe Grüße!
Gerald
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Beitrag von pilz-kultur » Mittwoch, 15. März 2006 19:45

Servus Gerald ,

...ich drück Dir die Daumen :lol: ...die Kompostherstellung ist wirklich eine Wissenschaft für sich...das fängt bereits beim richtigen Pferdefutter an... :wink:

...und Anleitungen gibt es wie Sand am Meer ! :wink:

Mit der Beschreibung in "Pilzanbau in Haus u. Garten" kann man sicher arbeiten.....den Hühnerkack würde ich in Wasser aufrühren :roll: u. damit gleich die einzelnen Lagen anfeuchten !

Wenn Dir ein guter Kompost gelingt , kannst Du stolz auf Dich sein...Dank auch für Dein Angebot...vielleicht fange ich da wieder mit den Kompostbewohnern an.... :wink:

Deine letzte Frage ist mir nicht ganz klar ? 8)

Grüße
Walter
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Beitrag von geriull » Donnerstag, 16. März 2006 08:43

Deine letzte Frage ist mir nicht ganz klar ?
Ich meinte damit die Körnerbrutherstellung für Champignons. bzw. auch die Agarmischung.

Da ich noch keine Erfahrung mit Kompostbewohnern habe, wollt ich eigentlich nur wissen ob Champignonmyzel auf jedem Agar (Malz, Hundikeks :D , Kartoffel,...) bzw. auf jedem Getreide gut wächst, oder ob man zu den Körnern auch andere Zutaten bzw. wieviel davon, dazumischen sollte (Gips,...)

Ich hoff, ihr könnt mir weiterhelfen.

Danke! und Liebe Grüße!

Gerald
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Beitrag von pilz-kultur » Donnerstag, 16. März 2006 18:46

Hallo Gerald ,


habe früher MEA verwendet mit Zusatz von Pepton....vielleicht kann der Gerhard dazu noch was sagen !

Für Brut eignet sich gut Weizen/Roggen....ein wenig Gips kannst Du natürlich zugeben...ist aber nicht zwingend notwendig !

Walter
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Beitrag von geer » Donnerstag, 16. März 2006 22:25

Hallo Gerald,

die braunen und auch die weißen Zuchtchampignons wachsen auf Weizenmalz- Agar sehr gut.
Der Wiesenchampignon und auch der Anischampignon lieben dagegen mein Kloßwasser –Agar.

Man muss eben viel ausprobieren ehe man die richtige Zusammensetzung hat.

Viele Grüße

Gerhard
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Beitrag von geriull » Freitag, 17. März 2006 09:01

Vielen Dank!

Habt mir sehr geholfen. Werd bald mit dem Klonen beginnen! :D :D
Werd von meinen Fortschritten berichten, vor allem von der Substratproduktion!
Bin sehr gespannt ob das was wird. :shock: Hab ja mehrere Versuche.

Cu...

Gerald
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Beitrag von Nico » Freitag, 17. März 2006 16:08

Die Selbstherstellung von Pilzbrut ist bei sterilem Arbeiten kein Problem. Speziell mit Champignons habe ich bislang keine Erfahrung, weil ich mich immer die Pferdekacke abgeschreckt hat :shock:

Die Brutherstellung dürfte auch mit Stroh oder evtl. Strohpellets funktionieren. Obwohl ich normalerweise Körnerbrut bevorzuge, hat sie Outdoor den entschiedenen Nachteil, daß Dir Mäuse und anderweitiges Getier Deine Körner restlos ausbuddeln und futtern können. :roll:
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Beitrag von Christoph » Freitag, 17. März 2006 16:53

@ Nico: Pferdekacke ist nicht schlimm, das ist nur etwas angedautes Gras. Richtig heftig stinken tut die nicht, ich stelle sogar daraus jährlich eine Brühe her, mit der ich meine Pflanzen dünge. Wenn man Handschuhe trägt geht das alles probelmlos.
Viele Grüße,
Chris
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Beitrag von geer » Freitag, 17. März 2006 21:16

Hallo tschetan,

Gestern habe ich die letzten Pilze geerntet.
Bei dem braunen Champignon waren es 1750g und bei den weißen genau 3000g. :D
Das hat sich wirklich gelohnt, neue Primordien sind schon da, es geht weiter. :D

Viele Grüße

Gerhard
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case04
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Beitrag von case04 » Samstag, 18. März 2006 23:29

Hallo Gerhard,
Bei dem braunen Champignon waren es 1750g und bei den weißen genau 3000g
Na, der Ertrag kann sich aber sehen lassen, da hatte ich deutlich weniger. Welche "Konfektionsgröße" an Fertigkultur hattest Du Dir denn bestellt (klein, gross, jumbo) ?

Gruss, Oliver
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