Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

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ohkw
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Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von ohkw » Sonntag, 22. März 2020 12:53

Ich habe vor ein paar Wochen eine Petri mit Myzel vom saitenstiligen Knoblauchschwindling bekommen (vielen Dank an geer!).

Für die Krause Glucke hatte ich Flax aka. Leinenstreu als Substrat in Betracht gezogen, da es kaum Lignin enthält (Die Glucke lässt Lignin beid er Holzzersetzung zurück --> Braunfäule). Allerdings will die Glucke auf dem Substrat nicht so wirklich, dafür scheint es dem saitenstiliigen Knoblauchschwindling zu gefallen.
Verwendet wurde eine Mischung aus Leinenstreu und 25g Weizenkleie in 1L Kulturvolumen.

Hier eine Woche nach der Beimpfung direkt von Agar:
DSC_0240re.jpg
Hier 2 Wochen nach der Beimpfung von Agar:
DSC_0241re.jpg
DSC_0242re.jpg
DSC_0243re.jpg
Zuerst wuchs das Myzel eher dünn, dann hat es plötzlich massiv an Dichtheit zugelegt.
Interessant sind die Adern-ähnlichen Verdickungen des Myzels.

Wenn er so weiterwächst ist er in 2-3 Wochen durch. Bin gespannt ob ich ihn gefruchtet kriege.

Grüße!
Stefan
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von malda » Sonntag, 22. März 2020 18:38

Ja, die Glucke zickt ziemlich. Meine bisherigen Substrat-Versuche (zugegebenermaßen noch etwas halbherzig) sind bisher auch gescheitert. Es braucht wohl ein sehr gut aufgewertetes Substrat.... und trotzdem ist vermutlich nur sehr langsamem Wachstum zu erwarten ... Da ich kein reines Nadelholz zur Verfügung habe werde ich als nächstes „Weichholz“ aufgewertet mit Bierhefe und Glucose versuchen.

Saitenstiliger Knoblauchschwindling... Du suchst Dir aber auch Pilze aus...das klingt wieder nach viel Ausbeute. Aber immerhin wächst er sehr schön im Leinenstreu. Apropos, hast du eine Info wie Leinenstreu zusammengesetzt ist?

VG Dietmar
ohkw
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von ohkw » Sonntag, 22. März 2020 18:49

Das ist angeblich 100% aus Leinenstreu. Bunny Bedding Linum heißt das Zeug.
https://www.dehner.at/produkte/bunny-be ... 005327879/

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Lein
Hat nur 2,5% Lignin aber 65% Zellulose.
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von ohkw » Sonntag, 29. März 2020 10:14

Stand 3 Wochen nach Beimpfung:
DSC_0245re.jpg
DSC_0247re.jpg
geer
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von geer » Sonntag, 29. März 2020 11:44

Hallo,
das sieht ja sehr gut aus.
Bin mal gespannt ob du ihn zum fruktifizieren bringst, wäre ein großer Erfolg.
Wünsche dir weiterhin gutes gelingen und in der heutigen Zeit viel Gesundheit
geer
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von ohkw » Sonntag, 12. April 2020 09:49

Stand 5 Wochen:
DSC_0257re.jpg
DSC_0258re.jpg
DSC_0259re.jpg
Jetzt ist er fast ganz durchgewachsen. Man sieht aber auch dass der ältere Teil des Myzels deutlich dichter ist. Es sieht so aus als könnte der Pilz den Flachs relativ gut abbauen. In wenigen Tagen sollte er ganz durch sein. Dann werde ich mal versuchen ihn zum Fruchten zu bringen.
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von ohkw » Dienstag, 14. April 2020 17:16

Nachdem er unten nur sehr langsam weiter wächst, vermutlich zu wenig Sauerstoff, habe ich den jetzt in eine Fruchtungsbox übersiedelt. Zudem Oberfläche etwas angekratzt und für 24h Wasser drauf.
Bin gespannt ob er willens ist uns da was zu zeigen.
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Re: Saitenstiliger Knoblauchschwindling: Mycetinis alliaceus

Beitrag von ohkw » Freitag, 22. Mai 2020 10:44

Nachdem der Pilz keine Anstalten gemacht hat zu fruchten habe ich eine Schicht Streu + Buchenspäne in der Mikrowelle abgekocht und nach dem Abkühlen aufgetragen. Das hat zwar dazu geführt dass sich ganz kleine schwarze Fruchtkörper gebildet haben, die sich aber nicht weiterentwickelten. Nach weiteren zwei Wochen ohne Fortschritt habe ich die Schicht wieder entfernt indem ich die einfach abgespült habe. Dabei hat sich auch das darunter befindliche Myzel abgelöst, welches weich und matschig geworden ist. Der Ansatz ist wohl hinüber. Eine Deckschicht aus Vermikulit wäre vllt. zielführend gewesen.
Am Bild sieht man mit viel Phantasie die schwarzen Pins am Rand.
DSC_0308re.jpg
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