Vitalpilze als Neurogenesemittel nutzen?

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Vitalpilze als Neurogenesemittel nutzen?

Beitrag von Pilzfreund » Mittwoch, 05. September 2018 21:15

Hab im Internet gelesen das einige Pilze ZB Hericium/Affenkopfpilz und Psilocybin haltige Pilze (die wohl leider nicht legal in der westlichen Welt sind, daher scheiden die aus.) als Neurogenesemittel genutzt werden können.
Also um das Hirnzellen/Nervenzellenwachstum neu anzuregen und so schwere Krankheiten wie Hirnschäden ZB geistige Behinderung ZB auf Grund von Sauerstoffmangel bei der Geburt etc. oder Alzheimer etc. zu lindern oder sogar zu heilen. Ich hab davon im Internet gehört, aber es scheint dennoch fast unbekannt zu sein oder wird nicht an die große Glocke gehängt.
Hat Jemand von euch darüber nähere Informationen wäre interessant danke :)
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Lauscher
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Re: Vitalpilze als Neurogenesemittel nutzen?

Beitrag von Lauscher » Mittwoch, 05. September 2018 21:28

Du könntest mal bei https://www.vitalpilze.de/ nachfragen, die wissen vielleicht mehr.

Den Reishi halte ich auch für einen Kandidaten; zumindest wirkt er gut bei Nervenschmerzen, könnte also auch weitergehend zur Heilung von Nervenschäden gut sein.

Psilocybinhaltige Pilze zur Nervenheilung würde mich wundern. Als Heilmittel für psychische Krankheiten sicher sehr potent, wenn es sinnvoll eingesetzt wird. Zur Heilung von physisch beschädigten Nervenzellen würde ich Psilocybin nicht in Betracht ziehen. (Nur meine naive Einschätzung).
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Re: Vitalpilze als Neurogenesemittel nutzen?

Beitrag von ohkw » Donnerstag, 06. September 2018 08:30

Demenzerkrankungen werden ohnehin mit Acetylcholinesterase-Hemmern behandelt was als Nebenwirkung nur all zu oft Halluzinationen und Schlimmeres mit sich bringt.
Mal davon abgesehen, dass ich es stark bezweifle dass man Neurogenese mal eben durch Einnahme von ein paar Pilzen anregen kann, ist es seit langem eine Streitfrage ob Neurogenese im adulten Gehirn überhaupt stattfindet bzw. stattfinden kann. Darüber ob das bei Alzheimer dann was bringt will ich gar nicht erst anfangen.

Viele offenen Fragen um deren Beantwortung man sich erstmal bemühen muss, sonst führt der Weg nämlich eher dahin --> https://www.lachschon.de/item/217756-Es ... ngespannt/


Edit:

Habe mal kurz Literaturrecherche gemacht ob zu dem Thema schon mal irgendwas versucht wurde. Offenbar wurde 2015 zumindest ein Patent angemeldet Alzheimer mit LSD zu behandeln:

https://patents.google.com/patent/WO2016145193A1/en

Das heißt aber nicht viel, denn in der Pharma-Forschung wird grundsätzlich mal absolut ALLES patentiert unabhängig davon ob man weiß ob es überhaupt funktiont. Sicherheitshalber.
Publikationen dazu habe ich auf den ersten Blick nicht gefunden, also dürfte es eher ziemlich aus der Luft gegriffen sein.

Wodurch man Demenz Erkrankungen in einigen Fällen zumindest verlangsamen kann ist die Einnahme von Phosphatidylcholin (in From von Alpha GPC als Nahrungsmittel Ergänzung). Das ist eine Vorläufersubstanz aus dem der Körper den Neurotransmitter Acetylcholin erzeugt, der bei einigen Demenzformen in zu geringen Mengen in den Synapsen verfügbar ist. wodurch dann die synaptischen Verbindungen nach und nach degenerieren. Ist aber auch umstritten wann und ob das was bringt oder nicht. Das Gute daran ist, dass es zumindest nicht schädlich bzw. gut für die inneren Organe sein soll.
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Re: Vitalpilze als Neurogenesemittel nutzen?

Beitrag von Pilzfreund » Donnerstag, 06. September 2018 17:08

Hallo, klar man kann auch immer alles erstmal ins Lächerliche ziehen :lol: wegen der Esoterik Seite da.
Aber ich bin da immer erstmal offen für neue und alternative Gedanken. :)

Wegen dem Alzheimer hab ich mal gelesen das das mit Schwermetallen zusammenhängen könnte und daher grüne Smoothies eventuell ne positive Wirkung haben könnte. Wegen dem hohen Anteil an grünem Blattgemüse ,dass Schwermetalle bindet und aus dem Körper ausscheiden kann. Koreander soll ZB eingelagerte Schwermetalle im Hirn lösen können. Also ich glaub jetzt nicht an Wunderheilung und son Quatsch aber an kleine positive Entwicklungen durch Einsatz von Nahrungsmitteln daran kann ich schon glauben. :)
Finde das Thema jedenfalls sehr interessant.
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Re: Vitalpilze als Neurogenesemittel nutzen?

Beitrag von ohkw » Donnerstag, 06. September 2018 19:12

Ach, wollte nix ins Lächerliche ziehen. Eher verdeutlichen dass man bei diesen Dingen die dahinterliegenden Mechanismen verstehen muss, bzw. auch belegen dass es tatsächlich so ist. Eine gut gemeinte Idee klingt schnell vielversprechend und plausibel, aber da ist man halt schnell in dem Bereich wo den Leuten die ganzen Wundermittelchen angedreht werden an die sie dann glauben wollen.
Das ist dann im besten Fall sinnlos aber harmlos und im schlimmsten Fall sehr gefährlich.
Was dann im Extremfalldabei herauskommen kann ist z.B. sowas: https://ooe.orf.at/news/stories/2898099/


Wie gesagt, ich habe die Idee in jedem Fall ernst genommen und eben auch mal kurz recherchiert ob ich dazu irgendwas finde.

Bei Alzheimer weiß man halt nach wie vor sehr wenig über die Erkrankung und dementsprechend gibts auch keine besonders wirkungsvollen Behandlungsmöglichkeit. Leider.
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