Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

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Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von FungiFreakFranken » Donnerstag, 08. März 2012 21:15

Hallo Pilzfreunde,

ist es möglich den Shimeji auch Outdoor auf Buchenstämmen zu züchten
oder wäre so eine Vorhabung zum Scheitern verurteilt!?

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht!?


Gruß Seb
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von Holzwurm » Donnerstag, 08. März 2012 21:39

Hallo Seb,

ich habe genau das selbe vor wie Du, und auch genau so viel Erfahrungen damit wie Du :lol: ... aber wenn ich sehe, wie schnell er meine Buchen-Dübel besiedelt hat, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass er mit einem Buchenstamm nicht klar kommt .... ob er sich für eine Outdoorzucht eignet kann ich Dir aber erst nächstes Jahr sagen :D

Guß
Bernd
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von FungiFreakFranken » Donnerstag, 08. März 2012 22:23

Hallo Bernd,

ich hab einen weissen Shimeji auf abgekochten Buchenholzchips,
der diese nicht gerade schnell aber stetig durchwächst.

Vor einigen Tagen hab ich dann autoklavierte Buchenholzdübel mit dem braunen Shimeji beimpft,
da hab bis ich so ziemlich das gleiche Ergebnis wie du... :?

Mal abwarten vielleicht hats ja doch schon jemand probiert,
und teilt seine Ehrfahrung mit uns,
ansonsten wirds halt einfach probiert und studiert... :D

Auf gutes Gelingen... :wink:
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von Mycelio » Donnerstag, 08. März 2012 22:47

Hallo Seb und Bernd,

Hypsizygus tessulatus kommt auch hierzulande wild vor, bloß sehr selten. Der deutsche Name 'Buchenrasling' legt auch nahe, daß ihr ihn auf seinem Lieblingssubstrat kultivieren wollt, also keine Sorge.

Gruß, Carsten
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von FungiFreakFranken » Donnerstag, 08. März 2012 23:28

Hallo Carsten,

der deutsche Name des Shimejis ist mir geläufig
und auch, das er wohl Buchenholz recht gern mag... :wink:

Mich würden halt mal ein paar Ehrfahrungen interessieren,
die etwas mehr ins Detail gehen.
Ein paar Tips, Tricks oder einfach Erfahrungsberichte,
gern auch unterlegt mit ein paar Bildern.

Leider gibts noch nicht allzu viel über die Shimeji-Outdoor-Zucht
hier im Forum, oder!?

Hab nur nachdem ich die SuFu strapaziert hab,
einen Bericht von Geer gefunden,
dem man aber jetzt auch keine näheren Details entnehmen kann... :(
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von Mycelio » Donnerstag, 08. März 2012 23:58

Ach so, ich dachte es geht um die generelle Machbarkeit. Leider habe ich auch in anderen Foren noch nie den Anbau auf Holzstämmen gesehen, aber Geer ist ja wieder aktiv. Wenn er diesen Thread nicht sieht, kannst du ihn ruhig per PN fragen.

Gruß, Carsten
geer
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von geer » Freitag, 09. März 2012 14:35

Hallo Seb,
ja, ich habe den Hypsizygus tessulatus (Buna Shimeji) auf Buchenholz kultiviert.

Weil ich damals sehr viel Brut vom Shimeji hatte, beimpfte ich den Stamm mit der Keilschnittmethode.
Nach der Einmietung zusammen mit anderen Stämmen(etwa ¾ Jahr), war er sehr gut eingewachsen.
Ich grub ihn etwa 20cm in den Erdboden ein und überließ ihn der Natur.
Erst ein Jahr danach fruktifizierte er, später nicht mehr.
Das er nicht mehr fruktifizierte lag gewiss daran das ich meine Stämme nicht zusätzlich bewässere.
Bei guter Bewässerung könnte ich mir vorstellen das er noch mehrere Jahre hindurch fruktifiziert.
Mir schmeckt er nicht so gut deshalb beimpfte ich nur einen Stamm.
Ein Bild ist auf meiner HP( Bild Nr. 3)

Viele Grüße

Gerhard
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von FungiFreakFranken » Samstag, 10. März 2012 09:37

Hallo Gerhard,

vielen Dank für den kleinen Einblick.

Ich werd dieses Jahr einfach mal ein paar kleinere Stämme beimpfen,
ggfs. kann ich ja dann auch "bald" was dazu berichten.
Hoff das klappt mit meinen Dübeln auch,
denn bis jetzt wächst der braune Shimeji nur etwas wiederwillig ein.

Gibt es eigentlich grundsätzliche Unterschiede zw. dem braunen und dem weissen Shimeji,
oder sind die Unterschiede ggfs. nur darauf zurück zu führen,
das weisse ein "besserer" Stamm ist!?

@Gerhard
Viele schöne Bilder auf deiner Homepage...
Könnte man noch einen Link zu deiner Page einfügen,
um anderen, die jetzt nicht wissen wo Sie den Link finden,
die Suche zu erleichtern!?

@Carsten
Ich sollte vielleicht nicht erwarten,
auf eine unzureichende Fragestellung eine ausreichende Antwort zu bekommen... :wink:
Ich gelobe Besserung... :D

Gruß Seb
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von Mycelio » Samstag, 10. März 2012 13:56

Hallo zusammen,

@Seb
Schon OK, hast ja eigentlich beides gefragt.
Nur so ne Idee... da das Mycel bei mir ungefähr halb so schnell wächst wie das von Austern würden sich vielleicht doppelt so viel Dübel pro Stamm empfehlen.

Die weiße Variante (Bunapi-Shimeji) ist übrigens eine Mutation, die aus UV-bestrahlten braunen (Buna-Shimeji) hervorgegangen ist, sozusagen ein Albino.

Grüße, Carsten
geer
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von geer » Samstag, 10. März 2012 15:22

Hallo Seb,
ich würde im Abstand von 5cm Impfdübel in die Hölzer schlagen, damit der Buna Shimeji auch gut einwächst.
Mach die Stammabschnitte nicht so lang,... 30 -40cm reichen.
Ist das Mycel gut eingewachsen und hat auch mal fruktifiziert kannst Du ja einige Stämme in der Mitte durchschneiden und neues Buchenholz mit den gleichen Durchmesser dazwischen setzen.
Einen dunklen Plastiksack mit einigen löchern darüber, etwas Feuchtigkeit dazu und nach einen halben Jahr ist das Zwischenstück bestimmt gut durchgewachsen.
So kannst Du eigentlich alle Pilze im Freilandpilzgarten Weiterkultivieren.

Wünsche Dir viel Erfolg

Gerhard
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von Holzwurm » Samstag, 10. März 2012 18:13

geer hat geschrieben:Mach die Stammabschnitte nicht so lang,... 30 -40cm reichen.
Hallo Gerhard,

an der Stelle würde ich mich gerne mal nachhaken, warum sollen die Stämme nur 30-40 cm lang sein?
ich würde gerne meine Stämme einem Meter lang lassen, und dann ca. 20 -30 cm eingraben, damit kann ich auf gleicher Fläche 3 mal soviel Holz unterbringen wie bei Stammabschnitten von nur 30-40 cm.
Bei Shiitake lässt man die Knüppel ja auch einem Meter lang.

Gruß
Bernd
geer
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von geer » Samstag, 10. März 2012 19:55

Hallo Bernd,
natürlich kannst du auch längere Stamme benutzen und sie dann tiefer eingraben.

Bei den vielen Stämmen die ich beimpft hatte ist das ein enormer Mehraufwand.
Außerdem hätte ich einige Baumwurzeln kappen müssen und das wollte ich nicht.

Beim Shiitake kann man die Knüppel einfach an einen geeigneten Platz aufstellen ohne sie einzugraben.

Hat man nicht genug Pilzbrut ist es günstiger kurze Stämme zu nehmen,.... das Mycel soll doch den Stamm vollkommen besiedeln.
Die Konkurrenzpilze stehen bei der Zucht im freien immer in den Startlöchern!!!!

Viele Grüße

Gerhard
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von anbrodi » Samstag, 10. März 2012 19:59

Wenn du den Stamm horizontal zu 1/3 eingräbst kannst du den so lang lassen wie du magst .
Senkrecht eingegraben hast du ein Feuchtigkeitsproblem bei zu langen Stücken weil die Erdfeuchte dann nicht bis oben zieht . Ergebniss : wenig bis garkeine Fruchtung .
Man muss nicht alles wissen aber man sollte wissen wo man es nachlesen kann !
Fragen hilft auch manchmal ....
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von Holzwurm » Samstag, 10. März 2012 21:16

Hallo Gerhard und Anbrodi,

danke für die schnellen Antworten, also an die Wurzeln hab ich noch garnicht gedacht :( und die Ecke im Garten die zum Pilzgarten werden soll hat zumindest zum Teil einiges an Wurzeln zu bieten.
Längs eingraben ist "bewässerungstechnisch" warscheinlich die beste Idee, aber verbraucht auch die meiste Fläche.

hmm ... mal sehen wie ich das mache

Gruß
Bernd
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Re: Mit Shimeji Buchenstämme beimpfen!?

Beitrag von FungiFreakFranken » Donnerstag, 22. März 2012 22:17

Hallo an Alle...,

@ Carsten und Gerhard
So in etwa hatte ich es auch vor, so wie´s Ihr beschrieben hab...
Lieber ein paar mehr Dübel auf Stämme zw. 30-50 cm lang und ca. 15-25 cm dick.

Will das aber bei allen meinen Stämmen so machen, auch mit Austern, Shi´s usw.,
da das Holz maschinell geerntet wurde und auch ein paar Macken an der Rinde hat.
Ich hoffe, das die Stämme dadurch schneller durchwachsen und Kontis,
die ja auch durch die Macken in der Rinde nen schnelleren eintritt finden (oder!?)
weniger Chance haben.

Ich bin mir auch etwas unsicher, ob das Holz noch feucht genug ist,
will aber jetzt auch nicht unbedingt wässern, weil ja da die Kontigefahr auch wieder steigt,
oder seht ihr das nicht so wild!?

Gibt es eine Methode, wenn man nicht grad nen Feuchtigkeitsmesser hat,
um sicher festzustellen, welches Holz noch feucht genug ist oder gewässert werden sollte.

Hier mal ein paar Bilder zu meinem Buchenstämmen:
(Das Holz wurde vor ca. 3 Monaten geschnitten, glaube ich!?)

Bild

Wie man sieht, sind einige Enden der Stämme schon etwas rissig.
Auf den Stamm ganz links, oder dem oben in der Mitte sind auch die Macken,
von denen ich gesprochen habe zu sehen.

Bild

Bild

Nachdem ich ca. 5 cm der Enden abgeschnitten hatte,
sahen einige aber doch noch so aus, als wären sie noch feucht (genug :?: ).
z.B. die auf dem ersten Bild, oder die drei, die auf dem zweiten Bild
auf der rechten Seite übereinander liegen.

Was meint Ihr dazu!?

Gruß Seb
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