kampf den trauermücken !!!

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davidson30
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kampf den trauermücken !!!

Beitrag von davidson30 » Samstag, 08. März 2008 13:58

hallo


starte hier einen beitrag über die bekämpfung der trauermücke .



was sind diese viecher ??

warum vermehren sie sich so schnell ??

was hilft gegen diese plage ??

welche natürlichen mittel zu bekämpfung gibt es ??

wie ist es mit dem einsatz von nematoden ??

gibt es das eine oder andere hausmittel ??



tipps und anregungen willkommen !!


der feind

Bild

hier richtige "kanäle"



Bild













gut kulturpilz

fritz
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Hephaistos
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Beitrag von Hephaistos » Samstag, 08. März 2008 15:52

Hallo!

8) Tolles Thema :!:

In diesem Dokument stecken viele nützliche Infos.
Man kann die Viecher auch mit div. Fettkräutern, welche die Mücken dann verspeisen, bekämpfen. Hier sollten sich vor allem das gemeine Fettkraut und das Alpen-Fettkraut bewährt haben.
Die Gelbsticker sollten ja ohnehin bekannt sein.

Gruß,
Hary
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Mycelio
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Beitrag von Mycelio » Samstag, 08. März 2008 18:50

Hallo,

ja,das Thema ist wirklich ein Dauerbrenner, zumindest Indoor... Letztens sind mir die Austern kurz vor der Ernte zusammengebrochen, weil die Maden die Stiele komplett durchlöchert hatten. :evil: Übrigens haben Trauermücken keinen gestreiften Hinterleib. das auf dem Foto ist wohl ne Pilzfliege, was aber nichts ändert. Hatte schonmal unter 'Pilzzucht allgemein' in den Pilzportraits alles zusammengefaßt, was ich über die Viecher rausbekommen habe. Zitiere mich mal selbst, dann haben wir die Infos gleich hier.
Trauermücken sind wohl unsere häufigsten Wiedersacher. Sie sind nur wenige Millimeter groß und kommen in den meisten Wohnungen vor, da ihre Larven sich in Blumentöpfen sehr wohl fühlen. Letztere ernähren sich von verrottendem Pflanzenmaterial, Pilzmycel, Algen, Bakterien und feinen Wurzeln. Erwachsene Tiere nehmen nur noch Wasser zu sich. Die Weibchen werden größer als die Männchen und sind an ihrem dickeren Hinterleib erkennbar. Gleich nach dem Schlüpfen paaren sie sich. Später suchen die Weibchen einen guten, feuchten Platz für die Eiablage. Die Larven werden bis zu 5 mm lang, sind fast durchsichtig und haben einen schwarzen Kopf. Sie fressen Gänge durch das Pilzmycel, meist an der Oberfläche. Diese Gänge tarnen sie mit Mycelstücken und einem feinen Netz aus Fäden, die sie mit einer Spinndrüse am Kopf produzieren. Bei Gefahr ziehen sie sich in tiefergelegene Gänge zurück. Dort verpuppen sie sich auch. Nach etwa zwei bis vier Wochen schlüpfen die erwachsenen Tiere und alles beginnt von vorn.
Oft verfärbt sich das Mycel, wenn Larven daran fressen. Es wird bräunlich und sondert Flüssigkeit ab. Manchmal entdeckt man auch das Gespinst über den Gängen. Erwachsene Mücken sitzen oft unbeweglich auf dem Substrat. Sie krabbeln jedoch weg, wenn man mit Wasser sprüht, für Erschütterung oder Luftbewegung sorgt. Da sie weder schnell noch geschickt sind, kann man sie dann leicht fangen. Mit etwas Übung erwischt man sie auch im Flug. Die Larven lassen sich recht gut mit einem Zahnstocher entfernen.
Bei stark befallene Kulturen lohnt sich evtl. der Einsatz von Nützlingen, nämlich Nematoden, sowie einem speziellen Bakterium, Bacillus Thurengiensis Israelis, auch BTI genannt. Gelbtafeln helfen zwar, den Befall zu erkennen, allerdings bleiben nicht alle Trauermücken darauf kleben.

Pilzfliegen sind die buckligen Doppelgänger der Trauermücken. Ihre Larven etwas bräunlicher und bohren sich gern in die Fruchtkörper. Wer Pilze im Wald sammelt, sollte sie kennen...
Ein einziges befruchtetes Weibchen sorgt für dutzende Nachkommen, die dann nach ca. drei Wochen hunderte Eier legen, usw...

Fettkraut und Sonnentau habe ich schon ausprobiert und kann es nicht empfehlen. Die Viecher bleiben zwar darauf kleben, jedoch nur einige, niemals alle. Fettkraut wirkt auch nur im Sommerhalbjahr, im Winter bekommt es schmalere Blätter ohne Klebschicht. Am Ende hatte ich zusätzlich Milben auf den Shiis, die aus der Blumenerde kamen...

Aus der Pflanzenzucht kenne ich zwei Hausmitteln, Nikotin (Tabaksud) und Koffein (möglichst starker Kaffee), beides starke Nervengifte. Tabaksud ist mir persönlich zu gefährlich, weil krebserregend. Es verhindert, daß mutierte Körperzellen Selbstmord begehen und ist in der Nahrung viel gefährlicher als beim Rauchen. Außerdem wirkt es stark toxisch, ca. eine Zigarette pro 10 kg Körpergewicht gilt als tödliche Dosis. In der letzten Zeit wird auch Extrakt aus Niemsamen eingesetzt.

In dem PDF, das Hary gerade erwähnt hat, steht ja was Sojamehl als Ablenkfutter. Hatte neulich mal was ähnliches versucht und in einem Blumentopf Reste einer verbrauchten Austernkultur mit alter Blumenerde gemischt und offen im Kulturraum aufgestellt. Dadurch wurden schonmal die meisten Mücken von den Pilzen weggelockt, perfekt wirkt es aber auch nicht. Zuerst habe ich zweimal täglich den Topf kontrolliert und alle sichtbaren Mücken gekillt, irgendwann wurde es mir aber zu mühsam und ich habe zwei Hundertfüßler gefangen und in den Topf gesetzt. Die wuseln jetzt emsig im Substrat herum und erledigen die Trauermücken für mich. :D Aber die ultimative Trauermückenfalle ist das auch nicht. Wahrscheinlich sollte man mehrere Maßnahmen kombinieren.


Grüße, Carsten
Christoph
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Beitrag von Christoph » Sonntag, 09. März 2008 12:05

Man setzt in der Pflanzenzucht auch Nematoden gegen Trauermücken ein. Diese befallen die Mücken und töten sie dadurch. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch bei der Pilzzucht anwendbar ist, allerdings weiß ich nicht, bo die Nematoden auf Pilze übergreifen und ev. sogar den Menschen schadne könnten...
Viele Grüße,
Chris
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Beitrag von Das-Pilzimperium » Sonntag, 09. März 2008 12:18

:shock:

Nematoden!?

ich kenne diese kleinen biester nur vom angeln her... da befallen diese z.b. heringe und andere salzwasserfische...

also so kann man auch beide hobbys verbinden

angeln gehen und die nematoden raussammeln und denn auf die Trauermücken übertragen :D
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Beitrag von davidson30 » Sonntag, 09. März 2008 15:33

hallo

stelle mir da gerade eine frage :?




zitat : zwei Hausmitteln, Nikotin (Tabaksud) und Koffein .....





sollte ich mal versuchen meine blöcke mit red bull zu besprühen ?? :idea:


einen schlechten geschmack bekommen die da sicher nicht ,,,,,




grüsse

fritz
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Beitrag von Mycelio » Sonntag, 09. März 2008 19:38

Hallo liebe Trauermückenfeinde,


bzgl. Nematoden:
Diesen winzigen Fadenwürmer sind natürliche Bodenbewohner und es gibt sehr viele verschiedene. Gegen Trauermücken eignet sich die Art Steinernema feltiae. Meistens ist noch ein Bakterium dabei, Bacillus Thurengiensis Israelis (BTI). Beide dringen in die Mückenlarven ein und zersetzen sie von innen. Sind alle Larven erledigt, verhungern Nematoden und Bazillen, da sie mit Pilzmycel nichts anfangen können. Falls man doch mal welche essen sollte, besteht keinerlei Gefahr für Menschen. In der Pflanzenzucht wird eine kombinierte Anwendung von Nematoden und Gelbtafeln empfohlen.

Die Nematoden in Fischen oder an Pflanzen sind andere Arten und helfen leider nicht bei einem Trauermückenproblem.


Bzgl. Red Bull:
Ob da wohl genügend Koffein drin ist? Das mit dem Kaffee habe ich mehrmals in Pflanzenzuchtforen gefunden und dort wurde dazu geraten, befallene Pflanzen mit starkem Espresso zu gießen.


Grüße, Carsten
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Beitrag von Lauscher » Mittwoch, 12. März 2008 17:29

Ich habe eine ungiftige Möglichkeit gefunden, die Trauermücken in meiner Wohnung drastisch zu reduzieren:

Die Blumentöpfe, die am meisten befallen waren (weil diese Pflanzen viel Wasser brauchen), habe ich auf der Oberfläche mit ca. 2cm Sand befüllt:

Bild

Die Viecher kommen durch die Sandschicht nicht durch (in ihren Dimensionen so etwas wie 20 Meter Geröllschicht :twisted: )
Etwas schwierig ist das Gießen, der Sand schwimmt weg und vermischt sich mit Erde. Abhilfe schafft ein großer, flacher Stein auf/in dem Sand, auf den gegossen wird, dann geht es besser. (Nicht im Bild, den Stein habe ich erst nach der Aufnahme dazugepackt)

Gruß, Lauscher
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Beitrag von AndreasTyrol » Mittwoch, 12. März 2008 20:47

Hallo Lauscher :)


Die Sandmethode ...

Also ich kämpfe mit allen Mitteln seit ca. 2 Jahren gg. die Trauermücken (also viel länger, als ich hier im Forum bin); ich habe alle Methoden schon durch und ich muss dir sagen, dass auch die Sandmethode nicht hilft.

Es reicht wenn einige wenige Trauermücken überleben und das ganze Spiel beginnt von vorne.

Sogar die chemische Keule Bild habe ich (als letzte Möglichkeit) schon ausprobiert : um meine Blumen zu retten. Hilft auch nichts. Die Chemie-Gifte werden in der Erde durch Bakterien langsam zersetzt und wirken nach ca. 2 Monaten nicht mehr. Einige Puppen überleben in der Erde und nach einigen Monaten schlüpfen die so nach und nach, und alles beginnt von vorne.

Man kann nur staunen: die Trauermücken sind hervorragend für den Überlebenskampf ausgerüstet!

Die einzige Möglichkeit ist: ALLE PFLANZEN VERNICHTEN! Alle kontaminierte Erde wegkippen. Und ganz bei Null von vorne anfangen. Welchem Blumenfreund bricht dabei nicht das Herz? Bild

Die einzige Möglichkeit die wirklich funktioniert ist: keine einzige Trauermücke in den eigenen Räumen zu haben.


Freundliche Grüße von Andre.
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Beitrag von davidson30 » Mittwoch, 12. März 2008 21:47

hallo


hab umlängst meinen pilzraum ausgemalt ... und den raum richtig gereinigt .... dann habe ich alle blöcke ausgemustert und den raum neu bestückt .

am 2ten tag sind die mistviecher schon wieder fleißig am fliegen gewesen ....

scheint als ob der pilzgeruch ein magischer lockstoff für die viec... trauermücken ist .....

habe da noch eine idee .... hatte mal einen stohballen in einen erdkeller stehen ... da hatte sich dann ein frosch im ballen so wohl gefühlt das er nimmer weg wollte .....(muss mal meine alten fotos durchstöbern)..... da hatte ich auch keine probleme mit mücken ....
kann so ein "nutztier" uns nicht auch bei unseren problemen helfen ???



grüsse

fritz
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Beitrag von marcos » Mittwoch, 12. März 2008 22:52

Hallo Fritz,

also ich habe so um die 10 kleine Frösche bei mir im Fruchtungskeller rumhüpfen und mit Mücken kein Problem !!
Ebenso hilfreich sind bei mir kleinere Spinnen, die zwischen den Beuteln ihre Netze spinnen.

Meine kleine biologische Armee ! :lol:

Gruss
Marco
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Beitrag von Das-Pilzimperium » Mittwoch, 12. März 2008 23:03

lol

wir basteln uns unser eignes biotop... 8)
Christoph
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Beitrag von Christoph » Donnerstag, 13. März 2008 12:43

@ Andreas: Ich zihe nun schon seit ca. 10 Jahren alle möglichen Pflanzen, sehr viele davon in Töpfen. Die Überwintern z.T. auch im Zimmer, weshalb ich ab und an ebenfalls Trauermücken hatte. Bisher konnte ich diese schnell und problemlos mit Gelbtaflen bekämpfen. Könnte dein extremes problem vllt von zu schlechter Belüftung, falschem Substrat (ev. schon vor dem Topfen kontaminiert?9 o.ä. kommen?
Viele Grüße,
Chris
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Beitrag von AndreasTyrol » Donnerstag, 13. März 2008 21:08

Hallo Chris :)
Christoph hat geschrieben:@ Andreas: Ich zihe nun schon seit ca. 10 Jahren alle möglichen Pflanzen, sehr viele davon in Töpfen. Die Überwintern z.T. auch im Zimmer, weshalb ich ab und an ebenfalls Trauermücken hatte. Bisher konnte ich diese schnell und problemlos mit Gelbtaflen bekämpfen. Könnte dein extremes problem vllt von zu schlechter Belüftung, falschem Substrat (ev. schon vor dem Topfen kontaminiert?9 o.ä. kommen?
Ich weiß es schlicht und einfach nicht! Ich habe schon öfter im Netz gelesen, dass Leute Trauermücken mit Gelbtafeln wieder wegbekommen haben. Ich habe es bisher wegen meiner eigenen Erfahrungen mit dem Thema, nicht geglaubt.

Aber wenn du es sagst, dann glaube ich dir!

Ich habe keine Ahnung, warum diese Mistviecher bei mir so aggressiv sind! Von der Lüftung etc. kann es nicht kommen, denn es ist eine ganz normale Stadtwohnung, so wie viele andere. Vielleicht habe ich eine extrem aggressive und widerstandsfähige Art erwischt? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass bei mir nur diese Radikalkur hilft. Leider, leider, muss ich sagen ... Über die Gelbtafeln konnten meine Trauermücken nur kichern. Es sind zwar 95% daran kleben geblieben, doch die restlichen 5% haben die ganze traurige Trauermücken-Geschichte weiter in Gang gehalten.

Ich bin allerdings für andere Leute im Forum über deinen Bericht froh!
Es gibt Hoffnung für sie! :)
Nicht bei allen Leuten ist der Befall so schlimm wie bei mir.


VG, Andre.
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Beitrag von Hephaistos » Mittwoch, 09. April 2008 08:52

Hallo!

Meine Frau hat auf irgend einer russischen Website gelesen, dass Trauermücken und Pilzfliegen angeblich keinen Vanilleduft mögen :?:
Angeblich verwenden die auch eine spezielle Sorte von Begonien um die Biester los zu werden. Weiters sollten sie Bier lieben => vielleicht kann man sie in so einer Art Wespenfalle ersäufen....

Hab aber leider keine Ahnung ob und wie es funktioniert

Gruß,
Hary
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